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Fische im Aquarium

Glaube, Liebe, Hoffnung_6_bearbeitet

30.04.14 | Am Samstag, den 3. Mai wird das Schauspielstück „Glaube, Liebe, Hoffnung“ von Ödön von Horváth Premiere im Theater Trier haben. 5vier.de Redakteurin Stefanie Braun sprach vorab mit Regisseur Charles Muller, Kostümbildnerin Kathelijne Schaaphok und Hauptdarstellerin Fabienne Elaine Hollwege.

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Freizeit: Trier-West goes West Side – Aber bitte nicht mit leerem Bauch

Während die einen auf der Bühne bei Gesang und Tanz ins Schwitzen kommen, schuften die anderen hinter der Bühne, um für volle Bäuche bei den Zuschauern zu sorgen. Georgs Restaurant bietet als Caterer bei der West Side Story etwas fürs leibliche Wohl. 5vier.de hat mit den Inhabern gesprochen.

„Mein Mann ist leider verhindert,“ entschuldigt Marion Wange, ihren Mann, Inhaber Georg Henke, „er ist heute schon den ganzen Tag in der Bobinethalle wegen des Aufbaus.“Aufbau? Jetzt schon? Immerhin ist es doch noch eine ganze Woche bis zur Premiere der West Side Story in der ehemaligen Bobinethalle. Wie viel kann man denn jetzt schon aufbauen?

Georgs Restaurant Foto: Georgs Restaurant

„Ganz so einfach ist das nicht.“ erklärt Frau Wange. Es sind ja nicht nur Tische und Stühle, die aufgebaut werden müssen und an die wäre im Moment noch gar nicht zu denken. Die Bobinethalle ist immerhin eine seit längerem leerstehende Fabrikhalle, da gibt es für ein Cateringunternehmen wie Georgs Restaurant einiges zu tun. Immerhin braucht eine funktionierende Küche auch zahlreiche Anschlüsse, zudem Zu- und Abflüsse für Wasser, Waschbecken, damit die Köche sich die Hände waschen können. Ein begradigter Boden um darauf laufen und arbeiten zu können darf natürlich auch nicht fehlen. Schließlich muss alles auch noch vom Ordnungsamt abgenommen werden. Ohne Genehmigung läuft eben nichts. Dann müssen noch Spülmaschinen eingebaut werden, Combidämpfer untergebracht werden und Arbeitstische für die Köche. Erst dann kann man anfangen an das restliche Equipment zu denken, wie Kühlschränke, Kühltruhen und die Einrichtung der Küche. Alles noch ganz schön viel Arbeit, vor allem bei laufendem Betrieb des Restaurants und noch anderen Catering-Kunden, die versorgt werden wollen.

„Wir sind ein Catering-Unternehmen,“ betont Marion Wange, „keine Frittenbude.“ Da muss man etwas mehr beachten und alle Schritte müssen geplant und abgesprochen sein. Nicht nur mit den Veranstaltern, die man beliefert. Mit dem Theater hat Georgs Restaurant übrigens schon langjährige Erfahrung durch das Sommerfest im Theater.Im Zuge der ersten Planungen zur West Side Story war der Gedanke von Seiten des Theaters mit dem Catering an Georgs Restaurant heranzutreten wohl schnell gefasst. Georg Henke selbst erzählt später in einem Telefongespräch, dass zum Catering der West Side Story noch wesentlich mehr gehört als nur fürs leibliche Wohl zu sorgen. Trier-West, ein Stadtteil, der eng mit der Geschichte Triers verwoben ist, ist in den letzten Jahren mehr als in Verruf geraten und wirkt nicht gerade anziehend auf viele Trierer und Neu-Trierer. Die Fabrikhallen, die einst, so wie die Bobinethalle, mehrere Hundert Leute beschäftigten, stehen schon lange leer und verschaffen Trier- West ein unwohnliches Flair. Das soll nun anders werden. Im Zuge vieler kommender Änderungen soll sich das Wohngefühl in Triers westlichem Stadtteil wieder heben; eine Wiederbelebung soll stattfinden. Und die Verlegung der West Side Story in eine der Fabrikhallen in Trier West soll einen Anfang bilden. Mit dem Theaterabend und dem dazugehörigen Essen soll ein gelungenes Bild geschaffen werden. Ein rundum schöner Abend, der die Besucher dazu bewegt das Konzept ihren Bekannten und Freunden zu empfehlen. Man soll mit Trier-West eben mehr verbinden als verruchte Gegenden und leerstehende Hallen. Aber dieses Ergebnis steht erstmal am Ende einer Reihe von vorangegangenen Schritten:

