Gemeinsame Grabung der Uni Trier und der LMU München

Studenten in Morbach erfolgreich

Etwa 3000 archäologische Funde haben Studierende der Universität Trier und der Ludwig Maximilians-Universität (LMU) München auf einem Feld bei Morbach im Hunsrück gemacht. Das Gelände südlich der Hunsrückhöhenstraße gehörte zur antiken Siedlung Belginum. Die Verteilung der Funde scheint vorhergehende geophysikalische Untersuchungen zu bestätigen. Sie hatten ergeben, dass die Siedlung erheblich größer war als zuvor angenommen.

Das Areal auf der Gemarkung von Hundheim, Gemeinde Morbach, war wegen Straßenbaumaßnahmen bereits 2014 geomagnetisch untersucht worden. Ein Magnetogramm ließ die Fortsetzung der Siedlung Richtung Westen und die Anordnung der Parzellen und der Langhäuser mit zur Straße gelagertem Kellerraum deutlich erkennen.

Eine Feldbegehung und Einmessung des Fundmaterials erbrachte ohne Ausgrabungen erste Erkenntnisse zu dem Fundplatz. Schon nach der ersten Begehung war das etwa ein Hektar große Feld mit Fund-Tüten übersät. Zu den knapp 3000 Überresten kamen etwa 180 fünf Mal fünf Meter große Quadranten mit jeweils Dutzenden von Funden, die ebenfalls eingemessen wurden.

Der Großteil der Funde stammt aus römischer Zeit. Überwiegend sind es Reste von Baukeramik (Dachziegel, Ziegel und Bodenplatten), aber auch zahlreiche Dachschiefer-Fragmente mit Nagellöchern. Anders als bei früheren Begehungen fanden die Studierenden auch eine größere Menge an datierbarer Keramik sowie Glas.

An der interdisziplinären Lehrveranstaltung nahmen elf Studierende der Universität Trier aus den Fächern Klassische Archäologie und Geowissenschaften teil. Sie wurden betreut durch Dr. Rosemarie Cordie, Dr. Rebecca Retzlaff und Dr. Johannes Stoffels. Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Teegen begleitete die sieben Studierenden der Ludwig Maximilians-Universität München in den Hunsrück. Das umfangreiche Material wird im Rahmen von Bachelorarbeiten an der LMU München bearbeitet.

Foto: W.-R. Teegen

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