Gladiators triumphieren in der „Blauen Hölle“

Mit einem 67:76 (38:33) endet die Begegnung in Gotha

Im letzten Viertel zeigten die Gladiators, dass der momentan noch bestehende mittlere Tabellenplatz in der 2. Basketball Bundesliga ProA verbessert werden kann. Allerdings sollte der Trierer Trainer Marco van den Berg seine Mannschaft vielleicht von Anfang an wachrütteln. Denn nur so lassen sich Sicherheiten ausbauen und Fast-Siege wie in den Spielen gegen Jena und Vechta vermeiden.

Trier / Gotha. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und einem überragenden Kampfgeist gewannen die Gladiators Trier am 12. Spieltag der laufenden ProA-Saison mit 67:76 (38:33) gegen die OeTTINGER Rockets aus Gotha.

Am 12. Spieltag musste Gladiators-Headcoach Marco van den Berg aufgrund muskulärer Probleme auf Kilian Dietz verzichten und startete deshalb mit Kevin Smit, Brandon Spearman, Sebastian Herrera, Dwayne Evans und Jack Eggleston in das erste Viertel. Bereits nach wenigen Augenblicken führten die Gastgeber durch Treffer von einem an diesem Abend bestens aufgelegten Delvon Johnson mit 4:0. Doch von der bereits früh hochkochenden Stimmung in der „Blauen Hölle“ ließen sich die Trierer nicht aus dem Konzept bringen. Immer wieder kamen sie durch gut ausgespielte Offenses und starke Würfe jenseits der Dreierlinie an die Rockets heran. Mit einem einer Führung von 6 Punkten und einem Spielstand von 23:17 ging das Team von Heimcoach Chris Ensminger in die erste Spielpause.

Im zweiten Spielabschnitt zeigten die Gladiatoren phasenweise ihre ganze Klasse: Nach einem Korbleger von Joseph Lawson zum 25:17 legten die Moselaner einen 7:0-Lauf zum zwischenzeitlichen 24:25 hin und überzeugten sowohl in der Defensive, als auch in der Offensive durch eine Vielzahl von Rebounds. Vor allem Dwayne Evans, Brandon Spearman und Benedikt Breiling landeten im zweiten Viertel ein ums andere Mal wichtige Punkte. Bis zur Halbzeitpause kamen die beiden Amerikaner auf jeweils 10 Punkte und 5 Rebounds – kein anderer Akteur auf dem Feld war zu diesem Zeitpunkt besser. Nach einigen leichten Ballverlusten bauten die Gastgeber ihre Führung jedoch wieder aus und gingen mit einem 38:33-Vorsprung in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel erwischten zunächst die Rockets den besseren Start und zogen zwischenzeitlich bis auf 8 Punkte davon. Wieder war es Delvon Johnson, der mit seinem unwiderstehlichen Zug zum Korb das Team der Hausherren anführte. Doch durch eine kämpferisch ganz starke Leistung kamen die Trierer ein weiteres Mal auf 5 Punkte heran und so notierten die Statistiker ein 53:48 vor dem letzten Viertel für die Rockets.

Vor den letzten zehn Minuten rüttelte van den Berg seine Schützlinge noch einmal lautstark wach und schaffte es, seine Mannschaft entscheidend zu motivieren. Denn: Mit einem sage und schreibe 10:0-Lauf starteten die Gladiators in den abschließenden Spielabschnitt. Durch eine geschlossene Mannschaftsleistung beim Rebounding und wichtigen Dreiern von Brenedikt Breiling und Dwayne Evans, stand bei einer verbleibenden Spielzeit von 5 Minuten ein 53:58 aus Sicht der Thüringer auf der Uhr. Die Trierer hatten die Hausherren nervös gemacht. Das hatten auch die Heimfans bemerkt und peitschten ihre Mannschaft nun mit einer unglaublichen Lautstärke nach vorne. Doch so nah die Rockets auch an Trier heran kamen, die Moselaner wussten sich immer wieder zu wehren. Allen voran Dwayne Evans zeigte sein volles Können und spielte ein „überragendes letztes Viertel“, wie Marco van den Berg nach dem Spiel sagte.
Am Ende ließen sich die Gladiators, die durch eine geschlossene Mannschaftsleistung und einen unfassbaren Siegeswillen überzeugten, den Erfolg nicht mehr nehmen und gewannen mit 67:76 beim Tabellendritten aus Gotha.

Jack Eggleston nach dem Spiel: „Das war ein unglaublich wichtiger Sieg heute. Hier zu bestehen ist wirklich nicht einfach, aber wir haben heute eine richtig starke Teamleistung gezeigt. Ein Kompliment geht aber auch an Gotha. Der Verein, die Fans und die Halle sind der Hammer. Die Organisatoren haben sich sehr gut um uns gekümmert. Wir haben es genossen vor dieser Kulisse zu spielen.“

Scoring:

Dwayne Evans (23 Punkte/10 Rebounds), Brandon Spearman (21/7), Benedikt Breiling (12/4), Jack Eggleston (9/3), Kevin Smit (5/1), Sebastian Herrera (3/0), Marian Dahlem (3/0), Tim Weber (0/1), Luca Breu (0/0), Rupert Hennen (0/1)

#// Danke an Stefan Kölbel, Pressesprecher der Gladiators Trier

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