FSV Trier-Tarforst sagt nach 3 Minuten „Sieg!“

Im Lokal-Derby gegen Schweich war das erste Tor die Sieg-Erklärung

Im Fußball gibt es Stimmungs-Tore, die die treffende Mannschaft motivieren und die betroffene Mannschaft lähmen. Das Tor in der Dritten Minute beim Gastgeber TuS Mosella Schweich – ausgeführt von Lukas Herkenroth – brachte den TSV Trier-Tarfort in eine 0:1 Führung, die bis zum Ende der Nachspielzeit mit einem 1:2 Sieg gehalten wurde.

Trier-Tarforst / Schweich. Am Samstagabend gewann Fußball-Rheinlandligist FSV Trier-Tarforst das insgesamt vierzehnte Lokal-Derby gegen den alten Rivalen aus Schweich verdient mit 1:2. Die Tore seitens der Trierer Höhenkicker markierte Lukas Herkenroth und André Thielen.

Starker Start & ein schnelles Tor

Auch wenn am Ende noch einmal Spannung aufkeimen musste steht fest, der FSV gewann verdient am Schweicher Winzerkeller. Hoch motiviert gingen die Trierer Höhenkicker im Schatten der Weinberge in das brisante Derby. Die Mosella praktisch unter Zugzwang, möchte man nicht noch tiefer in die Abstiegskampf geraten. Tarforst entfachte gleich zum Beginn mächtig Druck. Die Kicker im roten Dress übernahmen das Zepter und spielten die Schweicher schon in den ersten Sekunden der Partie spielbestimmend an die Wand. So ließ auch der erste Jubel nicht lang auf sich warten, als der Tabellenvierte der Rheinlandliga nach bereits drei Minuten dank einem Treffer von Lukas Herkenroth mit 0:1 in Führung ging (3.). Schweich erlebte eine eiskalte Dusche und tat sich auch in den Folgeminuten gegen dominierende Tarforster ziemlich schwer. Weitere Chancen folgten. Fast im Minutentakt versäumten die Trierer Höhenkicker nun einen weiteren Treffer. Erst nach gut einer halben Stunde gab es auch von einer bis dato schlafenden Mosella ein aluminiumhaltiges Lebenszeichen, als man nur die Tarforster Latte traf. Schweich wirkte nun wacher. Spielerisch wollte man dem FSV nun entgegenwirken. Ein, zwei gute Chancen sprangen auch heraus, ein Tor wollte jedoch dank einem stark parierenden Johannes München nicht fallen. Somit ging es mit einer knappen wenn auch verdienten 0:1-Führung in die Halbzeit.

Fast schon wie ein Déjà-vu…

Ähnlich wie im ersten Durchgang – kam der FSV auch nach Wiederanpfiff stark aus der Kabine. Fast schon wie ein Déjà-vu wirkten die ersten Szenen einer noch jungen zweiten Halbzeit. Tarforst entfachte wieder Druck und suchte prompt den schnellen Weg zum Tor. Nach wiederum drei Minuten sogar mit Erfolg. Die magische 3. Minute nach Anpfiff war heute fest in Tarforster Hand. André Thielen markierte das 0:2 und schoss den Winzerkeller ins traurige Schweigen (49.). Der Kampf wurde härter. Gefrustet vom Tarforster Fußball machten die Schweicher nun mit unnötigen Fouls auf sich aufmerksam. Hier eine Grätsche, dort ein Rempler. Das Derby hatte nun die nötige Würze, wie man es kennt und liebt. Sogar die rund 200 Zuschauer beteiligten sich nun auch verbal am Spielgeschehen. Der eine sah ein Elfmeter, der andere eine rote Karte. “Schiri mach die Augen auf“, hörte man nun vermehrt über den Platz schallen. Doch das französische Schiedsrichtergespann machte seine Aufgabe gut. Selten nur den gelben Karton gezückt, ließen sie beide Kontrahenten so einiges gewähren.

Fast der Ausgleich in einer “utopischen“ Nachspielzeit

Große Spannung keimte dann noch einmal mit Ende der regulären Spielzeit auf, als der Schweicher Carsten Reis mit dem 1:2-Anschlusstreffer wieder ein wenig Hoffnung für seine Mosella auflodern ließ (90.). Selbst der Unparteiische spielte den Hausherren in die Karten, als er in Richtung Trainerbank – sechs Minuten Nachspielzeit signalisierte. Die Chance für Schweich – großes Zittern dagegen beim FSV. Der Platzhirsch wollte es nun wissen. Tarforst leicht von der Rolle, hatte in dieser “utopischen“ Nachspielzeit nun so einige Probleme. Schweich roch Lunte, traf jedoch nicht das Tarforster Tor. Entweder flog das runde Leder haarscharf daneben, oder FSV-Keeper Johannes München rettete in letzter Not. Für den FSV waren die sechs Minuten wie eine Ewigkeit. Bloß nicht den Ausgleich kassieren – hoffte man nun auf der Tarforster Bank. Spieler und Trainer konnten nicht mehr hinschauen. Zu groß war die Spannung. Erst als der Franzose an der Pfeife den erlösenden Schlusspfiff ertönen ließ, machte sich Erleichterung breit und setzte Jubel und Euphorie frei. “Auswärtssieg“ skandierte man auf Schweicher Boden. Die Mosella mit gesenktem Haupt – der FSV im Halbkreis jubelnd vereint.

“Eigentlich hat es uns prima in die Karten gespielt, dass wir bereits schon nach dem ersten Angriff das 0:1 erzielen konnten. Uns war natürlich schon im Vorfeld klar gewesen das Schweich bis zur letzten Minute kämpfen wird. Sie haben auch alles reingeworfen bis zum Erlaubten. Von Außen haben sie sehr viel Hektik ins Spiel getragen – aus meiner Sicht auch sehr grenzwertig. Aber darauf waren wir eingestellt. Unterm Strich bin ich aber sehr froh das wir hier einen 1:2-Auswärtssieg verdientermaßen einfahren konnten“, protokolierte Chef-Trainer Patrick Zöllner den Derbysieg.

Weiter geht es für die Trierer Höhenkicker bereits am kommenden Mittwochabend (09. März), wenn man im Nachholspiel um 19:30 Uhr beim Tabellenvorletzten SG Betzdorf gastiert.

SPIEL-INFOS:

So spielte der FSV Trier-Tarforst: München – Hassani – Haubrich – Gorges – Oberhausen – Thielen – Meis – Heitkötter – Herkenroth (85. Bukoshi) – Johann (60. Spruck) – Decker (75. Lay)

Tore: 0:1 (3. Herkenroth) – 0:2 (49. Thielen) – 1:2 (90. Reis)

Zuschauer: 200

// Danke an André Mergener – Pressesprecher des FSV Trier-Tarforst e.V.

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