Eintracht Triers U19 besiegt TuS Koblenz im Pokal mit 4:2

Aus Trier berichtet
Andreas Gniffke (Text und Fotos)

Triers A-Jugend Trainer Herbert Herres musste nach dem denkwürdigen Sieg seiner Mannschaft in den Jubelkreis und wurde ebenso nass gemacht wie die Kicker der TuS Koblenz in der letzten halben Stunde eines turbulenten Pokalspiels. Nach 0:2-Rückstand drehte die Eintracht das Achtelfinalspiel des Rheinlandpokals und gewann am Ende verdient mit 4:2 (0:2).

Riesenjubel bei den Eintracht-Spielern nach der Partie

Pokalduelle zwischen Trier und Koblenz hatten in den letzten Jahren eine gewisse Tradition und noch ist nicht ganz sicher, ob es auch im Viertelfinale des Herren-Rheinlandpokals zum Duell der beiden Favoriten kommen wird, da die TuS aus Koblenz sich am Sonntag erst gegen Germania Metternich qualifizieren muss. Bereits im Achtelfinale trafen beide Vereine nun im Wettbewerb der A-Junioren aufeinander und die Partie hielt über weite Strecken, was sie versprach.

Auf dem Kunstrasenplatz des Stadiongeländes an der Mosel verschlief die U19 von Eintracht Trier die Anfangsphase gegen TuS Koblenz komplett. Bereits in der fünften Minute sprintete der pfeilschnelle Koblenzer Angreifer Maximilian Acquah der gesamten Trierer Defensive davon, ließ auch Torwart Mike Neumann mit einem gefühlvollen Lupfer keine Chance und es stand 1:0 für die TuS. Nur eine Minute später zündete Acquah erneut den Turbo, zog sich dabei aber eine Oberschenkelverletzung zu und musste wenig später ausgewechselt werden. Koblenz musste so über 80 Minuten auf den Topstürmer verzichten, was sich durchaus bemerkbar machte. Zunächst allerdings legten die Schängel nach. Einen von Marcel Löhr gefährlich vor das Tor getretenen Freistoß köpfte Florian vom Dorf aus kurzer Distanz ins Tor. Mike Neumann blieb auf der Linie und sah beim Gegentreffer nicht besonders gut aus (7.)

Trier war sichtlich geschockt und die Gäste kontrollierten die Partie nun nach Belieben, vor allem weil so gut wie alle Zweikämpfe gewonnen wurden. Es dauerte bis zur 20. Minute, bis Trier erste Chancen hatte. Zunächst kam Christopher Spank einen Tick zu spät, sodass der Koblenzer Verteidiger Julian Feit in letzter Sekunde klären konnte. Direkt danach scheiterte Burak Sözen an Torwart Florian Raich, der einen sehr guten Reflex zeigte. Doch die Eintracht blieb weiter viel zu passiv und die TuS konnte sich weitgehend unbehelligt den Ball zuschieben. Mehr als eine Chance durch Kristian Grzobic in der 34. Minute sprang bis zur Pause aber auch nicht mehr heraus, es blieb beim 2:0.

Anspannung vor dem Spiel

Nach der Pause sollten die enttäuschend wenigen Zuschauer eine völlig verwandelte Trierer Mannschaft sehen. Die Dominanz der Gäste in den Zweikämpfen war auf einmal wie weggeblasen, die Eintracht kam immer besser in die Partie. Erstmals richtige Aufregung auf der bis dahin eher resignierten Trierer Bank gab es in der 58. Minute, als Christopher Theisen im Koblenzer Strafraum zu Fall kam und man vehement einen Strafstoß forderte. Am Ende konnte Theisen froh sein, nicht noch die Gelbe Karte vom vor allem auf der Trierer Bank umstrittenen Schiedsrichter Arndt Collmann gezeigt bekommen zu haben, zu theatralisch war sein Fall. Aber die Eintracht bekam nun ihre Chancen. Ein schöner Spielzug über Nicolas Jacob und Burak Sözen fand schließlich Robin Garnier, der aber knapp am Ball vorbeirutschte (61.). Garnier hatte wenig später eine weitere gute Chance, doch allein vor Torwart Raich versagten ihm die Nerven, den Nachschuss setzte Burak Sözen über das Tor (69.). So langsam lief der Eintracht die Zeit davon, aber Trainerfuchs Herbert Herres bewies ein goldenes Händchen. In der 70. Minute brachte er Dominik Thielmann für Robin Garnier und nur drei Minuten später rechtfertigte Thielmann seine Einwechslung mit einem herrlichen Treffer. Mit einem satten Schuss von Rechtsaußen ins lange Eck ließ er Raich keine Chance und damit begannen entfesselte Minuten der Eintracht. Wieder nur drei Minuten später war es ein klarer Torwartfehler von Florian Raich, der den Ausgleich begünstigte. Ein relativ harmloser Lupfer von Albutrin Aliu fand über den verdutzten Raich den Weg ins Tor zum 2:2 (76.).

Herbert Herres - hier noch in seiner Funktion als Trainer beim FC Bitburg

Koblenz hatte nun nichts mehr entgegenzusetzen. In der 80. Minute überwand Christopher Spang Raich erneut aus der Distanz zum 3:2, den Schlusspunkt setzte Burak Sözen drei Minuten vor dem Ende. Eintracht Trier hatte ein Spiel eindrucksvoll gedreht, o nach der schwachen ersten Hälfte wohl kaum einer noch einen Pfifferling auf die Mannschaft gesetzt hätte. Trainer Herbert Herres war entsprechend zufrieden: „Wir geraten durch zwei Fehler früh in Rückstand, aber das passiert im Jugendfußball nun einmal. Wir sind aber auch gar nicht in die Zweikämpfe gekommen, und waren viel zu weit weg. In der zweiten Halbzeit haben wir dann vieles besser gemacht und vor allem spielerisch waren wir viel stärker. Die Tore waren allesamt herrlich herausgespielt, das freut einen Trainer natürlich.

TORE:

0:1 Maximilian Acquah (5.)
0:2 Florian vom Dorf (7.)
1:2 Dominik Thielmann (73.)
2:2 Albutrin Aliu (76.)
3:2 Christopher Spang (80.)
4:2 Burak Sözen (87.)

Schiedsrichter: Arndt Collmann (Welschbillig)

Das Achtelfinale im Überblick:

JSG Cochem – TSV Emmelshausen 4:2
JSG Oberbieber – Spvgg. EGC Wirges 1:5
JSG Ellingen – SG Betzdorf 0:3
SG 2000 Mülheim-Kärlich II – TuS Mayen 0:7
FC Bitburg – FSV Salmrohr 4:2
SV Eintracht Trier – TuS Koblenz 4:2

JSG Steinefrenz – Sportfreunde Eisbachtal (Freitag, 30. März, 18 Uhr)
JSG Tawern – JFV Hunsrückhöhe Morbach (Samstag, 7. April, 17 Uhr)

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Kommentare (1)

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  1. N:S sagt:

    Klasse Jungs!Glückwunsch zum SIeg

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