Horrorerlebnis und doppelter Einbruch in Prüm

Osteuropäer brechen in Jugendzimmer ein

Wie in einem Gruselfilm brachen Osteuropäer in Prüm in das Zimmer eines Jugendlichen ein und drohten ihm. Außerdem ereignete sich ein weiterer Einbruch. Die Polizei sieht Zusammenhänge.

Trier/Prüm. Gleich zweimal sind unbekannte Täter am späten Samstagabend, den 24. Oktober 2015, in der Zeit von 20 Uhr bis 0.30 Uhr, in Wohnhäuser im Prüm eingebrochen.

Das Opfer der ersten Tat verließe sein Anwesen im Kiefernweg gegen 20 Uhr und stellte den Einbruch nach seiner Rückkehr um 0.30 Uhr fest. Hier waren die Täter durch das Aufhebeln eines Schlafzimmerfensters in das freistehende Haus eingedrungen und hatten es auf Bargeld abgesehen. Dazu hatten sie in sämtlichen Räumen Schränke und Behältnisse durchwühlt. Hier konnten sie unerkannt mit ihrer Beute entkommen.

Einbruch Prüm Text

Mit einem gehörigen Schrecken davon kam der Bewohner eines Anwesens in der Wenzelbachstraße. Gegen 21.15 Uhr klingelte es an der Haustür. Der 17-jährige Sohn der Hausbesitzer, der sich als einziger im Haus befand und sich in seinem Zimmer aufhielt, öffnete jedoch nicht.

Wenige Minuten später vernahm er, wie ein Fenster aufgehebelt wurde und sich Einbrecher Zutritt ins Haus verschafften. Der Jugendliche schloss sich daraufhin in seinem Zimmer ein und alarmierte die Polizei.

Währenddessen durchsuchten die Täter das gesamte Haus und brachen auch das verschlossene Jugendzimmer auf. Hier entdeckten sie den 17-Jährigen und bedeuteten ihm mit Nachdruck, sich still zu verhalten. Hierbei sprachen sie nur wenige Worte in einem osteuropäischen Akzent. In der Zwischenzeit setzten die Einbrecher die Suche nach Beute im Haus fort.

Scheinbar wurden die Täter, der Geschädigte geht von mindestens drei Männern aus, durch einen vierten außerhalb des Hauses vor der herannahenden Polizei gewarnt. Ohne ihre bis dahin bereitgelegte Beute mitzunehmen, verließen sie fluchtartig das Anwesen. Die kurz darauf eintreffende Polizei konnte die Täter im Rahmen der sofort eingeleiteten Fahndung leider nicht mehr aufspüren.

Einen der Täter beschreibt der Geschädigte als relativ jungen Mann mit kurzen Haaren und heller Haut. Er trug während der Tatausführung Handschuhe. Da es sich um mindestens drei bis vier Täter gehandelt haben dürfte, müssten diese mit einem in Tatortnähe abgestellten Fahrzeug unterwegs gewesen sein.

Die Polizei geht davon aus, dass zwischen den beiden Taten einen Zusammenhang besteht.

Die Kriminaldirektion Trier hat die Ermittlungen übernommen und bittet Zeugen, sich unter der Telefonnummer 0651/9779-2132 bzw. 2290 oder per E-Mail: kdtrier.wohnungseinbruch@polizei.rlp.de mit der Polizei in Verbindung zu setzen.

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