Faszination Drachenbootsport

Monkey Jumble - Größtes Langstreckenrennen am 12. Oktober in Saarbrücken

Von Monika Pradelok

Fast einen Monat ist es her, dass das erste Trierer Drachenbootrennen bei uns an der Mosel stattfand (5vier berichtete). Obwohl die Veranstaltung nicht vom schönsten Wetter gesegnet war und eher kurzfristig auf die Beine gestellt wurde, konnten die Initiatoren eine positive Bilanz verbuchen. Nach diesem Einstand in Triers Sportwelt sind die Ziele klar definiert: den Drachensport noch bekannter zu machen. 5vier traf sich mit Marion Hoffmann und Heinz Braun zum Gespräch.

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Drachenbootpaddeln ist nicht nur für aktive Teilnehmer ein faszinierender und spaßiger Sport. Auch Zuschauer haben bei Rennen oder Trainingseinheiten ihre Freude. Es handelt sich hierbei um eine Sportart, die von Jedermann ausgeübt werden kann – ohne Vorerfahrung und umfangreiches Training. In umliegenden Bundesländern erfreut sich der Drachenbootsport großer Beliebtheit und verzeichnet eine wachsende Zahl an Anhängern. Genau dies wünscht sich Marion Hoffmann für ihre Abteilung: die erfolgreiche Etablierung der Drachenbootkultur in Trier.

Der erste Schritt ist getan

Hoffmann und Braun ziehen ein optimistisches Resümee: „Wir haben sehr viel Feedback von Teilnehmern und Anwesenden bekommen“, bemerkt Hoffmann, die in Zusammenarbeit mit der Römerstadt Jugendherberge das erste Trierer Drachenbootrennen in einem kleinen Rahmen auf die Beine stellte (wir berichteten). Die Veranstaltung sollte als eine Art Einführung dienen, um die Trierer mit diesem Wassersport bekannt zu machen. „Das Rennen ist definitiv gut angekommen“, sagt Heinz Braun vom Kanu Club Dillingen. Er begleitet die Abteilung um Marion Hoffmann in unterstützender Funktion – als Steuermann, als Mentor, als Freund. Warum er in Trier aushilft? „Es macht unglaublich viel Spaß hier zu sein“, erklärt er. „Und wenn ich meinen Teil zum Erfolg beitragen kann, umso besser.“ Genau wie Hoffmann ist er der Überzeugung, dass Trier viel Potenzial habe. Die Nähe zur Mosel sei ideal für das Drachenbootpaddeln. Eine zweite Auflage des Rennens ist für nächstes Jahr bereits in Planung, da das Interesse auf jeden Fall da sei.

Doch der Ehrgeiz der beiden Sportler hört hier nicht auf. Ein Sportteam solle auf die Beine gestellt werden, genauso wie eine Kinder-Mannschaft. Das Rennen sollte helfen, den Drachenbootsport in Trier einzuführen und ein „wenig bekannter“ zu machen. „Wir befinden uns nun einmal am Anfang“, räumt Hoffmann ein. Trotzdem konnte ein reger Andrang beim Training verbucht werden.

Monkey Jumble

Obwohl Trier an der Mosel liegt, scheint man den Bezug zu diesem teamorientierten Sport hier noch nicht gefunden zu haben, bedauert Braun. Er ist bereits seit vielen Jahren Drachenbootpaddler mit Leib und Seele. „Bei uns im Saarland ist der Drachenbootsport viel populärer.“ Mannschaften von nah und fern würden angereist kommen, um an Rennen teilzunehmen. So auch am 12. Oktober beim Monkey Jumble in Saarbrücken. „Es ist zur Zeit das größte Langstreckenrennen in Deutschland.“ Zudem sei es die letzte Drachenbootveranstaltung im Jahr vor der Winterpause. 24 Mannschaften gehen bei diesem 12 Kilometer-Rennen an den Start – in vierer-Reihen, die gemeinsam auf der Höhe des Staatstheaters starten. „Einige der stärksten Teams aus Deutschland nehmen hier teil“, erläutert Braun. Neben deutschen Meistern sowie Weltmeistern gesellen sich auch vier Mitglieder der Draco Treverorum hinzu, die zusammen mit den Dillingern in einem Boot sitzen werden. Beide Mannschaften unterstützen sich gegenseitig. Hoffmann und Braun sind sich einig, dass die Gemeinschaft das Schönste am Drachenbootpaddeln sei – egal ob als Team oder als Gegner, man helfe sich untereinander.

„Man muss den Monkey Jumble einfach mal erlebt haben. Es ist das größte, schönste und einzigartigste Langstreckenrennen überhaupt“, schwärmt Braun. Das Rennen sei nicht nur wegen seinem Massenstart spektakulär, welcher mit einem Kanonenschuss eingeläutet wird, sondern habe auch in puncto Spannung viel zu bieten: 3 Wenden und viele Kurven. Zudem tolle Stimmung und nette Leute. Beim Monkey Jumble geht es nicht nur darum, am schnellsten im Ziel zu sein und nur einfach eine Strecke abzufahren.

Ein kleiner Eindruck

Das Rennen beginnt am Samstag um 15 Uhr und endet voraussichtlich um 18 Uhr mit der Siegerehrung. Danach ist die Veranstaltung noch lange nicht zu Ende, denn auf die Zuschauer sowie Teams wartet noch ein musikalisches Programm in der “Piraterie”, das zum Feiern und Plaudern einlädt.

Adresse: Saarwiesen beim Staatstheater (Schillerplatz 1), 66111 Saarbrücken

Weitere Informationen gibt es hier

Wer Lust bekommen hat, sich einmal beim Drachenbootpaddeln auszuprobieren, kann sich bei Marion Hoffmann für einen Schnupperkurs anmelden. Email: drachenboot-trier@gmx.de, Telefon: 0172-6571213

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Kommentare (2)

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  1. Hallo Herr Mahler,
    die Resonanz war so groß, dass es in 2014 ein 2. Trierer Drachenbootrennen geben wird. Der Termin wird voraussichtlich der 30.08.2014 sein. Er steht allerdings noch nicht 100&ig fest.
    Viele Drachengrüße
    Marion Hoffmann
    Rudergesellschaft Trier 1883 e.V.
    Abteilung Drachenboot

  2. Ralph Mahler sagt:

    Ich suchte nach Hotels an der Mosel und fand diesen Beitrag. Da ich im nächsten Jahr wieder an die Mosel komme, wollte ich fragen, ob es wieder ein solches Drachenbootrennen geben wird? Danke 🙂

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