Eintracht Trier: „Wir müssen gewinnen. Und wir werden auch gewinnen!“

Am Freitagabend um 19 Uhr lädt der SVE zum Heimspiel gegen Schlusslicht Pfullendorf

Von Niklas Stilz

Eintracht-Coach Roland Seitz ist bekanntermaßen ein Mann der klaren Worte. So deutlich allerdings hört man selbst den Cheftrainer nur selten. „Wir müssen gewinnen. Und wir werden auch gewinnen“, gab Seitz die klare Marschrichtung für das Heimspiel am Freitagabend gegen das Tabellenschlusslicht aus Pfullendorf vor. Auch mit personellen Änderungen ist zu rechnen.

Kaiserslautern II - Eintracht Trier
Geschlossen für den Relegationsplatz. Gegen das Tabellenschlusslicht SC Pfullendorf zählt für die Eintracht nur ein Sieg.

Ähnlich frühlingshaft wie es das Wetter in Trier aktuell ist, scheint auch die Laune im Lager der Eintracht zu sein. Trotz des Fehlstarts ins Jahr 2014 wirkt es, als sei die Stimmung an der Mosel nach wie vor gut. Verdunkeln tun sich die Gesichtszüge von Trainer Seitz nur bei einem Thema: den individuellen Fehlern der letzten beiden Partien. „Diese Dummheiten müssen wir unbedingt abstellen, sonst haben wir am Ende keine Chance oben mitzuspielen. Wir können so viel trainieren wie wir wollen, aber wenn die persönlichen Fehler nicht aufhören, wird das nichts“, äußert der Oberpfälzer seinen Unmut über die verschenkten Punkte gegen Zweibrücken und in Kaiserslautern.

Das soll gegen den Tabellenletzten jetzt unbedingt vermieden werden, auch wenn die Gäste mit einem kleinen Erfolgserlebnis im Gepäck nach Trier reisen. Im Heimspiel gegen die SpVgg Neckarelz gelang durch das 0:0 der erste Punktgewinn seit Oktober 2013. Trotzdem hängt der SC Pfullendorf mit nur neun Zählern aus 20 Partien einsam am Tabellenende, lediglich der KSV Baunatal steht mit zehn Punkten ähnlich schlecht da. Von der Spielweise der Pfullendorfer hat Trainer Seitz eine klare Vorstellung: „Gegen Kassel haben sie sehr defensiv gespielt, da ging es ihnen nur darum Gegentore zu verhindern. Nach vorne haben sie dann auf Konter und Standards gehofft und wir rechnen fest damit, dass sie morgen gegen uns genauso spielen werden.“

„Druck haben wir eigentlich immer“

Eintracht Trier - Kaiserslautern II
Wird den gesperrten Michael Dingels in der Innenverteidigung ersetzen: Christoph Buchner.

Verzichten müssen die Gäste dabei weiterhin auf zwei Leistungsträger. Neben Kapitän Jörg Schreyeck, der nach seiner roten Karte gegen Kassel nach wie vor gesperrt ist, fehlt auch der junge Innenverteidiger Kai Sautter. Er zog sich ebenfalls gegen Kassel einen Kreuzbandriss zu und wird lange fehlen. Außerdem wurde der Kader von Trainer Stephan Baierl im Winter stark umgebaut, acht Spieler verließen den Verein, unter ihnen der bisherige Top-Torjäger Silvio Battaglia, und vier Neuzugänge kamen hinzu.

Auch auf Seiten der Eintracht ist im Vergleich zum Spiel in Kaiserslautern mit personellen Änderungen zu rechnen. Für den gesperrten Michael Dingels wird Christoph Buchner in die Innenverteidigung rücken, Neuzugang Ken Asaeda wird deshalb erstmals im 18er Kader dabei sein. Interessant dürften in erster Linie aber mögliche Wechsel in der Offensive sein, die Trainer Seitz aber noch nicht näher erläutern wollte. Neben dem wohl gesetzten Alon Abelski bekam lediglich Lars Bender eine Einsatzgarantie für den Freitagabend: „Lars bleibt in jedem Fall drin. Er hat eine tolle Torquote und spielt vielleicht nicht ganz so auffällig, dafür ist er aber in der Defensive sehr wichtig. Ganz vorne haben wir natürlich einige Alternativen, unter anderem auch durch die Neuzugänge. Da könnte es schon Veränderungen geben“, ergänzte der Coach. Zur Verletzung von Fabian Zittlau gibt es von Seitz indes keine Neuigkeiten: „Zitte geht es ein bisschen besser. Trotzdem ist er aber leider noch sehr weit vom Lauftraining entfernt, das wird also wohl noch eine Weile dauern.“

Eintracht Trier - SVN Zweibruecken
SVE-Cheftrainer Roland Seitz geht mit viel Selbstvertrauen in das Spiel gegen Pfullendorf: „Ich glaube fest daran, dass wir gewinnen!“

Durch den erneut enttäuschenden Start stehen Spieler und Trainer der Eintracht bereits zu diesem frühen Zeitpunkt in der Rückrunde unter Druck. Der kommt allerdings nicht wie sonst oft von außen, sondern hat laut Trainer Seitz auch mit der hohen Erwartungshaltung innerhalb der Mannschaft zu tun. „Wir haben eigentlich immer Druck, immerhin ist es unser eigener Anspruch bis zum Ende vorne dabei zu bleiben. Das kommt also weniger von Medien und Fans, als mehr von uns selbst“, erklärte der Coach. Angesprochen auf die teils bereits resignierenden Reaktion auf die ausbaufähigen Ergebnisse der ersten beiden Partien ergänzte er außerdem: „Es ist noch zu früh um schon zu sagen: Es ist vorbei. Wir haben gegen alle Teams, die vor uns stehen, noch die direkten Duelle und haben es deshalb auch noch selber in der Hand.“

+++Eintracht in Kürze+++

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Vorverkauf: Wer den SVE beim Derby in Koblenz am 16.März unterstützen will, der kann ab sofort an der Geschäftsstelle oder morgen Abend gegen Pfullendorf Tickets für die Partie auf dem Oberwerth erwerben.

Moselstadion: Im ersten Teil unserer Serie rund um das Trierer Moselstadion haben wir für euch die aktuelle Situation vor Ort eingeschätzt. Zum Artikel geht es hier.

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