Eintracht Trier: Wir gewinnen, ist doch klar!

Am Samstag ist es soweit: In der Regionalliga West kommt es zum Südwestgipfel zwischen TuS Koblenz und Eintracht Trier. Auch in unserer Redaktion greift das Fußballfieber bereits um sich.

Zwei unserer Redakteure sind glühende Anhänger ihres Vereins. Andreas Gniffkes Herz schlägt für die TuS, Alexander Heinens nur blau-schwarz-weiß. Beide wollen klar stellen, warum ihr Verien am Samstag triumphiert.

Es beginnt Alexander Heinen.

Man möge mir die wenig neutrale Schreibweise bitte verzeihen.

Sie sind überzeugt davon, dass ihr Team am Samstag drei Punkte aus Koblenz mitbringen wird: Die Fans des SV Eintracht Trier 05.

TuS Koblenz gegen Eintracht Trier, dieses Duell verspricht viel Brisanz. Dabei gibt es nicht wenige Eintracht-Anhänger, für die dieses Spiel nicht unter die Kategorie „Derby“ fällt. Viele sogar sprechen der TuS die Fußballtradition ab, die gäbe es nur bei der TuS Neuendorf. Das richtige Derby gibt es für mich persönlich ebenfalls ausschließlich gegen den 1.FC Saarbrücken. In der Tat: Betrachtet man sich die Historie so kam es, zumindest im normalen Ligabetrieb, nur zu zwei Begegnungen in den letzten 34 Jahren. Diese fanden 2005/06 unter genau entgegengesetzten Vorzeichen statt. Die Eintracht, gerade aus der zweiten Bundesliga abgestiegen, wagte einen kompletten Neuanfang mit jungen Spielern. Wie sich im späteren Ligaverlauf zeigen sollte eine fatale Entscheidung, auch die beiden Begegnungen gegen die Mannschaft vom Deutschen Eck verliefen aus Trierer Sicht alles andere als erfolgreich.

Das tat der Fanseele weh

Man spürte deutlich, dass dies einer Art Wachablösung im Südwestfußball gleichkam. Die Koblenzer, gerade in ihrem zweiten Regionalligajahr und mit Manager und Zugpferd Stefan Kuntz auf der Überholspur, fertigten die junge Mannschaft von der Mosel ab. Als Trierer Fan fühlte man sich wie ein verhauener Schuljunge, der dazu noch den Hohn und Spott aus dem Gästeblock ertragen musste. Ein schreckliches Gefühl. Das tat der Fanseele weh und dieser Stachel saß und sitzt bei vielen Eintrachtlern noch tief. Gerade von den Koblenzern, die fast 30 Jahre im Amateurfußball verschwunden waren, bekam man solch eine Lektion erteilt. Das Ende der Geschichte ist hinlänglich bekannt: Die TuS spielte eine überragende Saison, Trier versuchte sich noch einmal aufzubäumen, versank nach einer chaotischen Saison aber in den Tiefen der Oberliga.

2011: Eintracht Trier gewinnt den Bitburger Rheinlandpokal

2011 dann die Genugtuung. Die TuS, mittlerweile in ernsthaften finanziellen Schwierigkeiten, trifft im Finale des Rheinland-Pokals im Moselstadion auf die bislang sehr erfolgreiche Mannschaft von Roland Seitz. Trier düpiert die klassenhöhere TuS und schnappt den klammen Schängeln die dringend benötigten DFB-Pokaleinnahmen vor der Nase weg. Der Anfang einer neuerlichen Wachablösung, dieses Mal zu Gunsten der wahren Moselstädter. Nun das kommende Duell in der Regionalliga. Es könnte fast eine Kopie von 2005/06 sein, nur scheinen alle Trümpfe heute auf der Seite der Eintracht. Der Tabellenplatz, die Qualität der Mannschaft, die wiederkehrende Euphorie im Umfeld, die besseren Fans und die anhaltende Auswärtsstärke. Vier Auswärtsspiele, vier Siege. Welch eine Hausnummer, das dürfte auch jedem Koblenzer klar sein. Selbst am Deutschen Eck, dort wo man die Trierer lange von oben herab belächelt hat, sieht man das Team von Roland Seitz als klarer Favorit an. So langsam wird die Wachablösung Realität, das wird den Schängeln gerade knallhart vor Augen geführt. Nicht nur, dass sie die Rote Laterne vom „Fußballzwerg“ Idar-Oberstein übernommen haben, müssen sie derzeit mit anschauen wie die vielen mobilen Sitzplatztribünen abgebaut werden. Ein Sinnbild für die derzeitige Situation.

Heimspielatmosphäre im Oberwerth?

Nun liegt es an der Mannschaft und Trainer Roland Seitz, den nächsten Auswärtssieg einzufahren. Wenn sie ihre Stärken abrufen kann, dann dürfte dies eine klare Sache werden. Der Koblenzer Kader hat, bis auf wenige Ausnahmen, nur besseres Oberliganiveau. Basta! Tempodribbling FAZ, der Ball rechts raus auf Kraus und Kulabas nickt nach Bilderbuchflanke ins Tor. Das wäre doch was? Das einzige, was uns noch in die Quere kommen könnte: Unsere Heimschwäche. Durch die vielen Trierer Fans könnte schnell Heimspielatmosphäre im Oberwerth aufkommen. Aber auch da ist die Eintracht nach dem Heimsieg gegen Elversberg auf einem guten Weg!

18 Punkte, sechs Siege und das Achtelfinale im DFB-Pokal schon fest im Blick!

Na Koblenz, zittert ihr schon?

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Kommentare (7)

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  1. BIEROLE sagt:

    In dem Rhein da schwimmt ein Fußball und der Fußball schwimmt ins Meer und der Fußball geht unter und die Tus(si) hinterher!

  2. NEUENDORFdiewahreTuS sagt:

    Wenn ein Satz des Pudels Kern trifft, dann der das nicht Koblenz sondern NEUENDORF Fußballtradition hat!
    TuS Neuendorf gibts seit 1911 (ganz genau seit 1900).
    Die Koblenzer bemächtigten sich 1982 unsers Namens.
    Koblenz hat soviel Fußballtradition, wie der Vatikan Olympiasieger hervorgebracht hat!
    TuS Neuendorf forever unforgotten!!!
    TuS Koblenz ist ein Retortenwitz!!!
    Schöne Grüße aus Neuendorf – Heimat der einzig wahren TuS!!!

  3. Harald Betz sagt:

    Wir werden Euch Letzeburgern eine Schlacht liefern, in jeder Beziehung, von denen eure Enkel noch Nachts Albträume haben werden.
    RIP und Basta!

  4. Mission Wiederaufstieg 2011 sagt:

    eintracht du bist mein verein…wir werden …..immer bei dir sein…..

    und wir wollen sehn wie die tussis untergehn !!!
    3 punkte keine frage kommen mit nach trier !!!

  5. Eintrachtler sagt:

    Auf geht’s Eintracht… die hauen wir weg!!! Wir holen die drei Punkte mit nach Trier.

  6. TRIER sagt:

    TRIER GEWINNT DOCH SOWIESO!

    (Anmerkung der Redaktion: Kommentar gekürzt.)

  7. Steff sagt:

    logo wir fahren mit 3 punkten wieder heim :D

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