Gewalt gegen Frauen in Trier

Die Ungehorsame

Gewalt gegen Frauen ist ein Dauerthema. Auch hier in Trier. Am 11. März findet diesbezüglich ein Programm zum internationalen Frauentag statt. Eine Kooperation des Trierer Frauennotrufs und des Broadwaykinos in Trier.

Trier / Die Welt. Im Rahmen des Programms zum internationalen Frauentag präsentiert die Trierer Frauenbeauftragte Angelika Winter am Freitag, 11. März, 20 Uhr, im Broadway-Kino (Paulinstraße) den SAT-1-Fernsehfilm „Die Ungehorsame“ in Kooperation mit dem Trierer Frauennotruf.  Der Film setzt sich mit häuslicher Gewalt am Beispiel von Leonie auseinander, die ihren Mann Alexander erstochen hat. Vor dem Prozess versucht ihre Anwältin herauszufinden, ob es Mord oder Notwehr war. Der Eintritt ist frei, die Besucher werden um eine Spende für den Verein „Solidarität, Intervention, Engagement für von Gewalt betroffene Frauen und Mädchen“ (S.I.E.) gebeten. Er ist Träger des Frauennotrufs, der Interventionsstelle und des internationalen Frauengartens.

Seit den sexuellen Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht in Köln wird Gewalt an Frauen wieder vermehrt diskutiert. Allerdings ist Gewalt an Frauen nichts Neues und geschieht, so Winter, ohne dass darüber berichtet wird. „Sexualisierte Gewalt gab und gibt es in allen Gesellschaftsschichten und Kulturen in Deutschland. Sie stellt noch immer ein großes Problem dar. Rechte Populisten spielen sich, zurzeit gerne als Frauenrechtler auf und ,islamisieren‘ die Problematik der sexualisierten Gewalt“, betont Winter. Dem setzten viele engagierte Feministen die Kampagne „Gegen sexualisierte Gewalt und Rassismus (http://ausnahmslos.org). Sie stehe unter anderem für die Stärkung der Beratungsstellen und Frauenhäuser sowie für Gesetzesänderungen zu Vergewaltigungen und sexuellen Belästigungen. „Das Tabuthema häusliche Gewalt muss gebrochen werden. Es ist kein privates, sondern ein gesellschaftliches Problem, das bekämpft werden muss. Beratungseinrichtungen und Frauenhäuser leisten unentbehrliche Hilfe für Betroffene. Aber sie sind keine Lösung des eigentlichen Problems. Das große Ziel ist natürlich, dass sie nicht mehr gebraucht werden. Um dies zu erreichen, ist, eine offene, kritische und differenzierte Debatte über sexualisierte und häusliche Gewalt dringend nötig“, betont Angelika Winter in ihrer Einladung.

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