Keine Experimente im Pokalschlager – SVE fährt nach Roßbach

Von Stephen Weber und Florian Schlecht

Am Mittwoch ist der Tag der Arbeit. Und eben an diesem Feiertag pendelt Eintracht Trier zum SV Roßbach/Verscheid, um sich im Semi-Finale des Rheinlandspokals den ersten Passierschein für das regionale Endspiel zu erarbeiten. Doch es wird mit Sicherheit kein einfaches Handwerk für die Moselstädter: Immerhin treten sie beim amtierenden Titelverteidiger an, der sich zurzeit in guter Form präsentiert.

Roland Seitz wird mit Idealbesetzung gegen den Oberligisten antreten (Foto: www.5vier.de)

Roland Seitz wird mit Idealbesetzung gegen den Oberligisten antreten (Foto: www.5vier.de)

Zwei Mal durfte der SV Roßbach/Verscheid in seiner Vereinsgeschichte im DFB-Pokal auflaufen. Zum ersten Mal 2006, als sie gegen Borussia Mönchengladbach bei ihrem Debüt mit 1:4 verloren. Und auch in der aktuellen Spielzeit begaben sie sich in der ersten Runde des nationalen Pokalwettbewerbs auf die große Fußballbühne, auf der sie gegen den Bundesligisten Mainz 05 mit 0:4 unterlagen. Doch der SVR ist ein waschechter Pokalschreck: Denn dieses Jahr ist der Oberligist erneut bis ins Halbfinale des Rheinlandpokals vorgedrungen, in dem sie nun auf Eintracht Trier treffen, um gegen sie die erste Fahrkarte für das entscheidende Endspiel zu lösen (voraussichtlicher Termin: 29. Mai 2013). Am Mittwoch um 15 Uhr ist auf dem Rasenplatz in der Au Anpfiff zum großen Pokalschlager.

Dass die Roßbacher derzeit eine Spielklasse unter der Eintracht auflaufen, stellt für SVE-Coach Roland Seitz in einem Halbfinale keinen Wettbewerbsnachteil mehr dar: „Es wird sicherlich ein enges Match werden. Roßbach ist seit drei Partien unbesiegt, sie haben einen enges Spielfeld, auf dem wir sicherlich kämpfen müssen. Man darf nicht vergessen, dass sie nur eine Liga unter uns stehen, weshalb wir das nicht auf die leichte Schulter nehmen dürfen.“

„Kampf annehmen“

Aus diesem Grund wird Trier mit dem Regionalliga-Stammpersonal antreten und keine Experimente wagen. „Von Schonung kann keine Rede sein. Die Besten werden morgen auf dem Platz stehen, damit wir in das Pokalfinale einziehen“, so der SVE-Trainer. Fraglich ist dabei jedoch der Einsatz einiger etatmäßiger Kräfte, die sich beim zurückliegenden Ligaderby gegen Kaiserslautern II Blessuren zuzogen: Maximilian Watzka, Michael Dingels, Fabian Zittlau und Marco Quotschalla sind angeschlagen und ihr Auflaufen ist derzeit noch ungewiss. „Wir warten das abschließende Training bei ihnen noch ab“, gab Seitz an.

Gegen die drittbeste Oberligamannschaft im Jahr 2013 hofft der Coach indes, das sein Team trotz der Strapazen der Englischen Wochen hellwach und konzentriert auftritt: „Der Gegner steht tief, versucht viel über lange Bälle und da müssen wir energisch dagegenhalten. Ich hoffe, dass meine Mannschaft diesen Kampf annimmt und die weiten Wegen gehen kann.“ Dem scheint so: Zumindest sein Kapitän Fouad Brighache hatte unmittelbar nach dem 0:0 auf dem Betzenberg den Pokalschlager bereits im Visier: „Wir haben ein sehr wichtiges Spiel im Pokal vor uns und keine Zeit, groß nachzudenken. Ich schätze, dass Roßbach als Oberligist stärker ist als alle anderen Gegner, gegen die wir bislang gespielt haben. Die Aufgabe müssen wir annehmen und versuchen, unser Spiel durchzuziehen.“

+++Eintracht in Kürze+++

Erfolgreicher Nachwuchs-Tag: Am vergangenen Wochenende lud Eintracht Trier Kinder der Jahrgänge 2000 bis 2005 zum SVE-Sichtungstraining ein. Mit-Organisator und Nachwuchs-Koordinator Michael Zieger bilanzierte den Tag als vollen Erfolg: „Es kamen im Vergleich zu den beiden Vorjahren deutlich mehr Kicker, so dass wir insgesamt 110 Nachwuchsspieler beobachten durften.“ Dabei wurden einige Talente gesichtet, die nun zu einem zweiten Training geladen wurden. „Es war ein guter Tag, an dem alles reibungslos geklappt hat. Es waren gute Jungs dabei, die sich vielversprechend präsentierten und für unsere U10 in den Fokus gerieten.“

Pagenburg weiter fraglich: In den letzten Wochen fiel Torjäger Chhunly Pagenburg aufgrund eines Knochenödems am Knie aus. Ob der Torjäger vor dem Wechsel zum Zweitligisten FSV Frankfurt noch einmal für Eintracht Trier aufläuft, soll sich am nächsten Dienstag entscheiden. Dann soll ein MRT darüber Aufschluss geben, ob Pagenburg wieder ins Mannschaftstraining einsteigen kann – oder gar operiert werden muss. Der Angreifer zeigt sich zuversichtlich, in der Endphase der Saison noch helfen zu können. „Das Knie fühlt sich schon wieder besser an.“

 

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