Endlich geht’s los: Die Rheinlandliga startet am Wochenende – Vorschau

In der Rheinlandliga beginnt an diesem Wochenende die Spielzeit 2013/2014 - Die Vorschau von 5vier

Von Benedikt Rupp und Florian Schlecht

Am Wochenende startet die Rheinlandliga in die neue Saison. Auch für Mosella Schweich, den FSV Tarforst und den SV Morbach wird es am Wochenende wieder spannend. Die Vorschau von 5vier zum ersten Spieltag – und zu den Vorbereitungen der hiesigen Klubs. Zum Derby zwischen der SG Wittlich und Eintracht Trier II gibt es hier einen ausführlichen Vorbericht.

SG Badem – TuS Mosella Schweich (Samstag, 17 Uhr)

Schweich-Morbach

„Wir sind gut vorbereitet und wollen gut starten.“ Fotos (3): Alexander Heinen

Auch in dieser Saison ist das Ziel der Mosella aus Schweich, die Klasse zu halten. „Unser klares Ziel lautet Klassenerhalt. Wir haben eine Mannschaft, die fast nur aus Spielern der eigenen Jugend besteht. Wir wären natürlich froh, wenn wir die Liga so früh wie möglich halten und es sich nicht bis zum letzten Spieltag hinzieht,“ sagt TuS-Cheftrainer Eric Schröder.

Am Projekt Klassenerhalt dürfen zwei neue Akteure mitwirken. Alexander Schabo wechselte vom Bezirksligisten SG Osburg zur TuS. Von der A-Jugend des FSV Salmrohr konnte man Moritz Lambrecht nach Schweich locken. Beide Neuzugänge haben bereits in der Jugend für die Mosella gekickt. Mit Sebastian Dahm (SV Leiwen-Köwerich) und Philipp Regneri (SV Föhren) verließen zwei Spieler den Verein. Andreas Schneider hat vorübergehend eine Pause eingelegt.

Zum Ende der Vorbereitung hat Schröder noch ein dreitägiges Kurztrainingslager in der Schweiz angesetzt, um den Teamgeist zu stärken. „Wir sind im Großen und Ganzen zufrieden, wie die Vorbereitung verlaufen ist. Es ist wichtig, dass wir durch den Aufenthalt in der Schweiz enger zusammengerückt sind und so mit einem guten Gefühl in die Saison gehen können,“ so Schröder. Allerdings mahnt der Coach davor, die vergangenen Wochen als Gradmesser für die kommende Spielzeit zu sehen. Für Schröder sagt die Testspielphase kaum was aus: „Wir lassen uns jetzt nicht von den guten Dingen der Vorbereitung blenden. Wir wissen, dass das oft nichts zu sagen hat. Erst am Samstag zählt es. Ab da müssen wir zusehen, Punkte zu sammeln und einen guten Start zu erwischen.“ Testspiele bestritt Schweich gegen den SV Mehring I und II (1:3 und 5:1) sowie gegen den SV Föhren (1:0). Außerdem spielte Schröders Truppe gegen CS Grevenmacher (1:3) und Etzella Ettelbrück (1:1).

Richtig ernst wird es aber erst an diesem Wochenende. Am Samstag (17 Uhr) gastiert die TuS Mosella Schweich zum Saisonauftakt bei der SG Badem/Kyllburg. „Badem ist immer ein unangenehmer Gegner,“ meint Schröder mit Blick auf die letzte Saison. „Meiner Kenntnis nach haben sie alle Spieler an Bord und daheim sind sie immer gut. Wir hoffen, dass wir am Ende nicht mit leeren Händen da stehen. Wir sind gut vorbereitet und wollen gut starten,“ so Schröder weiter. Allerdings muss der TuS auf zwei Spieler verzichten. Eugen Keller hat sich gegen den SV Föhren eine Knie- und Fußverletzung zugefügt. Es ist noch unklar, wie lange er ausfallen wird. Ebenfalls nicht dabei ist Mittelfeldakteur Florian Beaudouin, der am Knie lädiert ist.

