Ist Köln überall? Sexuelle Übergriffe im Trierer Zug

Sexuelle Belästigung im Zug

Unbekannte belästigten minderjährige Schülerinnen im Trierer Zug. Sie stehlen Handys, umfassen ihre Taille und fahren ihnen mit den Händen zwischen die Beine und an die Brust. Die sexuellen Übergriffe in Deutschland scheinen sich zu häufen. Erst kürzlich berichteten wir darüber, das auch Trierer unter den Kölner Opfern waren (hier der Link). Eine schreckliche Tat am helllichten Tag. Die Polizei in unserer Region ist auf Zeugenaussagen angewiesen.

Trier/Taben/Rodt-Merzig. Am Freitagnachmittag kam es in  Nahverkehrszügen auf der Saarstrecke zu zwei Übergriffen von bisher  unbekannten Männern auf eine 13-jährige und eine 17-jährige Schülerin. Die  Bundespolizei ermittelt und sucht Zeugen.

Würgen

Im ersten Fall fuhr die 13-Jährige um 14.25 Uhr gemeinsam mit einer  Schulfreundin mit dem Zug von Saarburg nach Serrig. Im Zug wurden die  Mädchen von zwei jungen Männern angesprochen. Einer der beiden sprach  Englisch, der andere Französisch. Die Schülerinnen reagierten nicht darauf,  weil sie die Fragen nicht verstanden hatten.  Die Männer setzten sich auf den direkt gegenüberliegenden Sitz. Einer der Männer hielt dann seinen Handrücken an die Wange der  13-Jährigen, um zu demonstrieren, dass er kalte Hände habe. Danach beugte er  sich nach vorne und schob seinen Arm zwischen Sitz und Rücken der Schülerin  und umfasste so ihre Taille. Das Mädchen wehrte sich gegen die Annährungen.  Die Männer bemächtigten sich auch der Handys der beiden Schülerinnen. Die  konnten sich ihre Geräte aber direkt wieder zurückholen. In Serrig sind die Mädchen ausgestiegen, die unbekannten Männer fuhren weiter.

Die belästigte Schülerin beschreibt den Täter als circa 25 Jahre alt,  etwa 1,70 Meter groß, dunkle Kleidung, dunkle, kurze Haare, Drei-Tage-Bart.  Der zweite Mann wird als circa 25 Jahre alt und 1,75 Meter groß beschrieben.  Er trug ebenfalls dunkle Kleidung und war Brillenträger. Im zweiten Fall fuhr eine 17-jährige Schülerin mit dem Zug von Merzig  nach Saarburg. Im Bahnhof Merzig sah sie zwei Männer, die sich mit einer  Klassenkameradin unterhielten. Danach kam einer der Männer, die der  Schülerin bereits auf dem Merziger Bahnhof aufgefallen waren, zu ihr und  nahm unter einem Vorwand gegenüber der Schülerin Platz. Er zeigte eine  Fahrkarte und wollte angeblich wissen, wo er aussteigen müsse. Sein Name sei  „Achmet“, sagte er.  Noch bevor die Schülerin antworten konnte, fuhr der Mann ihr mit seiner  rechten Hand zwischen die Beine. Trotz Abwehr des Mädchens berührte er auch  noch ihre Brust. Die Schülerin stieß den Angreifer von sich, rief um Hilfe  und rannte davon.

Drei Frauen hörten die Hilfeschreie und kamen dem Mädchen entgegen. Sie  setzte sich dann zu diesen Frauen. Auch nach dem Aussteigen in Saarburg  verfolgte der Mann das Mädchen. Sie wurde am Bahnhof von einer Freundin  erwartet, mit der sie dann zügig mit dem Auto davon fuhr. Die Schülerin beschreibt den Täter als zwischen 19 und 25 Jahren alt,  1,75 Meter groß, muskulös, südländisches Aussehen, Drei-Tage-Bart, dunkle  Haare und dunkle Kleidung.

Die Bundespolizei ermittelt und sucht in beiden Fällen Zeugen der  Straftaten. Insbesondere die drei Frauen, die dem Mädchen zur Hilfe kamen  und zu denen sich die Schülerin setzte, könnten wichtige Zeuginnen sein. Ein  zeitungslesender Mann im gleichen Abteil des Zuges könnte ebenfalls sachdienliche Hinweise geben. Die Bundespolizei bittet diese Personen und  eventuell andere Zeugen um Mithilfe. Hinweise bitte an die kostenfreie  Servicerufnummer der Bundespolizei 0800 6 888 000 oder 0651 9984 9364.

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