Jugendfußball: Rot-Weiß Oberhausen gewinnt den Porta-Nigra-Cup

800 Zuschauer beim Nachwuchsturnier von Eintracht Trier - U13 des Gastgebers unterliegt unglücklich im Finale

Rot-Weiß Oberhausen hat die fünfte Auflage des U13-Masters um den Porta-Nigra-Cup gewonnen. Am Sonntag setzte sich die Mannschaft vom Niederrhein nach einem langen Turniertag auf dem Moselstadion-Gelände im Elfmeterschießen gegen die U13 von Gastgeber Eintracht Trier mit 5:3 durch. Nach der regulären Spielzeit hatte es 1:1 gestanden. Pascal Güth erzielte dabei das Tor für die Trierer.

Porta-Nigra-Cup, Eintracht Trier, Jugend, Jugendfußball: Foto: Sebastian Schwarz

Großer Jubel bei der U12 von Eintracht Trier nach dem Sieg gegen Waldhof Mannheim (U13). Foto: Sebastian Schwarz

Den dritten Platz belegten die Sportfreunde Eisbachtal, die sich gegen den FC Hennef 05 ebenfalls vom Elfmeterpunkt mit 3:2 durchsetzten. Nachwuchskoordinator Michael Ziegler zog ein zufriedenes Fazit. “Wir haben vom Ablauf und der Qualität des Turniers nur positive Rückmeldungen bekommen. Vom Niveau her war es sehr ansehnlicher Jugendfußball.”

Dabei sorgte das Regenwetter am Morgen noch für reichlich Tumulte. Weil es wie aus Kübeln schüttete, mussten die Turnierleitung und die Getränkestände kurzfristig ins VIP-Zelt verlegt werden. “Um 11 Uhr hat es dann aufgehört zu regnen. Danach hat alles wunderbar gepasst.” Über den Tag verteilt kamen so immerhin noch 800 Zuschauer auf die Anlage, die an dem Wochenende generell im Zeichen der großen Jugend-Events stand. Am Samstag hatten noch die U17 und die U19 ihre Rheinlandpokal-Endspiele auf dem Nebenplatz bestritten. “Ich denke, wir haben bei diesem Mammutprogramm ein gutes Bild abgegeben”, sagt Ziegler. Zumal mit Eltern, Betreuern und Spielern aus den anderen Jugendmannschaften des Vereins beim Porta-Nigra-Cup ein Helferteam von über 50 Mitgliedern zusammen kam. “Das war schon erfreulich.”

Echte Härtetests und Dieselmotoren

Getrübt wurde die Gesamtbilanz jedoch durch die relativ kurzfristige Absage der TuS Koblenz und des nach Angaben von Ziegler unentschuldigten Fernbleibens des 1. FC Saarbrücken. Doch auch ohne die klangvolle Südwest-Konkurrenz entwickelten sich packende Spiele über die neun Stunden. Willy Kaspers, Coach des neuen Siegers aus Oberhausen will so im kommenden Jahr wieder dabei sein: „Dieses Kräftemessen hat meinen Jungs einiges gebracht. Unser Auftritt war mit einem alten Dieselmotor zu vergleichen: Wir sind langsam, aber dann immer besser in Fahrt gekommen.“ Mit Nullnummern gegen den FC Rheinsüd Köln und Eisbachtal hatten sich die Kleeblätter eher ins Viertelfinale durchgehangelt, zeigten dann aber in den Spielen gegen die von Marcel Lorenz trainierte U12 der Eintracht (2:0) und Eisbachtal (2:1) Klasse. “Meine Mannschaft konnte sich echten Härtetests unterziehen“, befand SVE-U13-Coach Detlef Wackerhage. Der zweite Platz war umso höher zu bewerten, da er mit den Leistungsträgern Jannik Grün und Adrian Ziewers zwei Akteure an die Rheinlandauswahl abgestellt hatte, die parallel bei einem Turnier im Saarland teilnahmen.

Von hoher Qualität waren auch die Begegnungen der „kleinen Finalrunde“ geprägt. Fortuna Köln sicherte sich den fünften Platz durch ein hauchdünnes 2:1 gegen den VfR Wormatia 08 Worms, Siebter wurde die U12 der Eintracht, die sich mit 6:5 nach Elfmeterschießen gegen den SV Waldhof Mannheim 07 hatte durchsetzen können. “Sie haben einen Tag zuvor noch den dritten Platz bei den Rheinland-Meisterschaften in Koblenz belegt. Als jüngerer Jahrgang ist ihr Abschneiden absolut beeindruckend”, freute sich Ziegler.

Auch Roman Gottschalk, im Vorstand der Eintracht für den Nachwuchsbereich verantwortlich, zeigte sich sehr angetan von dem Tag. „Spaß, Begeisterung und viele talentierte Spieler – Fußballherz, was willst Du mehr?“ Der Porta-Nigra-Cup soll weiter fest im Terminkalender der Eintracht verankert sein. Für Mitte 2014 kündigte Gottschalk die sechste Auflage um die begehrte Trophäe an. (red/fs)

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