FSV Trier-Tarforst – SG Bad Breisig (Samstag, 18 Uhr)

Tarforst-EllscheidBeim FSV Trier-Tarforst drehte sich in der Saisonvorbereitung viel um die Eröffnung des neuen Rasenplatzes, welcher schon vor dem Auftakt als „heilig“ bezeichnet wurde. Mit dem fußballerischen Vorlauf auf die neue Saison ist Cheftrainer Patrick Zöllner durchaus zufrieden. „Wir haben unseren Kader im Sommer in der Breite verstärkt. Dadurch ist das Engagement im Training deutlich gestiegen. Das macht die Arbeit für mich natürlich auch leichter,“ meint Zöllner. Der Spielerkader wurde vornehmlich mit jungen Talenten aufgestockt. André Thielen, Jonas Weichert, Nicola Rigoni und Benedikt Decker kamen aus der A-Jugend hoch zur Ersten. Neben den vier jungen Wilden wurden fünf weitere Spieler verpflichtet. Dennis Thon kam von der DJK St. Matthias Trier und Dennis Haas von der U19 des Oberligisten FSV Salmrohr. Der Franzose Raphael Prigent (BSV Roxel), Michael Hassani (SG Pellingen) und Torwart Johannes München (U19 Eintracht Trier) komplettierten den Kader der Tarforster.

Vier Akteure verließen den Klub. Von Michael Wick (SV Gutweiler), Kader Touré und Murat Yalcin trennten sich die Wege. Außerdem wechselte Ex-Kapitän Stefan Castello den Verein. Er verabschiedete sich ins benachbarte Luxemburg (FC Koeppchen Wormeldange). Bernhard Heitkötter wird Castello nun als Spielführer ersetzen. „Berni wurde vom Team mit einstimmiger Mehrheit zum Kapitän gewählt. Das zeigt auch seine Stellung in der Mannschaft. Er wird eine zentrale Position in unserem Spiel einnehmen,“ sagt Zöllner.

In der Vorbereitung bestritt der FSV sechs Spiele über die volle Distanz. Gegen den TuS Mosella Schweich gewann Tarforst mit 4:3, beim luxemburgischen Erstligisten CS Grevenmacher hatte die Zöllner-Elf mit 2:4 das Nachsehen. Zur Saisoneröffnung verlor der FSV 0:4 gegen den FSV Salmrohr. Weitere Testspiele bestritten die Tarforster gegen die luxemburgischen Vereine Etzella Ettelbrück (3:2) und FC Berdenia Berbourg (6:3) sowie gegen die SG Oberweis (6:6). Bei einem Turnier in Hetzerath absolvierte Tarforst zwei Spiele über 45 Minuten: gegen den SV Föhren (2:0) und die SG Lüxem/Wittlich (0:1). „Wir haben in den Testspielen viel durchgemischt. Jeder durfte sich mal beweisen. Auch in der Saison wird jeder Spieler seine Chance erhalten und Einsatzzeit bekommen. Ich habe nun die Qual der Wahl, aber das ist auch gut so“ resümiert Zöllner.

Ein genaues Saisonziel gibt es für den Tarforster Coach nicht. „Schön wär es, wenn wir so schnell wie möglich 40 Punkte sammeln. Ich hoffe wir werden nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Aber weiter oben mitzuspielen wird wohl schwierig werden, weil wir eine sehr junge Mannschaft haben,“ erklärt Zöllner. Zum Saisonauftakt muss der FSV auf Björn Matzat verzichten. Er zog sich in seinem ersten Spiel für Tarforst nach der Winterpause einen Kreuzbandriss zu und wird wohl noch bis Oktober oder November ausfallen. Auch Jonas Reichert und Raphael Prigent (Urlaub) sowie Neuzugang Johannes München (Außenbandverletzung) stehen nicht im Aufgebot.

