Hallenturnier: U19 von Eintracht Trier ist Premierensieger in Osburg

Von Florian Schlecht

Die A-Jugend von Eintracht Trier gehört zu den Hallenkönigen der Saison 2012/13. Beim „Sport-Fleck-Super-Cup“ in Osburg gewannen die Talente das Finale gegen den SV Leiwen mit 4:2.

Die U19 von Eintracht Trier siegte in Osburg.

Jugendtrainer sind meistens vorsichtig, wenn es um Lobeshymnen auf ihre Mannschaften geht. Sprechen sie aber voller Begeisterung von ihren Jungs, dann können sie sicher beim Wort genommen werden. Das darf auch für Niki Wagner gelten, der die U19 von Eintracht Trier trainiert. Nach dem 4:2-Sieg im Finale des Sport-Fleck-Supercups in Osburg gegen den SV Leiwen strahlte der Coach über die Entwicklung seiner Spieler, bei denen er seit Monaten beharrlich die Einstellung und den Teamgeist lobt. „Wie wir uns in den letzten beiden Spielen gesteigert haben, zeigt mir, dass die Mannschaft immer gewinnen will. Ob Freundschaftsspiele, Liga, Pokal oder in der Halle“, staunte er nicht schlecht. „Diese Truppe ist eine gute Werbung für Eintracht Trier.“

Tatsächlich eroberten die Talente besonders am Finaltag die Herzen vieler Zuschauer in der Hochwaldhalle in Osburg, die vor Monaten für 3,8 Millionen Euro gebaut wurde und erstmals großen Budenzauber in der Region bot. Nach einer durchwachsenen Vorrunde, in der sich Trier nur aufgrund des besseren Torverhältnisses gegenüber der TuS Reinsfeld durchsetzte, kamen die Regionalligakicker langsam in Schwung. In der Zwischenrunde ließen sie Lokalmatador SG Osburg knapp hinter sich.

Trier besiegt Morbach, Leiwen kegelt Badem raus

Im Halbfinale stand dann das packende Spiel gegen den Rheinlandligisten SV Morbach an, der jüngst erst den Veltins-Cup in Schweich gewonnen hatte und bei dem Florian Galle mit zehn Turniertreffern wieder zu den torgefährlichsten Spielern gehörte. Bis 80 Sekunden vor dem Ende stand es 0:0. Dann staubte Matti Fiedler einen Pfostenschuss von Albutrin Aliu ab. Florian Knöppel, der fliegende Torwart von Morbach, verpasste kurz darauf den Ausgleich durch einen Aluminiumtreffer. Im Gegenzug entschied Marc Inhestern den Krimi mit einem langen Befreiungsschlag, bei dem Knöppel den Ball nicht richtig stoppen konnte und diesen so zum 2:0 über die Linie lenkte.

Im Finale wartete der Bezirksligist aus Leiwen, der seine Hallenform des Winters bestätigte und in der Vorschlussrunde überraschend die SG Badem/Kyllburg aus dem Turnier kegelte. Hans Schulz, Timo Toppmöller und Kevin Lex brachten den überlegenen Außenseiter deutlich in Führung, der Anschluss durch Julian Hennig gefährdete den Einzug ins Endspiel nicht mehr. Badem landete schließlich durch ein 4:2 im Neunmeterschießen gegen Morbach auf Platz drei und verbuchte mit Mike Schwandt (16 Treffer) den Torschützenkönig des Abends in seinen Reihen.

Das Endspiel war eine Achterbahn der Gefühle. Leiwen lag durch Nico Toppmöller schnell vorne und konnte auch den Ausgleich durch Robin Garnier nach einem Eigentor von Fiedler kontern. Dann aber setzte die Eintracht mit ihrer Technik die entscheidenden Ausrufezeichen. Erneut Garnier und ein Doppelpack von Kevin Heinz, der ab dem Sommer bereits einen Vertrag für die Regionalliga-Herren unterschrieben hat, ballerten den Turniersieg heraus.

