„Werden weiter wachsen“ – Heimspiel gegen Mainz II

Von Florian Schlecht

Sieben Heimpleiten verdarben vielen Fans von Eintracht Trier die Lust auf das Moselstadion. Nun hofft Trainer Roland Seitz auf einen Neuanfang. Die erste Chance gibt es am Freitag gegen den FSV Mainz 05 II (19 Uhr).

Kapitän Fouad Brighache wird seine Mannschaft erstmals in einem Heimspiel auf das Feld führen.

Fast ein Jahr ist es her, als die Zuschauer entsetzt aus dem Moselstadion strömten. Mit 0:3 unterlag Eintracht Trier im September 2011 dem FSV Mainz 05 II nach einer hilflosen Vorstellung. Trainer Roland Seitz bat einen Tag später zum Straftraining auf den Ascheplatz, aber im Rückblick steht das humorlose Spiel gegen die Reserve aus der Karnevalshochburg symbolisch für viele Heimauftritte der vergangenen Saison. Sieben Niederlagen setzte es an der Adresse „Am Stadion 1“. Die Folge: Die Zuschauerzahlen sanken beträchtlich. Am Freitag bestreitet der SVE nun sein erstes Spiel vor heimischem Publikum in der Regionalliga Südwest – gegen Mainz 05 II (19 Uhr).

Seitz bittet angesichts von neuen Gesichtern in der Mannschaft und dem 2:1-Auftaktsieg beim SC Freiburg II um einen Neuanfang mit vielen Fans. „Wir wollen das zurückgeben mit einer engagierten Leistung und einem Sieg.“ Spielerisch erhofft sich der Trainer einen anderen Stil als in der Vergangenheit, als die Mannschaft oft zu tief und ängstlich auftrat. „Wir wollen vom gesamten Apparat her höher stehen und früher auf den Gegner schieben.“ In Freiburg enttäuschte die Eintracht im ersten Durchgang mit einer passiven Spielweise, erst in der zweiten Hälfte traute sie sich mehr zu, wurde kreativer und torgefährlicher.

„Es gibt keinen Grund für Umstellungen“

Hält der Lauf von Chhunly Pagenburg auch im Heimspiel gegen Mainz II?

Daraus will Seitz aber nicht ableiten, für welchen Fußball die neuformierte Elf zukünftig steht. „Die Jungs müssen rausfinden, wo sie sich am Wohlsten fühlen.“ Die Suche nach der richtigen Spielweise geht die Eintracht gegen Mainz 05 II offenbar unverändert mit der siegreichen 4-1-4-1-Formation vom Breisgau an.

„Es gibt keinen Grund für Umstellungen“, sagt Seitz, der im Kader auf Narciso Lubasa, Michael Dingels und Pit Hess verzichten wird. Youngster Christoph Anton muss sich weiter über die Jokerrolle anbieten. „Er gibt immer Vollgas, ich würde ihn ohne Bedenken reinwerfen. Aber ich will ihn behutsam aufbauen, damit er im Herbst körperlich nicht in ein Loch fällt“, so der Trainer, der den Entwicklungsprozess der ganzen Mannschaft nicht aus den Augen verliert.

So verweist er darauf, dass mehrere Kräfte im Aufgebot stehen, die aus verschiedenen Gründen in den letzten Monaten nur wenig Spielpraxis hatten. Torwart Lengsfeld saß auf der Bank, Innenverteidiger Klinger und Flügelspieler Watzka waren verletzt, Abräumer di Gregorio kehrte bereits im Frühjahr aus dem Iran zurück, Lewerenz spielte keine Rolle bei RB Leipzig, Angreifer Fuchs war in Saarbrücken nur Reservist. „Wir werden weiter wachsen und im Gesamtverbund stärker werden“, glaubt Seitz. „Aber besser werden wir alle nur in der Summe der Spiele, die wir bestreiten.“

Mainz 05 reist mit 0:5 im Gepäck an

Vor einem Jahr setzte es eine 0:3-Heimpleite gegen Mainz. Alon Abelski konnte es nicht fassen.

Das ist auch das Ziel von Mainz 05 II, das einen weiten Weg vor sich hat. Mit 0:5 unterlag die Regionalliga-Reserve der TSG Hoffenheim II trotz Profi-Unterstützung durch Elkin Soto – und reist als Schlusslicht nach Trier. Topstürmer Erik Durm zog es nach Dortmund. Personell rechnet Seitz mit einer Wundertüte. „Einige Jungprofis sind wieder aus dem Trainingslager mit der Bundesliga-Mannschaft zurück.“ Eine Ausrede darf das für den ersten Heimauftritt aber nicht sein. In Trier soll das Publikum nach Magerkost wieder verwöhnt werden. Freitag ist die erste Chance, das Vorhaben in die Tat umzusetzen.

+++++Eintracht in Kürze+++++

Probespieler Sven Biermann abgereist, Verstärkung weiter gesucht – Eine Verpflichtung von Offensivspieler Sven Biermann (19) hat sich zerschlagen. Trainer Roland Seitz war von dem Belgier, der beim 19:0 gegen den VfL Trier sechs Tore erzielte, nicht überzeugt. Die Augen halten die Verantwortlichen weiter auf, wenn es um eine Verstärkung für den Angriff fehlt. „Derzeit fehlen uns die Alternativen, wenn wir im 4-4-2 spielen wollen. Und wenn es demnächst mit dem Rheinlandpokal und ‚Englischen Wochen‘ ans Eingemachte geht, müssen wir nachlegen.“ Kandidaten haben die Trierer nach Angaben des Oberpfälzers an der Angel, doch die spekulieren noch auf Anfragen aus der 3. Liga. „Da sind wir in der Warteschleife. Aber irgendwann schlagen wir zu.“

+++++Gewinnspiel+++++

Tickets für Eintracht-Heimspiel gegen Mainz – 5vier verlost für das Regionalliga-Heimspiel von Eintracht Trier gegen den FSV Mainz 05 II am kommenden Freitag (19 Uhr) wieder VIP-Karten, Sitz- und Stehplatztickets. Hier geht es zum Gewinnspiel.

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