FSV Salmrohr: Der Blick richtet sich wieder nach vorne

Von Florian Schlecht

Der FSV Salmrohr guckt nach der Finalniederlage im Rheinlandpokal wieder in die Zukunft: Ein Großteil der Mannschaft wird auch in der neuen Saison beim Fußball-Oberligisten spielen. Mit Leistungsträgern wie Alexander Adrian und Daniel Schraps sind die Gespräche weit vorangeschritten. Allerdings werden weitere Spieler auch vom Ligarivalen SV Mehring umworben.

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Patrick Klyk: „Ich habe den Spielern gesagt, dass sie Tolles geleistet haben.“

Die Enttäuschung über die Niederlage im Rheinlandpokal-Finale war bei Gustav Schulz und Co. am Freitag verklungen. Im VIP-Raum saß die Mannschaft noch lange zusammen, ehe sie noch in die Trierer Innenstadt ins Lousiana weiterzog. “Um drei, vier Nachts sind die letzten Leute nach Hause gegangen. Zwischenzeitlich waren auch einige Eintracht-Fans da, mit denen wir sogar noch einen getrunken haben. Alles war friedlich“, sagte der Mittelfeldspieler.

Beim FSV Salmrohr überwog mit etwas Abstand eher der Stolz über das Erreichen des Endspiels, auch wenn die Spieler über das deutliche 0:4 gegen Eintracht Trier zunächst schlucken mussten. “Das Ergebnis war ehrlich gesagt etwas zu hoch. Ein 0:2 oder 1:2 hätte auch genügt. Wir hatten auch ein paar Chancen in der ersten Halbzeit”, sagte Schulz. “Aber wir haben das Spiel gut verkraftet. Bei uns lag nicht der Druck, gewinnen zu müssen.”

Bis zum 24. Juni haben die Oberliga-Fußballer nun Pause. Präsident Helmut Meeth, der Sportliche Leiter Friedhelm Rach und Trainer Patrick Klyk werden die Wochen nutzen, um bis dahin einen Kader aufzustellen, der vielleicht wieder angreifen kann. “Wohin der Weg geht, lässt sich aber auch am Personal festmachen”, will Klyk nach der Vizemeisterschaft mit 73 Punkten und über weite Strecken berauschenden Auftritten mit der torgefährlichsten Offensive aber noch keine Zielsetzung ausgeben. “Wir haben zwischendurch überragende Spiele gezeigt und zwölf Siege in Folge gefeiert. Das müssen wir erst einmal wieder so hinkriegen. Zumal andere Mannschaften wie Hauenstein und Pirmasens unter ihren Erwartungen gespielt haben und wieder aufrüsten.”

Mit der Entwicklung in Salmrohr ist Klyk jedoch zufrieden. “Ich habe den Spielern gesagt, dass sie Tolles geleistet haben. Wir hatten zwischendurch eine schwierige Zeit und Unruhe.” Damit meint er die Trennung von Dino Toppmöller in der Hinrunde, wodurch auch das Aufgabenfeld des Trainers erweitert wurde. “Ich habe bis zum Ende der Saison alleine und ohne Co-Trainer gearbeitet. So war es nur selten möglich, im Speziellen auf einzelne Mannschaftsteile einzugehen.” Zukünftig soll Klyk aber wieder ein Assistent zur Seite gestellt werden.

Adrian vor Verbleib, Fragezeichen um Kühne und Hesslein

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Ein Großteil der Mannschaft bleibt in Salmrohr.

Welche Spieler der ehemalige Zweitliga-Profi in wenigen Wochen zur Verfügung hat, ist noch offen. Verträge haben Spieler wie Sebastian Grub, Daniel Ternes, Pascal Meschak, Christian Schroeder, Daniel Petersch und Robin Mertinitz. “Mit Daniel Schraps, Alexander Adrian und Tobias Baier sind wir uns von den Rahmenbedingungen einig. Das müssen wir nur noch schriftlich fixieren”, freut sich Präsident Meeth. Das gilt auch für Markus Bauer.

Dazu kommen mit Bestimmtheit einige Abgänge. Innenverteidiger Julian Hohns zieht es studienbedingt für ein Jahr in die USA. Einige Spieler wie Johannes Kühne oder Andreas Hesslein werden vom Ligakonkurrenten SV Mehring umworben. Das gilt auch für Gustav Schulz, der aber noch bis 2014 in Salmrohr gebunden ist. “Ich kann nur sagen, dass ich noch ein Jahr Vertrag habe”, so der Mittelfeldspieler, der auf Gespräche mit der Vereinsführung in der kommenden Woche verweist. Meeth stört sich daran, dass an Akteuren mit Verträgen gebaggert werde. “Wir müssten mal eine andere Form der Zusammenarbeit diskutieren, bei der wir uns nicht gegenseitig die Spieler abwerben”, fordert er ein.

Eins stellt Meeth klar: Bei Verhandlungen nicht mehr Geld anbieten zu wollen, als der FSV Salmrohr zahlen kann und will. “Wir werden keinen auf ‚Teufel komm raus‘ halten und unseren finanziellen Rahmen sprengen.” Trainer Klyk stimmt da zu. “Ich kann den Präsidenten verstehen, weil er eine Verantwortung für den Verein hat. Wenn Spieler der Meinung sind, dass die angebotenen Möglichkeiten nicht ausreichen, können wir Reisende nicht aufhalten. Man muss aber hervorheben, dass bei uns nie Luftschlösser gebaut werden. Hier werden alle Versprechen gehalten, die Gehälter pünktlich überwiesen. Das ist im Amateurfußball nicht mehr überall der Fall“, betont er.

Die Verantwortlichen sind so zuversichtlich, auch weiterhin einen starken Kader aufbieten zu können. “Die Gespräche mit einigen potenziellen Neuzugängen sind weit vorangeschritten.” Dazu kommt, dass ein großer Stamm des erfolgreichen Kaders dem Verein aus dem 1.500-Einwohner-Dorf ja erhalten bleibt.

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Kommentare (5)

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  1. ballack sagt:

    Großer verlust, dass ich nicht lache, kenn ihn besser als du denkst

  2. karl-peter sagt:

    Kühne weg großer verlust.Hast ihn wohl noch nie spielen sehen.Kopfballstark,Zweikamfstrak und Torgefährlich.
    Sehr guter Spieler.

  3. ballack sagt:

    Kühne nach ettelbrück…
    kein verlust

  4. karl-peter sagt:

    Hallo Trierer,
    wahrscheinlich hat man 80 Punkte in Flensburg gemeint.
    So sin se halt.

  5. trierer sagt:

    Also eins muss ich los werden…..
    Wenn ich im Tv lese, dass die Salmrohrer nächstes Jahr 80 punkte
    Sammeln wollen aiaiai dann muss man echt einen Schatten haben

    Schauen wir mal

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