Eintracht Trier ist in der 2. Halbzeit stark

Der 3:0 Sieg gegen FK Pirmasens bringt drei Punkte

Die Szenen wiederholen sich. In der ersten Halbzeit wird gespielt und in der zweiten Halbzeit – nach einer Mannschafts-Umstrukturierung – wird gewonnen. Dies Konzept scheinen Trainer Peter Rubeck und der sportliche Leiter Heiner Semar inzwischen zu verstehen.

Trier. Schon im Vorfeld der Partie musste Trainer Peter Rubeck einige Positionswechsel durchspielen. Mit Benedikt Koep, Michael Dingels, Christoph Anton und Oliver Laux fehlten gleich vier Spieler aufgrund von Sperren. Obendrein fehlte auch noch Daniel Hammel, der nach einem Magen-Darm-Infekt die ganze Woche über nicht trainieren konnte und nur auf der Bank saß. Im Angriff begann Dennis Gerlinger, die offensiven Außenbahnen übernahmen Robin Garnier (links) und Julian Bidon (rechts).

Und die Umstellungen machten sich bemerkbar. Wie schon von Peter Rubeck prophezeit wurde das Spiel gegen den Pfälzer Traditionsverein ein Geduldsspiel. In der ersten Halbzeit gelang dem SVE in der Offensive nicht viel. Pirmasens war wacher und kam gut in die Zweikämpfe. Auch die erste Chance gehörte den Gästen. Ein Freistoß von Christian Grimm fand Ex-Bundesliga-Profi Benjamin Auer, der am klasse reagierenden Torhüter Chris Keilmann scheiterte (17.). Anschließend passierte bis zum Halbzeitpfiff nicht mehr viel und beide Teams gingen mit dem leistungsgerechten 0:0 in die Kabinen. „Da waren wir nicht so aggressiv wie erhofft. Wir haben die zweiten Bälle nicht bekommen und sind nicht gut rausgerückt. In der Halbzeitpause wurde es dann etwas lauter“, sagte Peter Rubeck nach dem Spiel.

Nach der Pause wandelte sich das Bild. Eintracht Trier kam wie ausgewechselt aus der Kabine und riss das Spiel an sich. In den Zweikämpfen hatte der SVE nun die Nase vorn. Dazu gelang dem SVE ein Traumstart in Halbzeit zwei. Patrick Lienhard spielte eine schöne Kombination mit dem aufgerückten Mario Müller, der wie schon in Worms einen wichtigen Treffer markierte (47.). Der Bann war gebrochen. Die Eintracht erlangte die bis dato fehlende Leichtfüßigkeit wieder. In der 60. Minute legte der SVE nach. Christian Telch, der mit seinem Freistoßtor gegen Hessen Kassel für das Sportschau-„Tor des Monats Oktober“ nominiert ist, hämmerte den Ball aus 18 Metern in die Maschen. Vorlagengeber war erneut Patrick Lienhard. Vom FKP kam in der zweiten Halbzeit wenig. Die beste Chance hatte Felix Buerger in der 71. Minute, doch Chris Keilmann parierte glänzend. Mit dem Schlusspfiff markierte Patrick Lienhard nach einem tollen Solo das 3:0 (91.).

„In der zweiten Halbzeit hat uns das frühe Tor sehr geholfen. Wir mussten heute den ein oder anderen Spieler ersetzen. Aber das hat die Mannschaft überragend gemacht“, lobte Rubeck. Zudem merkte er den hohen Anteil jungen Spieler im Aufgebot an. Dominik Kinscher feierte sein der Regionalligadebüt für Eintracht Trier. Er wurde in der 57. Minute für Julian Bidon eingewechselt. Auch Benedict Masselter, der im Sommer aus der A-Jugend in den Seniorenbereich wechselte, kam zum Einsatz.

Mit dem 3:0-Heimsieg klettert Eintracht Trier auf den zweiten Tabellenplatz und verdrängt die SV Elversberg aus den Relegationsplätzen, die im Topspiel gegen Waldhof Mannheim mit 1:0 das Nachsehen hatten. In der kommenden Woche hat die Eintracht zumindest in der Liga spielfrei. Jedoch steht am Sonntag (14 Uhr) das Viertelfinale des Bitburger Rheinlandpokals an. Gegner ist der Oberligist FC Karbach. „Das wird eines der schwersten und wichtigsten Spiele der Saison!“, so Rubeck.

Statistik:

Eintracht Trier: Keilmann – Hollmann, Fiedler, Buchner, Müller – Bidon (57. Kinscher), Spang, Telch, Lienhard – Garnier (77. Masselter) – Gerlinger (63. Hammel)

FK 03 Pirmasens: Kläs – Maurer, Steil, Heinze, Hamann (76. Bier) – Bouzid, Becker (68. Opitz) – Freyer, Reinert, Grimm (57. Buerger) – Auer

Tore: 1:0 (47.) Müller, 2:0 (60.) Telch, 3:0 (91.) Lienhard

Schiedsrichter: Patrik Meisberger

Zuschauer: 2332

// Danke an Alexander Heinen, dem Koordinator für die Medien- und Öffentlichkeitsarbeit der Eintracht Trier

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