„Einer der ersten Schritte, den wir gemacht haben, als das Theater mit dem Catering für die West Side Story an uns herangetreten ist, war sich mit unseren langjährigen Mitarbeiten zusammenzusetzen und einen Plan zu entwickeln.“ Kein Catern ist wie das andere, viele der Mitarbeiter haben lange Jahre Erfahrung in diesem Bereich und können praktische Tipps geben. „Ein weiterer Schritt war, sich Hilfe von Leuten zu holen, die bereits Erfahrungen mit besonderen Locations gemacht haben, wie etwa Willi und Walter Hubor, die schon das Wohnwerk ins Leben gerufen haben.“ Die Gebrüder Hubor tragen durch ihre Mitarbeit ebenfalls zum gelungenen Bild bei, indem sie im Essbereich für eine gemütliche Atmosphäre sorgen. Man braucht Leute, die kreativ sein können und erfahren darin sind Probleme zu lösen.

Aber wie geht es dann weiter nach diesen ersten Schritten, wenn man ein Riesenprojekt wie das Catering in der Bobinethalle angehen möchte? „Wie bei jedem anderen Projekt. Man trifft sich, tauscht sich aus, telefoniert, hält Email-Kontakt. So geht es Schritt für Schritt vorwärts und irgendwann steht’s“, erklärt Wange. Um das eigentliche Menü hat sich aber nur ihr Mann zusammen mit dem Küchenchef gekümmert.

Stimmungsvolles Ambiente Foto: Georgs Restaurant

„Das Menü hat allerdings keinen besonderen Bezug zur West Side Story. Einfach Vorspeise, Hauptgericht und Dessert.“ Die Gerichte sind Tellergerichte, also kein Finger-Food, das man schnell herunterschlingt; es werden Tische und Stühle aufgebaut, an denen man im Sitzen essen kann. „Aber es wird auch Stehtische geben, für die Leute, die gern schnell im Stehen essen wollen.“ Vorbereitet wird nur das Fleisch am Abend vorher. „Es wird vorgebraten, damit es auskühlen kann und wir es am nächsten Tag weiter verarbeiten können. Beilagen, Salat und Gemüse werden nachmittags frisch zubereitet.“ Alles wird im Restaurant fertig gemacht und in Thermoboxen zur Location gefahren, eine logistische Schwierigkeit. „Wir können die Teller erst vor Ort fertigmachen, denn bei einer Vollbremsung in der Innenstadt, wäre der ganze Abend schnell gelaufen.“

Herr Henke hat sich den Ablauf des Abends, nach gelungenem Ankommen, dann wie folgt überlegt: Damit das Essen ein genießerischer Akt ist und nicht zu einem gehetzten Herunterschlingen verkommt, beginnt das Catering an sich mindestens eine Stunde, bevor die Sänger die Bühne betreten. Appetizer, Vorspeise und Hauptgericht werden im Voraus serviert, damit sich der Besucher gesättigt und entspannt dem Schauspiel widmen kann. In der Pause folgen dann kleine Snacks für die Besucher, die kein ganzes Menu wollten plus ein Getränk. Nach der Show folgt dann das Dessert als süßer Abschluss für den Heimweg. Auch hier steht noch mehr im Hintergrund als das stressfreie Genießen von gutem Essen. Das Menu soll erschwinglich sein, auch wenn es vielleicht nicht viel Gewinn bedeutet und so zum gelungenen Abend beitragen. Die Gerichte selbst machen einiges her und sind nicht mal eben so zubereitet, erklärt Henke am Telefon. Sie bilden sozusagen das Sahnehäubchen auf dem West Side Story–Event. Eben eine runde Sache.

Auf die Frage hin, ob Frau Wange die West Side Story selbst einmal genießen wird, schüttelt sie den Kopf, Musicals sind nicht ihre Musikrichtung, sagt sie: „Außerdem werden wir die ganze Zeit zu tun haben, müssen alles vorbereiten, zusehen das Ware nachkommt und dafür sorgen, dass es einen reibungslosen Ablauf geben wird. Da bleibt keine Zeit, um zuzusehen. Die Zufriedenheit der Gäste steht da eben an erster Stelle.“

WEST SIDE STORY MENÜ

Brot und Kräuterquark

Rose vom hausgebeizten Lachs auf Dillsoße,

Geräuchertes Bachforellenfilet aus der Eifel auf Sahnemeerrettich

Gebratenes Gemüse, Melone mit Parmaschinken an buntem Gartensalat mit Paprika-Rosenblüten-Dressing

Gebratene Maispoulardenbrust auf frischen Rahmpfifferlingen, buntem Gemüsepotpourri und Sellerie-Kartoffelpüree mit gerösteten Sonnenblumenkernen

Schokoladenvariation aus zweierlei Schokoladenmousse mit Waldbeeren an Schokoladenganache und Bourbon-Vanilleeis mit Hippengebäck

19,90 € / Person

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