Freizeit: Erstes Trierer Viezfest auf dem Domfreihof

Am Samstag, 25. August feiert das Viezfest Premiere!

Integriert in den Samstagsmarkt auf dem Domfreihof, kann man am Samstag bei musikalischer Untermalung, traditionelle Gerichte der Region mit einem Glas Viez genießen. Verschiedene Viezhersteller aus der Region sind an diesem Tag zu Gast auf dem Domfreihof. Die musikalische Begleitung erfolgt durch den Bänkelsänger Andreas Sittmann und den Pipes ’n‘ Strings, einer Formation, die traditionelle Folkmusik und Werke des Mittelalters, der Renaissance und des Frühbarock zum Besten gibt. Es werden Sitzgarnituren aufgestellt, um den Besuchern eine Pause vom Alltag zu gönnen.

Das Fest ist am Samstag ab 11 Uhr geöffnet und soll etwa bis 22 Uhr gehen.

Weitere Informationen zum Fest  unter: www.trier.com/trierer-viezfest-2012/

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Trier ist Viez – Viez ist Trier

Viez gehört zu Trier und scheint die Stadt an der Mosel ebenso zu kennzeichnen, wie die Porta Nigra oder der Heilige Rock. Insbesondere in der Region Trier gibt es viele Erzeuger des beliebten Getränks, die über die regionalen Grenzen bekannt sind und als Aushängeschild gelten.

Viele Menschen, die nicht dem moselfränkischen Raum entstammen, stehen bei der Bezeichnung Viez allerdings vor einem Rätsel, da der stark säurehaltige Apfel- oder Birnenwein hauptsächlich im westlichen Rheinland-Pfalz und im Saarland als Viez bezeichnet wird. Den Begriff verwendeten hier allerdings bereits die Römer, die eine ausgesprochene Vorliebe für den „Vulgo Viez“ zeigten.

Hergestellt wird das herkömmlich reine Naturprodukt in einem mehrstufigen Verfahren: Ende September werden die Äpfel gelesen und in Rinnen, welche im Boden eingelassen sind, in die Kelterei geschwemmt und gewaschen. Anschließend gelangen die Äpfel in ein Becken und von dort durch ein langes und breites Rohr, den Elevator, in einen Bottich. Im Rohr werden die Äpfel zerstückelt, und fortan als Maische bezeichnet. Während des Gärungsprozesses wird der Zucker im Apfel von der Hefe aufgefressen. Im Laufe von ca. zehn bis 30 Tagen entstehen unter Kühlung der Alkohol und der Viezgeschmack.

Der Fruchtwein wird meist aus einer Mischung verschiedener, möglichst säurehaltiger alter Apfelsorten gekeltert und hat einen Alkoholgehalt von 5,5 bis 7 Prozent. Getrunken wird der Viez meist aus einer „Porz“, einem Trinkkrug aus Porzellan oder Steingut. Dabei verzehren die Deutschen pro Kopf und Jahr 1,5 Liter Viez.

Der Ursprung des Namens Viez ist dagegen nicht eindeutig geklärt – Die Obstexperten halten die Deutung „Vice“ (lateinisch „der Zweite“ als Stellvertreter für „echten“ Wein) als auch die Deutung „Vicerinum“ (lateinisch für Weinersatz) für möglich.

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