Hygiene und Infektionsschutz – Mutterhaus ist Vorreiter in der Region

Im Trierer Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen wurden 42 Hygienebeauftragten aus den ärztlichen und pflegerischen Berufen Zertifikate verliehen. Während die Ärzte schon seit Jahren ausgebildet werden, geht das Klinikum Mutterhaus als einziges Haus in der Großregion bei der Schulung der Pflegenden neue Wege. Ziel ist es, die Übertragung von Krankheitserregern auf einfache Weise zu vermeiden.

„Wir begrüßen uns mit einem Lächeln und verzichten auf das Händeschütteln.“ Der Text auf den flächendeckend ausgehängten grünen Plakaten im Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen wird begleitet von einer freundlich schauenden Krankenschwester, die den Patienten herzlich anlächelt. Ab sofort verzichten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Trierer Klinikums Mutterhaus der Borromäerinnen auf das übliche Händeschütteln. „Die Idee von unserem Chefarzt der Kinder- und Jugendmedizin, PD Dr. Wolfgang Thomas, ist hier im Haus sofort auf große Resonanz gestoßen“, berichtet der Ärztliche Direktor Dr. Oliver Kunitz. „Zusammen mit unseren beiden etablierten Hygienefachkräften, dem Direktorium, der Pflegedirektion und der Abteilung Kommunikation, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit haben wir die Übergabe der Zertifikate an unsere Mitarbeiter zum Anlass genommen, die Aktion zu starten.“

Bereits seit Jahren sind zehn Ärzte im Klinikum Mutterhaus besonders ausgebildet, Hygienestandards umzusetzen und darin zu schulen. Fünf Mediziner sind aktuell ausgebildete KISS-Ärzte, das heißt, sie arbeiten mit dem Krankenhaus Infektions Surveillance System (KISS) in Zusammenarbeit mit dem Nationalen Referenzzentrum in Berlin. In einer einwöchigen Fortbildung wurden nun zusätzlich 32 Mitarbeiter aus der Pflege zu Hygienebeauftragten ausgebildet, eine Innovation nicht nur für Trier, sondern für die gesamte Region. „Die beiden hauptverantwortlichen Hygienefachkräfte Peter Leonards und Petra Zimmer werden nun im Haus an den wesentlichen Stellen tatkräftig unterstützt. Das ist besonders wichtig im Hinblick auf weltweit steigende Fälle von Erkrankung durch Coronaviren oder die Vogelgrippe“, so Dr. Harald Michels, Leiter des Gesundheitsamtes der Stadt Trier. „Damit ist das Klinikum Mutterhaus führend und erfüllt selbstverständlich auch die Anforderungen des Robert Koch-Instituts sowie der Landeshygieneverordnung Rheinland-Pfalz.“

Ganz praktisch werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter selbst regelmäßig geschult und tauschen sich auch gezielt untereinander aus. „Alle relevanten Neuerungen aus dem Bereich Hygiene und Infektionsschutz werden sofort weiter gegeben und gelangen so auch in täglichen Teamsitzungen und Übergaben an jeden einzelnen Mitarbeiter“, so Peter Leonards.

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