Handball: Das Pech gepachtet – Miezen scheitern knapp gegen Blomberg

28:30 (13:16) gegen den Favoriten HSG Blomberg-Lippe

Die Bundesligahandballerinnen der DJK/MJC Trier hatten wiedereinmal die Hand an den Punkten – und gingen am Ende doch wieder leer aus.

In einer bis zur letzten Minute spannenden Partie unterlagen die Triererinnen am Mittwochabend letztlich mit 28:30 (13:16) gegen den Favoriten HSG Blomberg-Lippe und bleiben so auch nach fünf Saisonspielen weiter punktlos. Dabei hätte Trier heute Zählbares verdient gehabt.

Es begann besser als es im Spiel gegen Bietigheim aufgehört hatte – und es wurde ein packender Handballkrimi in einer stimmungsvollen Arena Trier, bei der fast alle Anwesenden voll auf ihre Kosten kamen. Bis auf die Trierer Mannschaft zumindest, denn für die Miezen hätte heute ein Punktgewinn die Wendemarke nach einem schlechten Saisonstart sein können. Doch wie bereits in den Heimspielen gegen Bensheim und Leverkusen, waren die Gäste am Ende schlichtweg glücklicher. Den Miezen fehlten bei unentschiedenem Spielstand in den letzten 120 Sekunden wieder einmal das nötige Quäntchen Glück – die Hürde zum Sieg scheint in diesen Momenten einfach unüberwindbar.

Dabei zeigte Trier wie schon gegen Leverkusen eine gute Leistung. Besonders die Außenpositionen mit Megane Vallet und Marti Pilmayer spielten stark auf, ebenso wie die wieder zu alten Kräften genesene Katrin Schneider auf der Rückraum-Mitte. Solic traf fünf, Spielertrainerin Cabeza drei und der ebenfalls weitgehend genesene Neuzugang Kroyer zwei Mal. Trier steigerte sich nach anfänglichem Vier-Tore Rückstand über die Halbzeitpause hinweg kontinuierlich und kam in der 45. Spielminute zum verdienten 21:21-Ausgleich durch Silvia Solic. Kopf an Kopf ging es fortan weiter, doch Trier gelang es nicht in Führung zu gehen. Für beide Parteien hätte dies wohl mental die Waage zugunsten der Miezen neigen lassen.

Am Ende bleibt Trier punktlos zurück – wieder einmal gut gekämpft, das Publikum nach der schwachen Vorstellung gegen Bietigheim zurückerobert und prinzipiell auch vom eigenen Potenzial überzeugt – doch bei allem Gewicht ist dies für die Akteurinnen heute Abend nur ein schwacher Trost. Was erneut nur bleibt, ist der Blick nach vorne und die damit einhergehende Gewissheit, dass mit fünf von 32 Spielen erst gut 15% der Saison vorüber sind. Es bleibt also noch Zeit, den gordischen Knoten zu lösen.

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