Tarforst startet am Samstag (18 Uhr) vor heimischer Kulisse gegen den SG Bad Breisig in die neue Runde. Der ehemalige Oberligist wurde in der vergangenen Spielzeit Siebter und lag vier Plätze vor den Tarforstern. „Das letzte Spiel gegen Breisig haben wir mit 1:4 verloren. Damals hatte Jan Rieder drei Treffer gegen uns erzielt. Diesen gilt es einzuengen. Dennoch lege ich nicht nur auf das erste Spiel mein Augenmerk. Die Runde beginnt gleich mit einer englischen Woche. Ich hoffe, wir können aus den ersten drei Spielen mit einer ausgeglichenen Bilanz gehen,“ sagt Zöllner.

SV Morbach – TuS Mayen (Sonntag, 14.30 Uhr)

SVEII-MorbachLange steckte dem SV Morbach in der vergangenen Saison die Abstiegsangst in den Gliedern. Der Gang in die Bezirksliga konnte letztlich vermieden werden. Die Erfahrungen veranlassen Rainer Nalbach aber dazu, bei der Zielsetzung für die nächsten Monate kleinere Brötchen zu backen. „Wir wollen frühzeitig unsere Punkte holen, damit die Mannschaft nicht erneut so etwas durchmacht wie im letzten Jahr. Das ist die Ausgangslage, mit der ich starten will“, sagt der Trainer vor dem Heimspiel gegen den TuS Mayen (Sonntag, 14.30 Uhr).

Die Rückkehr nach Morbach hat Nalbach, der nach zwölf Monaten Auszeit von der Trainertätigkeit an seine alte Wirkungsstätte zurückgekehrt ist, bislang nicht bereut. „Nicht eine tausendstel Sekunde“, lacht er. „Es hat gut getan, einige Zeit nichts zu machen. Aber jeder, der sich schon mal mit der Thematik Fußball beschäftigt hat, weiß um das Suchtpotenzial dahinter. Aber natürlich ist mir bewusst, dass Laune und Stimmung am Ende von den Ergebnissen abhängig sind.“

Was den Kader angeht, hat Morbach mit Ausnahme von Torwart Georg Borschnek (Alemannia Waldalgesheim) keine Stammkraft verloren. Mit Yannick Görgen hat sich in der Vorbereitung ein Talent, das von der U19 des FSV Salmrohr kam, den Platz zwischen den Pfosten erkämpft. Verteidiger Dominik Kranz (Waldalgesheim) und Athmane Guidome (SG Traben-Trabach) gehören dazu bei den 13 Neuzugängen zu den Spielern, die offenbar recht schnell in die Riege der Leistungsträger aufsteigen können. Noch etwas Trainingsrückstand weist Fabrice Schirra (Eintracht Trier) auf, der den Angriff verstärken soll. In den Testspielen zeigte Morbach in Ansätzen schon ansprechende Leistungen: Gegen den SV Mehring gab es ein 0:2, gegen den SC Idar-Oberstein ein 1:1, ein 0:1 gegen den VfB Kirn, gegen Hasborn ein 2:1, gegen die SG Ruwertal ein 1:1, gegen die SG Zell ein 5:1, gegen den VfB Theley ein 3:1 und gegen die SG Osburg ein 1:2.

„Durch das letzte Spiel sind wir vielleicht noch mal etwas auf dem Boden gelandet“, meint der Coach, der gegen Mayen die Devise ausgibt, mutig zu sein. „Mayen ist aber mit Sicherheit Favorit und wird als Aufstiegskandidat hoch gehandelt“, sieht Nalbach seine Spieler in der Außenseiterrolle.

Wittlich ist zurück – und erwartet Trier II zum Derby

Die SG Wittlich fiebert auf das Wochenende hin. Im Jahr 2000 stiegen die Fußballer in die Bezirksliga ab, tauchten lange Zeit ab – und sind nun in die Rheinlandliga zurückgekehrt. Der Saisonauftakt am Sonntag hat es gleich in sich: In Lüxem trifft die Mannschaft von Frank Meeth im Derby auf Eintracht Trier II (14.30 Uhr). Hier geht es zur ausführlichen Vorschau…

 

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Kommentare (1)

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  1. Sven sagt:

    Ein Testspiel wurde vergessen:

    SG Rascheid/Geisfeld – SV Morbach 1:2

    Das war wohl das mit den meisten Zuschauern 😉

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