„Wir stehen gegen Freiburg in der Pflicht“

Von Stephen Weber

Auf ein Neues. Nachdem Eintracht Trier mit zwei Niederlagen aus der Winterpause gestartet ist, wartet nun am kommenden Mittwoch vor heimischem Publikum der zweite Anzug des SC Freiburg auf die Mannen von Trainer Roland Seitz. Gegen die Breisgauer möchte das Team die Fehler der vergangenen Partien ad acta legen und zu alter Stärke zurückfinden. Anpfiff ist im Moselstadion um 19 Uhr.

Roland Seitz hofft auf die Trendwende (Foto: Anna Lena Grasmück)

Im Wandel der Zeiten. Während sich allerorts das nassgraue Wetter allmählich verzieht und sämtliche Lebensgeister neue Kraft gewinnen, schippert Eintracht Trier derweil durch stürmische Gewässer. Schmerzhaft waren die zwei Niederlagen gegen die Frankfurter Konkurrenz in den ersten beiden Begegnungen des neuen Jahres, was die allgemeine Euphorie zu dämpfen wusste. Am Mittwochabend soll nun gegen Freiburg II endlich der erste Dreier in der Rückserie gelingen und der Kahn zur Genugtuung aller Beteiligten in ruhigeres Fahrwasser manövriert werden.

Kein einfaches Unterfangen für Roland Seitz, der jedoch guter Dinge ist, dass die Mannschaft weiß, was die Stunde geschlagen hat: „Wir stehen gegen Freiburg in der Pflicht, den Bock umzustoßen und vor den eigenen Fans einen Dreier einzufahren“, teilte der Oberpfälzer auf der Pressekonferenz mit. Und weiter: „Uns erwartet eine spielerisch gute Mannschaft, doch wenn wir unsere eigenen Stärken richtig einbringen, wird es eine lösbare Aufgabe für uns werden.“

Steven Kröner wird den gesperrten Maximilian Watzka ersetzen (Foto: Anna Lena Grasmück)

Watzka gesperrt, di Gregorio verletzt

Aber: Auch der Sportclub aus Baden-Württemberg ist nicht optimal aus der Winterpause gestartet. Zwar konnte die Mannschaft vom Oberrhein zunächst gegen Eschborn noch überzeugend mit 4:1 siegen, doch ließ sie im Anschluss gegen Mainz II (1:2) und Homburg (1:1) überraschend Punkte liegen, weshalb die Truppe von Xaver Zembrod nach 22 Spielen mit 29 Zählern gegenwärtig auf Tabellenposition neun rangiert. Folglich wird die Bundesliga-Reserve am Mittwoch ebenfalls gewillt sein, diesen kleinen Negativtrend zu korrigieren. Coach Seitz ist zumindest gewarnt: „Gegen Freiburg müssen wir viel Laufarbeit verrichten. Und im Vergleich zu den beiden vorherigen Spielen müssen wir es hinbekommen, den letzten Pass an den Mann zu bringen und dadurch Torgefahr zu erzeugen.“

Bei diesem Vorhaben wird der Trainer allerdings auf die Dienste von Baldo di Gregorio (Adduktorenprobleme) und Maximilian Watzka (5. Gelbe Karte) verzichten müssen. Für den gesperrten Watzka wird aller Voraussicht nach Steven Kröner in das defensive Mittelfeld rochieren. Ebenfalls wieder im Kreis der Einsatzfähigen bewegt sich Chhunly Pagenburg, der sich nach überstanden Magenproblemen wieder fit gemeldet hat. Wer für den 17-Tore-Stürmer jedoch weichen muss, möchte sein Chef derzeit noch nicht verraten: „Lassen wir uns überraschen“, lautete die obligatorische Antwort auf diesbezügliche Nachfragen. Möglich scheint es, dass der zuletzt müde wirkende Alon Abelski zunächst auf der Bank vorlieb nehmen muss und Marco Quotschalla ihn als Schnittstelle zwischen Mittelfeld und Sturm vertritt.

„Es war nicht alles schlecht“

Man scheint aus den Fehlern der zurückliegenden zwei Wochen gelernt und in Ruhe nach Ursachen geforscht zu haben. „Mangelnde Effektivität“ wurde hierbei als das Kernproblem diagnostiziert – zumindest am vergangenen Wochenende. Dennoch gelang es Seitz, trotz all der Kritik auch positive Elemente zu bilanzieren: „Es war nicht alles schlecht gegen den FSV. Die Aggressivität und die Zweikampfstatistik waren durchaus lobenswert. Bis zum 1:0 hat Frankfurt im Prinzip nicht stattgefunden. Dies müssen wir im selben Maße auch gegen Freiburg abrufen.“

Auf die Frage, wer ab sofort an Stelle von Fahrudin Kuduzovic die Elfmeter schießen würde, weiß der Coach zu berichten: „Wer sich gut fühlt, soll sich den Ball schnappen und den Strafstoß ausführen. Wenn er reingeht, ist alles prima.“ Und ergänzt als abschließende Marschroute für das anstehende Duell: „Wichtig ist allerdings erst mal, dass wir Ruhe bekommen, das Spiel gewinnen und uns dann auf die kommenden Wochen konzentrieren können.“

Anpfiff ist morgen, den 6. März, im Trierer Moselstadion (bei vorausgesagten 9° Celsius) um 19 Uhr.

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