Gastvortrag zum Thema Einraumwohnung

Gender und Raum

Wenn es um die Einzimmerwohnung geht, soll die gleiche Gestaltung für Männer und Frauen gelten? Anmerkungen zur Geschichte der kleinsten Wohneinheit, 1900-2000.
2016 waren 420 000 Menschen (ohne Geflüchtete) in Deutschland obdachlos, davon 70% männlich und alleinstehend. Wenn Geflüchtete mitgezählt werden, ist diese Zahl mehr als doppelt so groß (SZ v. 15.11.2017).
Im Laufe des vergangenen Jahrhunderts gab es Phasen mit extrem hohem Bedarf an sehr kleinen und besonders kostengünstigen Unterkünften für bestimmte Gruppen der Gesellschaft: für ArbeiterInnen und berufstätige Alleinstehende um 1900, für ledige Frauen nach dem Ersten Weltkrieg, für sowohl junge, verwitwete als auch ältere alleinstehende Frauen nach dem Zweiten Weltkrieg und ab den 1970er Jahren für die wachsende Gruppe alleinerziehender Mütter.
Der Vortrag bietet einen Überblick über diese Geschichte unter besonderer Berücksichtigung der Kategorien Klasse, Geschlecht und Alter.
Abschließend soll die die Frage nach der Gestaltung der begehrten Kleinwohnungen gestellt werden: Welche Rolle spielt es, wenn die fehlenden Einzelappartements im Umfang von fast einer Million für überwiegend männliche Nutzer geplant werden sollen?
Die Gleichstellungsbeauftragten der HS Trier und der Universität Trier laden herzlich ein.
24. Januar 2018 16-18 Uhr
Universität Trier, B20
Prof. Dr.-Ing. Mary Pepchinski, HTW Dresden, Gastprof. der HS Mainz

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