„Ein echter Bonus und echt cool“

Johannes München erhielt gar noch die Auszeichnung zum „Torwart des Turniers“. „Das ist ein echter Bonus und echt cool“, freute sich der 19-Jährige, der über seinen Heimatort Butzweiler und die Station FC Bitburg im Sommer in Trier landete. Für die Hallendominanz der Junioren, die auch beim Lebenshilfe-Turnier in Konz Anfang Januar siegten, hatte er eine Erklärung. „Wir haben sehr kontrollierten Fußball gespielt, wenig hohe Bälle.“ Das Geld, immerhin 2.000 Euro bei dem höchstdotierten Hallenwettkampf der Region, wird zu großen Teilen für eine Mannschaftsfahrt im Sommer gespart. Das galt auch für Finalist Leiwen, wo Hans Schulz traurig war, trotz der Aussichten auf eine volle Kasse für den geplanten Mallorca-Trip. „Die Leistung war okay, in den letzten Jahren haben wir in der Halle nie was gerissen. Wir hatten gegen Trier ein bisschen Pech, der Freistoß zu einem Tor und die Zeitstrafe gegen Toppmöller mussten nicht unbedingt gepfiffen werden.“ Schwer zu verkraften war auch der Ausfall von Leistungsträger Sven Simon, bei dem der Verdacht auf Kahnbeinbruch besteht.

Einen Teil des Gewinns spendeten die Erstplatzierten an die „Kicker gegen Krebs“, die das Geld an das Beratungszentrum Trier der Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz weiterleiten. Auch Gastgeber Osburg gab 500 Euro dazu. Die Fußballer mit vielen ehemaligen namhaften Akteuren aus der Region verpassten in der Zwischenrunde nur knapp das Weiterkommen. Organisator Michael Höllen war zufrieden mit der ersten Ausrichtung. „Das Teilnehmerfeld war klasse, fast alle Mannschaften waren mit ihren Topspielern da.“ Der einzige Wermutstropfen: „Ein paar Zuschauer mehr hätten es sein können.“ 650 Besucher waren es an drei Tagen. „Aber das hängt sicher auch mit dem Wetter zusammen.“ Auch Sponsor Stefan Fleck zeigte sich beeindruckt von der Premiere eines Cups, der in den nächsten Jahren zum festen Bestandteil des Hallenkalenders werden soll. Eine noch attraktivere Ausgestaltung schloss Höllen dabei nicht aus. „Wir sind ebenso für Mannschaften offen, die oberhalb der Rheinlandliga spielen.“

Am Rande des Turniers wurden von SG Osburg noch zwei Neuzugänge bekannt gegeben. Matthias Moosmann, der zuletzt zwei Jahre nicht gespielt hat, verstärkt das Mittelfeld. Can Ipek wechselt vom VfL Rheinbach zur Mannschaft von Dieter Lauterbach.

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Kommentare (9)

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  1. hallo zusammen, als langjähriges eintrachtmitglied,hoffe ich ,das dies ein einmaliger ausrutscherwar, die spielabsagegegen homburgich,war heute sonntag , den 24.03.2013im moselstadion und habe mir denplatz einmal genau angesehen,sollte es weiter frierenund regnen, können wir das spiel gegen mannheimnachmeiner meinung vergessen ,deshalb sollte bereits eine platzkommision am 26.03.2013 den platz begehen, dann kannmanabsehen,wie siehst aus ,der platz braucht dringend sonne und trokenheit,damit er sich erholt als optimist sehe ichimmer noch einen religationsplatz für unsere eintracht

  2. Osburger sagt:

    Man muss doch mal ganz klar sagen, dass das Turnier zum allerersten Mal stattgefunden hat! Dass dann nicht alles glatt läuft, ist doch ganz normal!

    Ich glaube nicht, dass der Veltins-Cup oder das Turnier in Hermeskeil von Anfang an ohne Probleme abgelaufen ist.

    Beim nächsten Mal wird man sich die Kritik mit Sicherheit zu Herzen nehmen und die (wirklich geringen) Probleme beiseite schaffen!

  3. Sven sagt:

    Das hat ja nichts mit der Veranstalung zu tun, die außer der Leinwand, soweit gut organisiert war…
    Kann vielleicht auch sein, dass es irgendwo im Anmeldeformular drauf stand. Ist trotzdem ein bisschen seltsam Geld von Mannschaften zu verlangen, um dort mitzuspielen. Dann hätte man auch das Preisgeld ein bisschen runter setzen können.

