Kino: „Der Zoowärter“ – Ein tierischer Spaß

In seiner neuen Komödie „Der Zoowärter“ hat „King of Queens“-Star Kevin James mit Liebeskummer zu kämpfen und bekommt unerwartet tierische Hilfe.

Zoowärter Griffin (Kevin James) hat’s nicht leicht. Eigentlich hätte es doch so romantisch werden sollen: Er und seine hübsche Freundin Stephanie (Leslie Bibb) reiten am Strand entlang, finden eine Flaschenpost und darin steckt ein Zettel mit der Frage aller Fragen „Willst du mich heiraten?“. Dumm nur, dass Stephanie das gar nicht toll findet. Die Blondine will auf keinen Fall einen Mann heiraten, der ’nur‘ Zoowärter ist. Und so endet der romantische Ausflug in einem Desaster.

Fünf Jahre später trifft Griffin, der immer noch im Zoo arbeitet, seine Ex wieder und die alten Gefühle entflammen von neuem. Er denkt sogar darüber nach, seinen Job aufzugeben, um bessere Chancen bei ihr zu haben. Das können jedoch die Tiere des Zoos, die Griffins fürsorgliche Art sehr zu schätzen wissen, nicht zulassen. Und so entschließen sie sich, mit ihm zu sprechen. Ja, Tiere können sprechen, sie tun es nur nicht, das es bei den Menschen stets für Verwirrung sorgt. Für Griffin machen sie aber eine Ausnahme.

Unterhaltung für die ganze Familie

Mit guten Ratschlägen wollen sie dem armen Kerl zu Glück in der Liebe verhelfen. Leider sind einige der Vorschläge nur fürs Tierreich geeignet. Duftmarken in Form von Urin zu hinterlassen, beispielsweise. Durchaus sinnvoll erscheint jedoch der Vorschlag von Löwendame Janet. Ein anderes Weibchen muss her, um Stephanie eifersüchtig zu machen. Und so bittet Griffin seine Kollegin Kate (Rosario Dawson) ihm zu helfen.

„Der Zoowärter“ ist eine typische Familienkomödie. Der flache Humor und die Slapstickeinlagen verlangen dem Zuschauer zwar keine hohen Denkleistungen ab, sind aber dadurch auch für die kleinen geeignet. Kinder werden ihren Spaß haben an den drolligen sprechenden Tieren. Die Romanze, die als Rahmenhandlung dient, ist hingegen stereotypische Rom-Com-Unterhaltung ohne größere Überraschungen.

Slapstick und seichter Humor

Man kann sich jedoch nur fragend den Kopf kratzen, wenn man darüber nachdenkt, wie es kommt, dass ein Typ wie Griffin nur mit Frauen mit Supermodelmaßen anbandelt. Das ist alles andere als realistisch und man hat hierbei das Gefühl, dass Charakter und Humor bei einem Mann wichtiger sind als alles andere, bei einer Frau aber immer noch das Aussehen an erster Stelle steht. Aber Ungerechtigkeiten wie diese sind in Hollywoodfilmen ja leider keine Seltenheit.

Kevin James („Dickste Freunde“) spielt praktisch die selbe Rolle wie immer. Das kann er gut, keine Frage. Und es passt ja auch zu ihm. Sexbombe Rosario Dawson verkörpert die beste Freundin/Kollegin, was nicht so ganz überzeugend wirkt. Es liegt nicht an Dawsons Leistung, vielmehr wirkt es unglaubwürdig, dass Griffin ihr Sexappeal bisher noch nicht aufgefallen sein sollte. Die tierischen Helfer werden im Original von Leinwandgrößen wie Cher, Sylvester Stallone, Adam Sandler (der hier auch als Produzent tätig war) und Nick Nolte synchronisiert.

Mein Fazit: Blödelspaß und Familienfilm ohne Tiefgang oder überraschende Wendungen –  aber mal ganz ehrlich, wer erwartet das schon von einem Film mit Kevin James in der Hauptrolle?

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