Erstmals über 30 Millionen Euro Drittmittel eingeworben

Jahresbilanz 2014 der Universität Luxemburg

Die Universität Luxemburg hat ihre Position als international anerkannte Forschungsinstitution im vergangenen Jahr weiter gefestigt. So warb Luxemburgs Universität im Jahr 2014 rund 32 Millionen Euro an Drittmitteln für die Forschung ein und überschritt damit erstmals die 30-Millionen-Marke. Die Studentenzahlen haben sich bei rund 6300 Studierenden aus über 100 Ländern stabilisiert.

Foto: Uni Luxemburg
Foto: Uni Luxemburg

Luxemburg. Die Universität in Luxemburg boomt. Im vergangenen Jahr konnte Alma Mater des Großherzogtums rund 32 Millionen Euro an Drittmitteln für Forschung einsammeln. Laut Universität hätten die Drittmittel damit erstmals die Marke von 30 Millionen Euro überschritten. Mit dem international bekannten Parkinson-Experten Prof. Dr. Rejko Krüger und dem renommierten Computerwissenschaftler Paulo Verissimo konnte die Universität dabei gleich zwei millionenschwere „PEARL“-Professuren des Fonds National de la Recherche (FNR) in einem Jahr einwerben und ihre Forschungsschwerpunkte System-Biomedizin sowie Informatik weiter stärken. Ein weiterer Meilenstein war die Gründung des „„Luxembourg Centre for Educational Assessment“ (LUCET) im Sommer 2014, mit dem die Universität einen wichtigen Beitrag zur Bildungsqualität des Landes liefern will.

360 Forschungsobjekte

Insgesamt liefen im vergangenen Jahr an der Luxemburger Universität rund 360 durch Drittmittel finanzierte Forschungsprojekte, davon 93 von der Europäischen Union finanzierte Projekte. Die Zahl der wissenschaftlichen Veröffentlichungen legte ebenfalls zu und stieg auf 1100 Veröffentlichungen, davon 574 in von Experten geprüften wissenschaftlichen Journalen. Die wissenschaftlichen Publikationen wurden im vergangenen Jahr insgesamt über 65000 Mal vom zentralen Webportal Orbilu.uni.lu, mit dem uni.lu-Forscher die meisten ihrer Arbeiten für jedermann kostenlos einsehbar machen, heruntergeladen und so weltweit nutzbar. Zudem meldete die Universität acht neue Erfindungen erfolgreich zum Patent an. Ebenfalls 2014 wurde ein Start-up zur Vermarktung von Resultaten des Forschungszentrums „SnT“ gegründet. „Als Herz der Wissenschaft ,made in Luxembourg‘ leistet unsere Universität einen wesentlichen Beitrag zur Zukunft des Landes – mit exzellenter Forschung, Technologietransfer in die Wirtschaft und vielfältigen gesellschaftlichen Impulsen – und nicht zuletzt mit qualifizierten Absolventen für die Unternehmen der Region“, so Rektor Rainer Klump.

Zahl der Studierenden konstant an der Universität

Die Studentenzahlen haben sich bei rund 6300 Studierenden aus über 100 Ländern stabilisiert; der Anteil der Luxemburger liegt bei 44 Prozent. Die für die Forschung besonders wichtige Gruppe – rund 1300 Masterstudierende sowie 570 Doktoranden – machen knapp ein Drittel aller Studierenden aus. Insgesamt verlieh die Universität im Jahr 2014 rund 1650 Diplome – darunter 82 Doktortitel – und beschäftigte 1500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Doktoranden mit Arbeitsvertrag eingerechnet. Mit über 730 statt wie zuvor 530 Zimmern machte auch die Zahl der Plätze in Studierendenwohnheimen einen guten Satz nach vorn.

Das vergangene Jahr war an der Universität geprägt vom bevorstehenden Umzug zum zukünftigen Hauptsitz Belval, dem neuen mehrjährigen „Contrat d’Établissement“ mit der Regierung sowie dem Amtswechsel vom scheidenden Rektor Rolf Tarrach zum neuen Rektor Rainer Klump. Wichtigste Vorhaben im laufenden Jahr sind neben dem Auftakt der Lehre in Belval und organisatorischer Weiterentwicklung vor allem der vom neuen Rektor initiierte Strategieprozess.

Der Jahresbericht 2014 gibt es hier in der Rubrik Universität/Offizielle Dokumente heruntergeladen oder kostenlos bestellt werden per E-mail. 

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