  4. Zuschauer sagt:

    Das Startgeld der Manschaften wurde wahrscheinlich genauso festgelegt wie der Eintrittspreis.
    Im Vorbericht auf dieser Seite stand folgender Satz geschrieben:
    Der Eintritt ist an allen Turniertagen frei…..

    Ich musste Eintritt bezahlen.

    Die Beschilderung zur Halle war schlecht, bis gar nicht vorhanden und das „Etwas“ von Leinwand mehr als peinlich. Nur mit viel Fantasie konnte man einen Teil der Sponsoren wahrnehmen.
    Desweiteren konnte ich nichts mir den unkontrollierten Einspielern der Musik anfangen, was von dem Geschehen auf dem Fussballfeld ablenkte.

  5. Hans sagt:

    Dann liegts wohl evtl. an der Kommunikation zwischen den Empfängern der Einladung und den gemeldeten Mannschaften. Naja beim nächsten Mal werden dann wohl ein paar weniger „unterklassige Mannschaften“ melden, was ja auch ok ist da diese Mannschaften kaum eine Chance auf den Titel haben werden. So wird das Turnier halt noch ein bißchen hochklassiger.

  6. hallo zusammen!

    als 2. vorsitzender des ausrichtenden FSV osburg möchte ich hier nur kurz mitteilen, dass allen Mannschaften das Startgeld bekannt war…Die Einladungen mittels email beinhalteten ein anmeldeformular für die interessierten mannschaften..und auf diesem war das startgeld klar vermerkt..also hatte jede mannschaft die sich angemeldet hat davon kenntnis erlangt…wäre das startgeld ein problem gewesen hätten nicht so viele zugesagt…
    ich finde es schade dass eine solche rundum gelungene veranstaltung auf ein solches thema reduziert wird…

    mit sportlichen grüßen

    michael höllen

  7. SVE- Beobachter sagt:

    Das ist doch für einen guten Zweck…
    Ich denke, dass jeder Verein dann 30€ verschmerzen kann oder nicht?!

    An dieser Stelle möchte ich nicht nur die U19 von der Eintracht loben, sondern auch ganz besonders wieder einmal die U23.
    Die Jungs haben am Samstag in Mehring ein Testspiel bestritten, welches 0:0 endete.
    Dabei haben sie weklich eine ansprechende Leistung gezeigt. Die Offensive hatte es nicht ganz so einfach und tat sich gerade in Halbzeit 1 schwer gute Chancen herauszuspielen. Mehring hatte kaum Chancen, was man auch am Eckenverhältnis von ca. 10:2 für die U23 gut erkennen konnte.
    Besonders die Defensive um die Innenverteidigung Braun / Balota stand wieder sehr gut.

    Dino Toppmöller und gerade sein Bruder Tommy verzweifelten immer wieder an dem jungen Braun, (der in der Liga meist Linksverteidiger) spielte und am „Ersatzkapitän“ Balota. Die Brüder Mohsmann machten ihre Aufgabe auf den Außenverteidigerpositionen mit gutem Stellungsspiel auch sehr ordentlich.

    Insgesamt muss man sagen, dass es ein gerechtes 0:0 war, auch wenn ich die Eintacht U23 etwas stärker befand.

    Ich freue mich schon auf die Rückrunde, da wird man bestimmt noch einige schöne Auftritte „der jungen Wilden“ sehen.

    Liebe Grüße
    SVE- Beobachter

  8. Hans sagt:

    Nein, ich glaube dies war definitiv nicht allen Mannschaften bekannt. Fand ich auch eine seltsame Vorgehensweise, dann kann man ja „großzügig“ 500eur an die Kicker gegen Krebs spenden wenn man von 20 Mansnchaften je 30eur Startgeld nimmt…

  9. Sven sagt:

    An dieser Stelle kann man auch erwähnen, dass jede Mannschaft 30 EUR Startgeld bezahlen durften. Das ist eher unüblich … Und ob das jeder Mannschaft bewusst war ?!? So viel zum Thema Preisgeld !

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