Helden spielen anders!

FSV Trier-Tarforst verliert Derby gegen Schweich

Patrick Zöllner, Cheftrainer des FSV Trier-Tarforst, wird mit dem Training nochmal bei null anfangen müssen. Denn das Tarforster Bestreben, den Ball in das Gegnerische Tor zu bringen, war in der Rheinlandligapartie am Samstagabend zwar vorhanden, doch wo das Tor steht, schien den Höhenkickern nicht so bewusst zu sein. Folge: Im Lokal-Derby zuhause gegen TuS Mosella Schweich unterlag Tarforst knapp mit 0:1. Für die Zöllner-Elf war es bereits die dritte Niederlage in Folge.

Trier-Tarforst. Der FSV Trier-Tarforst hatte eine Menge an Torchancen, doch ging der Ball über die gesamte Spieldauer nicht in dieses 7,23 mal 2,44 Meter messende Tor. Folgerichtig konnte so auch kein Erfolg für die Mannschaft aus dem Trierer Höhenstadtteil herausspringen. Das goldene Tor erzielte der Schweicher Markus Oltmanns in der 20. Minute.

Das Tor steht nicht im Nachbargrundstück, hatten sich wohl zahlreiche Zuschauer zugeraunt, als in der zweiten Hälfte ein Tarforster Torschuss-Versuch sogar über den hochgezogenen Zaun ging.

Vielleicht muss man die Auslegung des verlorenen Spiels ganz anders betrachten. Zumindest im Schatten des letzten Heimspiel-Derbys gegen Schweich, das im April mit 4:0 von der Tarforster Mannschaft klar und deutlich gewonnen wurde. Mit einem kleinen Hinweis an alle „uns fehlen Kasel und Weinrich“-Nostalgiker: Im April traf zwar ein Tor Patrik Kasel, die anderen drei Tore kamen von Thorsten Oberhausen, Fabian Hamm und Dennis Thon. Fabian Hamm saß am 29. August mit der Nummer 24 auf der Bank und Dennis Thon war mit der Nummer 20 auf dem Feld.

Problem der Rollenverteilung

„Sie denken zu viel und spielen nicht einfach Fußball“ hörte man von den Tarforster Fans immer wieder. Dagegen schrie der Schweicher Trainer Dirk Fengler nicht nur einmal sein motivierendes „fang endlich mal an Fußball zu spielen“. Beachtet man die Statur der Schweicher Spieler, so könnten sie auch in einem Basketballteam unterkommen.

Das Tarforster Problem ist jedoch vielfältig. Da scheint die Abwehr – aus einer möglichen Angst vor dem gegnerischen Tor – aus 10 Spielern zu bestehen. Der Angriff scheint allerdings zu vergessen, dass er nicht zur Abwehr aufgestellt wurde. – So konnte der Schweicher Torwart Marcel Simon zum Teil bis ans Mittelfeld vorlaufen!

So ist die „Aggressions-Ausbeute“ dann auch mit sieben gelben Karten in der zweiten Hälfte „human“ verlaufen. Analytisch könnte man sagen: Die Schweicher hatten Glück. Markus Oltmanns Treffer machte an diesem Samstagabend den Unterschied. Ansonsten spielten beide Mannschaften etwa gleichstark.

Der 5vier.de-Film zeigt das Schweicher Tor (von unserer Position am gegnerischen Tor) und lässt die Trainer Patrick Zöllner und Dirk Fengler zu Wort kommen.

 

Foto/Video: C. Maisenbacher

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