Im Derby ist es für die Trierer Miezen passiert

Gegen die Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern gelang der vierte Saison-Sieg

„Im Derby kann alles passieren“, meinte die Miezen-Trainerin Cristina Cabeza [unser Bericht ] und sie hatte recht. Mit einem 31:25 für die als Gäste angereisten Miezen ging gegen die Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern die Hoffnungssonne wieder auf. – Die Trierer Handballerinnen liegen nur noch neun Punkte in neun anstehenden Spielen vor dem rettenden Ufer.

Trier / Koblenz.
Die Miezen sie leben noch und wie: Nach einem souveränen und nie gefährdeten 31:25-Derbysieg gegen die Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern ist die Hoffnung zurückgekehrt. Zum rettenden Ufer sind es bei noch neun ausstehenden Partien neun Punkte, der Sieg im Derby dürfte aber neues Selbstvertrauen geben. Erfahrung im Abstiegskampf haben die Moselanerinnen reichlich. Vorstand Jürgen Brech ist stolz auf die Mannschaft. Eine Mentaltrainerin hat entscheidenden Anteil am ersten Auswärtssieg.

Die Trierer Bundesliga-Handballerinnen haben sich in der 2. Bundesliga eindrucksvoll zurückgemeldet und hegen nach dem 31:25 (16:10)-Sieg gegen die Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern neue Hoffnung im Abstiegskampf. Neben der Mannschaft vergaß MJC-Vorstand Jürgen Brech nach dem ersten Auswärtssieg der Saison auch das Team hinter dem Team nicht. „Ich bin heute sehr, sehr stolz, nicht nur auf die Mädels, auch auf das Team dahinter“, so Brech und ergänzte: „“Wir haben in den vergangenen Wochen viel für Körper und Kopf getan, es hat sich heute ausgezeichnet.“

Abstiegskampf spielt sich bekanntlich im Kopf ab und so ließen die Trierer Verantwortlichen in den letzten Wochen nichts unversucht und holten mit Miriam Moll eine Mentaltrainerin an Bord. Ob die Einheiten mit Moll letztlich zum ersten Auswärtssieg seit April 2015 führten, sei dahingestellt, sie „waren aber wesentlicher Bestandteil der vergangenen Trainingswochen“ und so belohnten sich die Moselstädterinnen ausgerechnet im Derby und vielleicht (noch) nicht zu spät.

In der Conlog Arena präsentierte sich der Tabellenletzte von der ersten Minute an wild entschlossen und zwang Koblenz Trainer Caslav Dincic nach sieben Minuten zum ersten Time Out. Die Miezen hatten bereits fünf Mal eingenetzt, den Gastgeberinnen gelang lediglich ein Treffer. Die Auszeit zeigte auf Seiten der Vulkan-Ladies zunächst Wirkung, beim 5:5 (13.) gelang der Ausgleich, beide Teams waren nun drin in dieser Partie. Die Mannschaft von Trainerin Cristina Cabeza ließ sich an diesem Nachmittag allerdings nicht beirren und „war viel besser als der Gegner.“

Mit einem weiteren 5:1-Zwischenspurt sicherten sich die Moselanerinnen eine komfortable 16:10-Halbzeitführung, die vor allem aufgrund einer aggressiv spielenden Defensive zustande kam. In der Offensive erwischte der Rückraum mit Linsey Houben, Lucia Weibelova sowie der Ex-Koblenzerin Caroline Thomas einen guten Tag – das Trio erzielte am Ende zusammen 21 Treffer, fast so viele wie die gesamte Koblenzer Mannschaft.

In Halbzeit zwei hatte die Cabeza-Sieben lediglich eine brenzlige Situation zu überstehen, beim 24:20 (49.) hatten die Gastgeberinnen drei schnelle Treffer in Folge erzielt und waren noch mal dran. Die Miezen hatten aber auch hier die passende Antwort parat, sorgten durch Andrea Czanik sowie Judith Derbach für eine beruhigende Sechs-Tore-Führung (26:20/50.). Diesen Vorsprung ließ man sich bis zum Ende nicht mehr nehmen, am Ende ging auch die Höhe des Sieges in Ordnung, in der Cabeza jeder einzelnen Spielerin „einen guten Job“ attestierte. Die Spanierin mahnte angesichts von neun Punkten Rückstand aber auch zu Demut: „Wir haben heute von Anfang bis Ende sehr gut gespielt, aber wir müssen in jedem Spiel weiter kämpfen, genauso auftreten und so fokussiert sein.“

Denn trotz des doppelten Punktgewinns bleiben die Moselanerinnen vorerst auf dem letzten Tabellenplatz, liegen bei noch neun ausstehenden Partien neun Zähler hinter dem rettenden Ufer. Am kommenden Samstag (19.30 Uhr) können die Miezen mit einem Sieg gegen Main-Bretzenheim die rote Laterne abgeben. Es ist das nächste Endspiel um das „Unmögliche vielleicht doch noch möglich zu machen.“ Selbstvertrauen dürften die Miezen in jedem Fall getankt haben.

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