GOLDMANN Dolphins Trier vor Wochen der Wahrheit

Für die GOLDMANN Dolphins Trier stehen mit den nächsten drei Saisonspielen die Wochen der Wahrheit an. Mit dem Heimspiel gegen das Oettinger RSB Team Thüringen (Samstag, 19.30 Uhr, Sporthalle Mäusheckerweg, Trier) und den beiden folgenden Auswärtspartien in Wetzlar und Frankfurt wird sich zeigen, inwieweit die Chancen für die Trierer auf das Erreichen der Play-Off-Spiele in dieser Saison weiterhin Bestand haben werden.

Aber Schritt für Schritt gilt es hier aus Sicht der Trierer zu vollziehen, wenn sich auch die Ausgangslage nach dem letzten Spieltag für die Dolphins sogar noch verbessert hat. Zwei Punkte vor Mitkonkurrent Hamburg (5.), plus die Option des besseren Vergleichs, sowie vier Punkte vor dem letztjährigen Vizemeister Mainhatten Skywheelers (6.) aus Frankfurt zeigen, in diesem Jahr könnte es endlich mit der langersehnten, erstmaligen Play-Off-Teilnahme für den Trierer Bundesligisten in der RBBL klappen.

Aber noch stehen mehr als schwere Aufgaben an, die bewältigt werden müssen. Im Topspiel des 12. Spieltages der RBBL empfangen die Trier Dolphins so am kommenden Samstagabend den punktgleichen Tabellendritten aus Thüringen, das Oettinger RSB-Team.

Eine mehr als schwere Aufgabe für die Gastgeber, zählen die Thüringer doch seit ihrem Erstliga-Aufstieg vor drei Jahren mittlerweile zu den Top-Teams der Liga. Und schaut man sich die Aufstellung der Thüringer genauer an, reiht sich hier ein international hoch anerkannter Spieler an den anderen. Ob der baumlange Center und Scharfschütze Aliaksandr Holouski, der schwedische All-Star der letzten EM Joakim Linden, der US-Amerikaner Taz Capasso, als Spielmacher des Teams, der Pole Marcin Balcerowski (einer der besten Lowpointer weltweit) oder die beiden pfeilschnellen Flügelspieler Teemu Partanen (Finnland) sowie Jens-Eike Albrecht, der mit dem deutschen Junioren-Team erst im September letzten Jahres sich die WM-Krone aufsetzen durfte.

Dies musste sogar Liga-Krösus RSV Lahn-Dill am letzten Wochenende in Wetzlar erfahren, als man den Überflieger der Liga bis in die Schlussminuten hinein am Rande einer Niederlage hatte. Das allein zeigt schon, wie schwer die Aufgabe für das Team von Spielertrainer Dirk Passiwan am Samstag werden wird.

Die Euphorie im Umfeld der Dolphins ist augenblicklich riesengroß, angetrieben vom Dolphins-Fan-Club erleben die Trierer zur Zeit eine bisher noch nie dagewesene Unterstützung ihrer Anhänger, die in dieser Saison selbst bei den meisten Auswärtsspielen ihr Team lautstark unterstützen, wie jüngst in Köln beim wichtigen Auswärtssieg. Und auch für Samstag erhoffen sich die Verantwortlichen des Vereins eine neue Rekordkulisse am Mäusheckerweg.

Dabei bietet der Verein ein zusätzliches Bonbon für alle Fans an: die Aktion 3 statt 2, will heißen, wer am Samstag mit mehreren Personen zum Spiel der Dolphins kommt, bezahlt nur 2 Tickets für 3 Personen.

Von dieser Euphorie im Umfeld will sich allerdings das Team selbst nicht anstecken lassen, Spielertrainer Dirk Passiwan: „Wir sind stolz auf das bisher Erreichte und denken ganz gezielt nur von Spiel zu Spiel. Wir sind uns der Schwere der Aufgabe am Samstag bewusst, haben allerdings auch soviel Selbstvertrauen in den letzten Wochen getankt, dass wir versuchen werden, alles abzurufen, was unser Team zu leisten imstande ist. Dann werden wir sehen, was machbar ist. Für Teams wie der Gast am Samstag sind die Play-Off-Teilnahme Pflicht, für uns ist es ein großes Ziel, aber es bricht auch nicht gleich eine Welt zusammen, sollten wir dieses Ziel auch dieses Jahr wieder nicht erreichen.“

Zumindest im Hinspiel Anfang Oktober letzten Jahres lieferten die Trierer bereits in Elxleben bei Erfurt dem favorisierten Team lange Zeit einen offenen Schlagabtausch. Leider allerdings nur bis zum Anfang des letzten Spielviertels: fünf schwache Minuten besiegelten dann eine 77:60-Niederlage. „Das darf uns am Samstag nicht wieder passieren“, fordert Dirk Passiwan, der allerdings unter der Woche nicht seinen kompletten Kader zur Verfügung hatte.

Die am letzten Wochenende in Köln überragend aufspielende Janet McLachlan (13/13 Würfe aus dem Feld!) sowie ihre Landsmännin Tracey Ferguson weilten bei der kanadischen Nationalmannschaft beim diesjährigen Selection-Camp in Las Vegas und treffen erst am Freitagabend wieder in Trier ein. Zudem konnte Spielmacherin Diana Dadzite, der zudem ein Wiedersehen mit ihrem alten Team bevorsteht, nur bedingt aufgrund einer Nacken-/Schulterverletzung trainieren, ihr Einsatz für Samstag scheint aber nicht gefährdet.

Wie bereits in dieser Saison schon mehrmals praktiziert, wird Coach Passiwan am Samstag auch wieder einen der drei talentierten Dolphins-Juniorenspieler/innen, als Anerkennung ihrer bisherigen Leistungen, mit in den Kader des Bundesligisten nehmen – diesmal wird so Junioren-Nationalspielerin Valeska Finger mit im Team sein und erste Bundesliga-Luft schnuppern können.

Goldmann Dolphins Trier (Aufgebot): Dadzite, Ewertz, Finger, Jassman, McLachlan, Passiwan, Podnieks, Saunders, Schmitz und Won

Bericht: Goldmann Dolphins Trier – Pressestelle; Foto: Sandra Wagner

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