Freizeit: Festliche Operngala mit Kammersänger Franz Grundheber

Am 03. Juli findet im Theater Trier eine Operngala der besonderen Art statt. Triers Kammersänger Franz Grundheber ist dann zu Gast im Großen Haus. Los geht’s um 18 Uhr.

Was könnte an einem Sommerabend schöner sein als eine festliche Operngala mit schönen Stimmen zu genießen, zumal wenn als Stargast der – aus Trier-Biewer stammende – weltberühmte Opernsänger Ks. Franz Grundheber für sein Trierer Publikum auf dem Podium des Theaters Trier erscheint.

Außerdem gibt es ein Wiedersehen mit einer Sängerin, die in der umjubelten Oper LAKMÉ von Léo Delibes noch vor kurzem auf der Trierer Bühne in der Titelpartie brillierte: die Sopranistin Adréana Kraschewski mit ihrem atemberaubenden Timbre.

Dazu kommen weitere Publikumslieblinge aus dem Musiktheater-Ensemble: der sonore Bass Pawel Czekala und der lyrische Tenor Svetislav Stojanovic. Musikalisch werden Highlights der Oper von u.a. Giuseppe Verdi, Georges Bizet, Giacomo Puccini, Umberto Giordano, Gaëtano Donizetti und Peter Tschaikowsky aufgeboten. Das Philharmonische Orchester der Stadt steht unter Leitung seines Generalmusikdirektors Victor Puhl.

Franz Grundheber

Franz Grundheber wurde in Trier geboren. Nach Abitur und drei Jahren als Offizier auf Zeit bei der Luftwaffe studierte er an der Indiana University in Bloomington/USA Gesang bei Margaret Harshaw.

1966 verpflichtete ihn Rolf Liebermann an die Hamburgische Staatsoper, der er bis heute in einem permanenten Gastvertrag verbunden blieb und die ihn anlässlich seines 40-jährigen Bühnenjubiläums zum Ehrenmitglied ernannte. Er sang im Repertoire der letzten Saisons Barak, Macbeth, Jago, Scarpia, den Holländer und Simon Boccanegra, mit dem er unter Simone Young einen herausragenden Erfolg hatte. Mit ihr sang er auch 2010 den Gérard in ANDREA CHÉNIER. In Deutschland sang er in letzter Zeit in Dresden Amonasro, Jago und Macbeth und an der Deutschen Oper Berlin Holländer und Scarpia sowie Faninal in Baden-Baden, München und Paris.

Die Wiener Staatsoper, die über viele Jahre der Mittelpunkt seiner künstlerischen Arbeit war, verlieh ihm ebenso wie die Staatsoper Hamburg den Titel Kammersänger. Wozzeck, Orest, Cardillac, Borromeo, Dr. Schön, Guglielmo Wulf / LE VILLI und zuletzt Moses sang er hier seit 1976 in Premieren, dazu das gesamte Repertoire von Rigoletto, Jago, Macbeth, Amonasro, Scarpia, Amfortas, Holländer, Barak, Mandryka und Jochanaan. Die Verträge gehen bis 2012. Auch bei den Salzburger Festspielen sang er Scarpia (unter Herbert von Karajan), Jupiter, Olivier, Orest, Amfortas, Faninal und Sprecher.

In Europa sang er sein Repertoire in Paris vom Palais Garnier, Châtelet bis zur Bastille, in Barcelona (erneut 2010 als Faninal und Schigolch), Madrid (erneut 2009 als Schigolch und 2011 als Moses), Oviedo, Athen, Rom, La Scala (Wozzeck) und Arena di Verona (dort sang er als erster Deutscher Amonasro), Florenz und Turin. Dazu kommen Kopenhagen, Helsinki, Savonlinna, Moskau, Brüssel, Amsterdam und London, wo er an der Covent Garden Opera mit großem Erfolg als Barak, Rigoletto und Simon Boccanegra gastierte.

Neben Los Angeles, San Francisco, Chicago Lyric Opera, Houston, Philadelphia sang er unter anderem Wozzeck und Rigoletto (als erster Deutscher) an der Met New York. Für seinen Simon Boccanegra in Santiago de Chile erhielt er den Kritikerpreis 2001 und sang dort im folgenden Jahr noch den Scarpia.

In der Spielzeit 2002/03 war er bei seinem fünften Japan-Gastspiel in Tokio als Amfortas und bei der Tokyo Opera Nomori als Orest sowie beim Saito Kinen Festival 2005 in Arnold Schönbergs Gurreliedern zu hören.

Neben zahlreichen anderen Einspielungen wurde Franz Grundheber vor allem als Alban Bergs Wozzeck in zwei Aufnahmen unter Claudio Abbado und Daniel Barenboim besonders ausgezeichnet (Prix Georges Till). Mit Olivier, Faninal, Mandryka, Jupiter, Barak und zuletzt unter Semyon Bychkov als Orest hat er fast das gesamte Strauss-Repertoire eingespielt.

Im Konzert- Oratorien- und Liedbereich sang er zahlreiche Konzerte unter Herbert von Karajan, Kurt Masur, Seiji Ozawa, Colin Davis, Giuseppe Sinopoli, Claudio Abbado und Semyon Bychkov, um nur einige zu nennen.

Im August 2008 wurde seine CD Lieder einer Reise in Salzburg vorgestellt.

Stichworte:

Kommentare (0)

Trackback URL | RSS

Antworten

Wir freuen uns über Kommentare und möchten allen Lesern die Möglichkeit geben, kritisch zu den Themen und Artikeln Stellung zu beziehen und ihre Meinung kundzutun. Wir behalten uns das Recht vor, jeden Kommentar vor Veröffentlichung redaktionell zu überprüfen und nur Kommentare freizuschalten, die sich sachlich mit dem Thema des Beitrags beschäftigen.
Spielregeln