Keine ProA mit Rödl

Trierer Bundesligabasketballer suchen neuen Trainer

Henrik Rödl hört auf. Der Basketballlehrer wird nicht den Gang mit der neugegründeten Trierer Ballsportbewegung in die Zweitklassigkeit gehen. Dies ist seit Montagabend absolute Gewissheit. Ein Nachfolger wird gesucht und soll in den kommenden zwei Wochen präsentiert werden. Am Rande des zweiten Info-Abends rund um die Zukunft des Basketballspitzensports in Trier wurde deutlich, dass Co-Trainer Thomas Päch nicht die Nachfolge Rödls antreten wird.
Trier. Der 46-Jährige trainierte mit dem A2-Nationalteam während Wolfgang Esser die Entscheidung Henrik Rödls bekannt gab. Nach fünf Jahren als Coach ist nun Schluss für Rödl. Dennoch bleibt er dem Trierer Basketball erhalten. Laut Esser, in Personalunion Arena-Manager, Aufstiegstrainer und Strippenzieher beim TBB-Nachfolger, wird der Europameister von 1993 als Berater weiter die Verantwortlichen der neuen UG unterstützen.

Laut Esser sei Rödl bei seiner Aussage geblieben, nicht mit Trier in die ProA zu gehen. Derweil will der gebürtige Offenbacher aber beratend an Bord bleiben. Laut Esser könnte Rödl wertvolle Hilfe bei der Auswahl eines Nachfolgers oder beider Zusammenstellung des Kaders leisten. Es soll eine Vereinbarung geben, aber kein vertragliches Verhältnis, ließ Esser durchblicken und sprach darüber, dass Rödl auch nach dem Ausscheiden als Trainer weiter in Trier wohnen bleiben möchte.

Bis Ende Juni soll ein neuer Übungsleiter gefunden sein, hieß es am Montagabend. Nicht nur die rund 150 Besucher, die am Montagabend in der Arena waren, werden gespannt abwarten, wen die neue Führung um Interimsgeschäftsführer Ronny Höpfner und den neuen Manager Michael Lang präsentieren werden. Sicher ist, es bleibt spannend.

Etwas mehr Durchblick gibt es beim Ticketing. Um 20 Prozent sollen die Tickets in Liga zwei gegenüber der BBL sinken. Der für Marketing und Vertrieb Verantwortliche André Ewertz erklärte, dass den bisherigen Dauerkartenbesitzern ein Vorkaufsrecht bis zum 15. Juli eingeräumt wird. Bis dahin steht die Zusage, die gewohnten Plätze auch in der Spielzeit 2015/16 besetzen zu können. Formulare für Bestellungen gibt es in der TBB-Geschäftsstelle, Fort-Worth-Platz 1 (Arena-Parterre), bei Ticket Regional und auf der Homepage tbb-trier.de

Im Schnitt seien die Einzeltickets 20 Prozent billiger als in der abgelaufenen Spielzeit, die Jahreskarten würden um 15 Prozent billiger, rechnete Ewertz vor. Um Zahlen damit nicht zuletzt um den Etat für die kommende Spielzeit geht es auch bei der Sponsorenakquise. Der Verein sei auf einem guten Weg. „Wir schaffen das“, erklärte Höpfner auf Nachfrage aus dem Publikum, ob die 60 Prozent verbindliche Zusagen für die im Etatansatz gelisteten Absichtserklärungen bis zum 30. Juni erreicht werden können.

Geschafft sind auf der anderen Seite nun zwei weitere Personalien: Neben Wolfgang Esser für den sportlichen Bereich und dem früheren Oberbürgermeister Helmut Schröer gehören dem Gremium nun auch Dr. Friedel Schulz, bisher schon als Mannschaftsarzt in der TBB-Familie aktiv und der langjährige Sponsor Thomas Neises an. Beide versprachen „mehr Transparenz als in der Vergangenheit“. Neises nannte „die Kontrollfunktion eine der wichtigsten Aufgaben des Beirats“. Wie viele Köpfe den Beirat letztendlich bilden, ist noch offen. Sicher ist, dass mit Ex-Bürgermeister Georg Bernarding und BBL-Ehrenpräsident Wolfgang Kram noch zwei weitere renommierte Personen dazukommen, ist sicher, da sie als Vertreter des TBB Basketball e.V. Gesellschafter der zukünftigen GmbH sind.

Der Profibasketball in Trier wird also komplett neu aufgestellt. Das wurde den rund 150 Zuhörern beim zweiten Info-Abend der TBB UG in der Arena Trier spätestens bewusst, als der Verein verkündete, den letzten alten Zopf abschneiden zu wollen. Der Vereinsname, ohnehin von vielen ungeliebt, soll geändert werden, um auch den Skeptikern zu verdeutlichen, dass alles auf Anfang gestellt wird.

In der Woche vom 29. Juni bis 03. Juli (Termin wird noch bekannt gegeben), wenn der Verein den nächsten Info-Abend veranstaltet, wird darüber abgestimmt, wie der Verein heißen und das Logo aussehen soll. Die Umsetzung der demokratischen Abstimmung wird der Agentur von Andreas Kühnen obliegen. „Es geht darum, dem Verein eine neue Identität zu geben“, sagte Interim-Geschäftsführer Ronny Höpfner. Fans, Freunde und Förderer sind gespannt, wie diese aussehen wird. Klar ist, dass Rödl, der nach dem Training mit der Nationalmannschaft ebenfalls noch am Info-Abend teilnahm, nicht mehr die herausragende Rolle spielen wird, wie in den vergangenen Jahren. Der Trierer Basketball verliert damit eine Identifikationsfigur, aber es muss ja kein Abschied auf Dauer sein.

Die Preise für eine Tageskarte liegen in der ersten Kategorie bis 22,50 Euro für einen Erwachsenen und in der vierten Kategorie bei 11,50 Euro. Dauerkarten kosten in der ersten Kategorie 330 Euro und in der vierten Kategorie 150 Euro.

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