Gladiators schlagen die RheinStars Köln souverän

Nächstes Spitzenteam kann in der Arena nichts holen

Wieder ein Spitzenteam zu Gast und wieder ein Heimsieg. Die RÖMERSTROM Gladiators Trier besiegen die RheinStars Köln am Samstagabend in der Arena Trier mit 79:58. Es war der fünfte Sieg in Folge in eigener Halle mit einem überragenden Anton Shoutvin, der mit 21 Punkte Top-Scorer des Abends war.

Auch wenn die letzten beiden Spiele tolle Heimsiege gegen den jeweiligen Tabellenersten war, Marco van den Berg legte sich auf der Pressekonferenz nach dem Spiel gegen die RheinStars aus Köln fest: „Ich glaube wir haben heute das beste Spiel der bisherigen Saison gezeigt. Intensiv in der Verteidigung und mit den richtigen Entscheidungen in der Offensive.“ Zuvor hatte seine Mannschaft in einem souveränen Spiel vor über 3000 Zuschauern in der Arena Trier die Rheinländer verdient besiegt. Doch dem Niederländer ging es dabei nicht nur um die Punkte, sondern vor allem um die Art und Weise. Doch von vorne.

Die Kölner kamen zunächst besser ins Spiel. Vor allem Keith Ramsey und Lukas Wank waren zu Beginn von der Trierer Defense kaum zu stoppen. Wank erzielte im ersten Viertel acht Punkte und war mit drei Assists an weiteren beteiligt. Doch nicht nur dank ihm war es ein starker Auftakt für die Gäste. Sollte die Euphorie der letzten beiden Heimspiele also nun gegen die Rheinländer verblassen? Köln spielte ein gutes erstes Viertel und hielt die RÖMERSTROM Gladiators zumeist auf Distanz. Mit 16:21 aus der Sicht der Gastgeber ging es in die Viertelpause.

Im zweiten Spielabschnitt wurde das Spiel der Moselstädter besser. Offensiv fielen nun die Bälle, vor allem Johannes Joos, Jermaine Bucknor und Simon Schmitz übernahmen nun Scoring-Verantwortung. Auch defensiv fanden die Gladiatoren deutlich besseren Zugriff. Immer wieder zwangen sie die RheinStars mit schnellen Händen zu Turnover oder verhinderten den freien Wurf. Bis zur Pause trafen die Gäste nur 22 % von der Dreierlinie. Zu wenig um bei einer heimstarken Trierer Mannschaft zu bestehen. Denn die zogen das Tempo jetzt an. Vor allem Johannes Joos war in dieser Phase stark. Sowohl im Rebound, als auch im Post zeigte der Center gute Entscheidungen. Zusammen mit wichtigen Dreiern von Schmitz und Bucknor gelang es den Trierern das Spiel zu drehen. Mit einer verdienten Pausenführung von 38:35 ging es in die Kabine.

Nach der Halbzeit zeigte sich ein ähnliches Bild. Die RÖMERSTROM Gladiators blieben bissig in der Defense, im Rebound stark und spielten tollen Teambasketball. Davon zeugten auch die 24 Assists am Ende des Spiels – ganz stark vor allem Thomas Grün, der nicht nur im ersten Viertel mit einem krachenden Dunk die Halle aufweckte, sondern auch mit sechs Assists seine Teamkameraden immer wieder überzeugend einsetzte. Ein starkes Spiel des Luxemburger. Bereits kurz nach dem Seitenwechsel musste Gäste Coach Denis Wucherer die erste Auszeit nehmen. Seine Kölner zeigten sich unaufmerksam und ließen so einfache Trierer Punkte zu. Vorne wollten im Gegenzug vor allem die Dreier nicht fallen. Lediglich 19 % Trefferquote im dritten Spielabschnitt und eine gute Verteidigung der Gladiatoren brachten Köln in den Vierteln zwei und drei 14 und 13 Punkte ein. Zu wenig, vor allem weil bei den RÖMERSTROM Gladiators jetzt Shoutvin, Joos, Schmitz und Bucknor bereits mehr als zehn Punkte erzielt hatten. Mit einem verdienten 57:48 ging es deshalb in den entscheidenden Spielabschnitt.

Dort ließen die Moselstädter nichts mehr anbrennen. Köln traf weiter schlecht. Bei den Trierern fielen die Dreier im Gegensatz hochprozentig (43 %). Und einer drehte nun auf: Anton Shoutvin. Der Israeli zeigte tolle Floater und auch von draußen war der Big Man gefährlich (3/3 Dreier). Shoutvin erzielte 11 Punkte im letzten Viertel und damit die Hälfte der Trierer Punkte in diesem Abschnitt insgesamt. Die Defense der RÖMERSTROM Gladiators stand darüber hinaus weiter stark. Einzig Kölns Neuzugang Ante Gospic zeigte nochmal ein kurzes Aufbäumen. Doch die Gladiatoren hielten den Heimsieg am Ende souverän fest. Mit einem deutlichen 79:58 besiegten sie auch den nächsten Gegner aus der Spitzengruppe.

Die RÖMERSTROM Gladiators Trier gewinnen damit ihr fünftes Heimspiel in Folge und haben jetzt den sechsten Tabellenplatz inne. Als nächstes müssen die Gladiatoren am kommenden Wochenende auswärts gegen die Baunach Young Pikes ran und erwarten dann am 03. Februar 2018 Paderborn zum nächsten Spiel in der Arena Trier.

Stimme:

Marco van den Berg: „Wir haben ein wirklich gutes Spiel meiner Mannschaft gesehen. Ich bin zufrieden. Vor allem mit dem Teamplay. Wir haben die Euphorie aus dem letzten Spiel mitgenommen und wieder vor einer tollen Kulisse ein Spitzenteam geschlagen. Darauf wollen wir aufbauen und unser Ziel, die Playoffs, erreichen“.

Statistik:

Kyle Dranginis (3), Kevin Smit (5), Jermaine Bucknor (15), Rupert Hennen. Lucien Schmikale, Simon Schmitz (14), Thomas Grün (2), Stefan Ilzhöfer, Johannes Joos (14), Robert Nortmann (5), Anton Shoutvin (21).

Foto: Photogroove

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