Im Mittelpunkt Triers – Die Ausstellung „Stadtbild“

Vernissage zur neuen Ausstellung der BÜHNE

„Stadtbild“ heißt die neue Ausstellung von Alexander Harry Morrison, die seit Montag in der BÜHNE (Südallee/Ecke Saarstraße) zu sehen ist. Am Donnerstag, 19. Dezember, wurde sie im Rahmen einer Vernissage offiziell eröffnet. Sie löst die Installation „Kunst im Vorbeiziehen“ von Maria Steinmann ab.

Der Künstler vor seinem 'Stadtbild'. Foto: 5vier.de
Der Künstler vor seinem ‚Stadtbild‘. Foto: 5vier.de

„Wo Trier drauf steht, muss auch Trier drin sein“ – so Alexander Harry Morrison über die Anregung zu seiner aktuellen Ausstellung. Denn was die BÜHNE bis zum 16. Februar präsentiert, ist Trier pur. Oder mit den Worten des Künstlers „ein Stadtrundgang auf neun Metern“.

Und nicht nur das. Ausstellungsort ist kein geringerer als der Mittelpunkt Triers. Das sagt nicht nur Morrison, sondern auch Google Maps. Denn an diese Stelle deute der Pfeil der Suchmaschine, der „Trier“ auf der Karte lokalisiert.

Die Stadt in der Stadt

Wer Trier kennt, wird auf den Zeichnungen, Gemälden und Drucken, die im ehemaligen Kiosk hängen, einiges wiedererkennen. Anderes mag einem so nicht auf Anhieb bekannt vorkommen. Ein bisschen Zeit sollte mitbringen, wer sich auf den „Stadtrundgang“ wirklich einlassen und die Stadt in der Stadt aus der Sichtweise des Künstlers erleben möchte. Denn auch wenn jedes Bild für sich allein stehen kann – das Gesamtkunstwerk ergibt sich erst aus der Betrachtung im Zusammenhang.

Das Ganze, erklärt Morrison, sei auf einer Nord-Süd-Achse angeordnet, von der Porta Nigra bis zum Castelnau-Umbau. Und damit ist mehr als das rein Geographische dargestellt: „Eine Stadt entwickelt sich“ – auch darüber sprechen die Bilder.

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Foto: 5vier.de

Aber warum nun „Stadtbild“ – und warum die Bühne? Ohnehin, sagt Morrison, zeichne er „viel Stadt“, und er habe die Idee der Elephant Parade weiterführen wollen, an der er mit dem Elefanten „Mohavi“ beteiligt war (wir berichteten): die Kunst „ein bisschen volksnah zu machen“. Raus aus dem Elfenbeinturm der Museen, dorthin, wo jeder sie sieht. Nicht zuletzt habe ihn auch der Kontext des Kiosk-Gebäudes gereizt. Die Bilder, dreidimensional aufgehängt in einem Raum, der dreidimensionales Betrachten erlaubt, „setzen sich immer wieder neu zusammen“ und zeigten ein interessantes Zusammenspiel mit der Umgebung.

Vielfalt durch Kontraste

Vom Standort ist auch David Becker von der EGP weiterhin überzeugt. Es sei geradezu surreal, inmitten dieser vielbefahrenen Kreuzung zu stehen und Kunst zu betrachten. „Viel positives Feedback“ zu dem noch jungen Projekt könne man bisher verzeichnen. Die Bühne kommt an. Und als „Leuchtpunkt, gerade in der dunklen Jahreszeit“ fällt sie auch auf.

Die BÜHNE als Leuchtpunkt. Foto: 5vier.de
Die BÜHNE als Leuchtpunkt. Foto: 5vier.de

Der Kontrast von Morrisons anschaulichen Gemälden und Zeichnungen zu den abstrakteren Installationen Steinmanns sei beabsichtigt. Man wolle zeigen, wie vielfältig und unterschiedlich die Dinge seien, die man hier präsentieren könne. Zur Zukunft der BÜHNE verrät Becker nur so viel: „Es wird ganz unterschiedlich weitergehen“. Und das auch über April hinaus.

„Stadtbild“ ist die zweite Ausstellung des EGP-Projekts BÜHNE und noch bis zum 16. Februar 2014 zu sehen.

Mehr Infos dazu und zum Künstler gibt es unter www.original.mosel.de

Danach folgt Lukas Hunekes Ausstellung „Urbane (Lebens)Räume & Architektonische Strukturen“ 

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