Gladiators verlieren das dritte Spiel gegen Heidelberg

Rückstand in der Arena ausgleiche

Das dritte Spiel in den Playoffs der ProA zwischen den Gladiators Trier und den Academics Heidelberg endete am Samstagabend mit einem Sieg für Heidelberg.Die Heidelberger führen in der Viertelfinalserie mit 2:1 und können nun im vierten Spiel der Runde in Trier die nächste Runde perfekt machen.

Matchball in der Arena

Heidelberg/Trier. Die Gladiators Trier haben am Samstagabend das dritte Spiel der Viertelfinalserie gegen die Academics Heidelberg mit 91:80 verloren. Damit stehen die Gladiatoren vor dem zweiten Heimspiel unter Druck, den ersten Matchball in den Playoffs abzuwehren.
„Wir sehen uns dann am Mittwoch, weil wir am Montag Spiel 4 für uns entscheiden“. Fast hätte man meinen können, dass Triers Headcoach Marco van den Berg auf der Pressekonferenz nach dem dritten Playoffspiel zwischen seinen Gladiators Trier und den MLP Academics Heidelberg nicht wirklich unzufrieden war. Doch der Eindruck täuschte. Immer wieder machte der Niederländer seinem Ärger während der laufenden Partie an der Seitenlinie Luft und redete lautstark auf sein Team ein. Doch es half nichts.

Starker Seiferth beschäftigt Gladiators

Heidelberg begann stark. Vor allem Martin Seiferth war von Beginn an hellwach. Der Center, der nach Spiel zweivon seinem Trainer noch kritisiert worden war, erzielte schnell einfache Punkte. Trier war hingegen zu Beginn vor allem damit beschäftigt, sich dem Tempo der Academics anzupassen. Vor allem Thomas Grün kam in einigen Szenen zu spät und war schnell mit zwei Fouls belastet, was den Headcoach der Gladiatoren zu frühen wechseln zwang. Die Gastgeber zeigten vor allem am defensiven Ende des Parketts eine deutlich verbesserte Leistung im Vergleich zu Spiel 2. Doch insgesamt wirkte die Partie im ersten Spielabschnitt wenig geordnet. Beide Mannschaften versuchten von Beginn an ihr Glück zu erzwingen, was zu teils hektischen Szenen auf dem Parkett führte. Im ersten Viertel verzeichneten die Teams zusammen 13 Turnover. Vor allem Trier wirkte unkonzentriert und gab viel zu oft den Ball her. Folgerichtig führten die Akademiker nach der ersten Viertelpause mit 20:17.

Gladiators bewiesen Moral

Auch im zweiten Spielabschnitt änderte sich an der Hektik im Spiel nicht viel. Zwar konnten die Gladiators die Partie ähnlich wie in Spiel eins offen gestalten, doch immer wieder schlichen sich einfache und leichte Fehler ein. Zu oft wirkten die Gladiatoren so, als wollten sie mit dem Kopf durch die defensive Wand der Heidelberger, die sich vor allem im Rebound und in der Verteidigung in der Zone verbessert zeigten. Zwar konnte Trier durch eine hohe Freiwurfquote Heidelberg in Schlagdistanz halten, doch das Momentum lag klar auf Seiten der Gastgeber. Spätestens als zunächst Martin Seiferth den Ball krachend per Dunk durch die Reuse bugsierte und im Anschluss der starke Evan McGaughey per Dreier auf eine 13 Punkte-Führung für sein Team stellte, schien die Partie sehr einseitig zu werden. Doch die Gladiators wären nicht die Gladiatoren, wenn sie nicht vor der Halbzeit nochmal zurückkommen könnten. Und so kam es. Vor allem Simon Schmitz war es nun, der Verantwortung übernahm und dafür sorgte, dass es zur Halbzeit nur 44:42 für die Akademiker stand.

Nach der Pause jedoch drehte Heidelberg auf. Vor allem Shooting Guard Shy Ely war jetzt Dreh- und Angelpunkt des Spiels der Kurpfälzer. Immer wieder traf der Amerikaner seine unnachahmlichen Dreier mit Hand im Gesicht. Im Gegenzug verlegten die Gladiators selbst einfachste Bälle. Der Korb der Heidelberger wirkte wie vernagelt. Sinnbildlich stand dafür eine Szene: Während auf der einen Seite Kevin Smit den unverteidigten Layup nicht traf, konnte Heidelbergs Point Guard Niklas Würzner auf der anderen Seite mit einem Dunk ein krachendes Statement setzen. Das brachte nun auch die Halle ins Spiel, die mit 1300 Zuschauern voll besetzt und laut war. Heidelberg führte vor dem letzten Viertel mit 68:59.

Konsequente Gastgeber

Wer dann im letzten Spielabschnitt auf ein Comeback der Gladiators Trier gehofft hatte, wurde eines besseren belehrt. Die Academics zeigten sich einfach konsequenter, sowohl offensiv als auch defensiv. Zwar konnte Trier, zum Beispiel durch Jermaine Bucknor, der am Ende des Spiels mit Lucien Schmikale Top-Scorer auf Seiten der Gäste war, immer mal wieder einen Dreier einstreuen, doch am Ende waren die Kurpfälzer selbstsicher und trafen nun auch die schwierigen Würfe, sodass zum Schluss die Academics das Feld verdient mit 91:80 als Sieger verließen.
Nun stehen die Gladiators erneut unter Druck und sind am Montag in Spiel in der heimischen Arena Trier zum Siegen verdammt. Dies soll vor allem mit der Unterstützung der Heimkulisse geschafft werden. Sprungball zur Partie ist um 20:00 Uhr. Tickets gibt es an allen Ticket Regional Vorverkaufsstellen, online unter www.römerstrom-gladiators.de/tickets und am Montag bis 14 Uhr in der Geschäftsstelle der Gladiators.

Marco van den Berg sagte nach der Partie, dass seine Mannschaft „verdient gegen eine starke Heidelberger Mannschaft verloren hat.“ Seine Jungs zeigen auswärts nicht das Herz was nötig sei, um etwas Zählbares mitzunehmen. Hinzu komme, dass Frenki Ignjatovic seine Jungs exzellent eingestellt habe. „Es ist noch nichts verloren. Die Serie ist weiter extrem spannend und ausgeglichen. Wir werden am Montag Spiel vier für uns entscheiden und dann wird es am Mittwoch darauf ankommen, dass wir im Entscheidungsspiel die nötige Schärfe mitbringen.“

Die erste Partie in der Arena war zeitgleich das zweite Spiel in dieser Serie. Die Gladiators konnten die Runde durch eine starke Leistung ausgleichen (5vier.de berichtete hier: Gladiatoren erkämpfen weiteres Heimspiel). Diese Heimstärke wird auch in der vierten Partie nötig sein, um eine Entscheidungsspiel zu erzwingen. (red/jr)

Statistik
Justin Alston (12), Kyle Dranginis (3), Kevin Smit (2), Jermaine Bucknor (16), Rupert Hennen, Lucien Schmikale (16), Simon Schmitz (13), Thomas Grün, Luka Buntic, Johannes Joos (9), Robert Nortmann (4), Anton Shoutvin (5).

 

Titelfoto: Gladiators Trier

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