Eintracht Trier: Weckruf zum richtigen Zeitpunkt

von Stephen Weber (Text), Anna Lena Grasmück (Fotos)

Eintracht Trier schlug am Sonntagmittag den VfR Wormatia Worms mit 2:1 (1:1). Dieser Erfolg gilt als Bestätigung der ansteigenden Formkurve und macht Mut für die anstehenden Aufgaben. 5vier.de sprach mit Außenverteidiger Michael Dingels über das vergangene Wochenende und die kommenden Herausforderungen.

Michael Dingels (l.) im Kopfballduell gegen Worms

Am Sonntag um 15:47 Uhr ereilte die Seismographen in der Region Worms sicherlich ein ungeplanter Ausschlag. Denn der Stein der Erleichterung, der nach dem Schlusspfiff zum 2:1-Erfolg vielen Verantwortlichen und Anhängern des SV Eintracht Trier vom Herzen fiel, war groß – sehr groß. Im vierten Anlauf im neuen Jahr gelang endlich der erste Dreier und schürte die Hoffnung auf die herbeigesehnte Trendwende. „Schon nach dem Tor hat man gesehen, wie die ganze Anspannung von allen Spielern abfiel. Nach dem Spielende haben uns auch die Trainer dann gelobt und gesagt, dass wir uns endlich selbst belohnt hätten. Der Sieg hat wirklich gut getan“, ließ SVE-Verteidiger Michael Dingels die Ereignisse des zurückliegenden Wochenendes noch einmal Revue passieren.

Nachdem sich bereits gegen Freiburg II das spielerische Leistungsniveau leicht verbessert zeigte, gelang es der Mannschaft gegen die Wormaten in manchen Phasen der Partie, an die guten Leistungen in der Hinrunde anzuknüpfen und fußballerisch zu überzeugen. Vor allem die Defensive agierte erneut kompakt und ließ den offensiv aufgestellten Wormsern wenig Kreativraum zur Entfaltung. Mitverantwortlich für den starken Verteidigungsring zeigte sich auch Michael Dingels, der für den gelbgesperrten Thomas Konrad in die Viererkette rückte und seine Aufgabe mit viel Intensität und Willen absolvierte. Es war erst der zweite Einsatz in der Startelf für den 27-jährigen Publikumsliebling in dieser Saison, auf den sich Coach Roland Seitz jedoch stets verlassen kann: „Der Trainer hat mir vor dem Spiel gesagt, dass ich einfach so spielen soll wie immer. Ich hatte noch nicht so viele Spielminuten in dieser Spielzeit, deshalb sollte ich mich nicht von der Hektik anstecken lassen und ruhig bleiben“, sagte Dingels am Tag nach dem Sieg.

Mario Klinger nach dem 2:1 Siegtreffer

„Das war kein Elfmeter“

Das gelang dem robusten Außenverteidiger allerdings nicht immer. Nach einem beherzten Einsteigen an der Mittellinie in der ersten Halbzeit kassierte er regelkonform einen gelben Karton. Ansonsten lieferte der emsige Arbeiter eine solide Leistung ab, mit der sowohl die Zuschauer als auch er selbst einverstanden waren: „Ich bin gut in die Partie gekommen und habe eigentlich keinen Fehler gemacht. Deshalb bin ich sehr zufrieden.“

Weniger zufrieden waren er und seine Mitspieler mit der Leistung des Unparteiischen Robert Kempter an diesem Tag. Der Schiedsrichter zog durch unverständliche Pfiffe auf beiden Seiten immer wieder den Unmut aller Anwesenden auf sich und unterband dementsprechend häufig einen aufkeimenden Spielfluss. Besonders seine Elfmeterentscheidung für Worms in der 33. Minute stand nach Spielabpfiff im Kreuzfeuer der Kritik: „Das war in meinen Augen kein Elfmeter. Da hat der Schiedsrichter daneben gelegen“, so Dingels. Der Wormser Angreifer Scipon Bektasi spielte vor dem vermeintlichen Foul den Ball zunächst deutlich erkennbar mit der Hand, ehe er sich auf ein Gerangel mit Verteidiger Torge Hollmann einließ, um im Anschluss leidenschaftlich zu Boden zu sinken.

„Ich denke, dass wir Idar-Oberstein schlagen werden“

Zum Glück wurde diese Fehlentscheidung nicht bestraft und Trier gewann die Partie durch einen Treffer von Mario Klinger in der 83. Spielminute. Ein Erfolg, der Mut für die anstehenden Duelle macht. Denn den SVE erwarten nun drei Heimspiele mit durchaus machbaren Aufgaben. Den Anfang stellt hierbei der SC Idar-Oberstein dar, der am kommenden Samstag in das Moselstadion reisen wird. Dingels gibt sich nach dem jüngsten Erfolg schon mal selbstbewusst: „Da jetzt die ganze Belastung jetzt weggefallen ist, können wir auch befreiter aufspielen. Wir haben gute Spieler in der Mannschaft und ich denke, dass wir Idar-Oberstein schlagen werden.“ Damit auch die Seismographen in Trier mal wieder ausschlagen dürfen.

+++Eintracht in Kürze+++

Am 17. April zum Pokal-Viertelfinale nach Mülheim-Kärlich – Jetzt ist der Termin auch offiziell vom Fußballverband bestätigt worden: Das Viertelfinalspiel im Bitburger-Rheinlandpokal zwischen dem Rheinlandligisten SG 2000 Mülheim-Kärlich und Regionalligist SV Eintracht Trier 05 findet am Mittwoch, 17. April, 19.30 Uhr, auf dem Rasenplatz im Mülheimer Schulzentrum statt. Der Sieger dieser Begegnung trifft dann auf den Gewinner des Oberliga internen Vergleichs zwischen der SpVgg Wirges und SV Rossbach/Verscheid (Termin dieser Partie. Mittwoch, 10. April, 19.30 Uhr).

Chhunly Pagenburg gibt Wechsel bekannt – 18-Tore-Stürmer Chhunly Pagenburg verkündete am gestrigen Tag seinen Wechsel zum FSV Frankfurt für die neue Saison. Hier geht es zum ausführlichen Artikel.

Jetzt aber schnell: Einlaufteam für Samstag gesucht! – Last Minute! Durch den kurzfristigen Ausfall einer Mannschaft ist für kommenden Samstag, 16. März, ab 14 Uhr, im Moselstadion gegen den SC 07 Idar-Oberstein noch ein Platz für ein Einlaufteam frei geworden. Jugendteams aus der Region (Bambini- E-Jugend) können einen ganz besonderen Nachmittag bei der Trierer Eintracht erleben, indem sie die „Großen“ Hand in Hand auf den Rasen begleiten und anschließend die Partie mit ihren Trainern, Eltern und Betreuern von der Tribüne aus verfolgen – und das alles natürlich bei freiem Eintritt! (Kontakt über: red-sport@tw-verlag.de oder telefonisch: 0651/716565.)

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