Kinscher beschert Eintracht Trier nächsten Testspielerfolg

Cheftrainer Daniel Paulus zeigt sich zufrieden

Im ersten echten Härtetest der noch jungen Vorbereitung gelang Eintracht Trier am Samstagnachmittag auf dem Rasenplatz in Trier-Tarforst ein kleiner Achtungserfolg. Gegen West-Regionalligist Fortuna Düsseldorf II gewannen die Moselstädter die chancenarme Partie durch ein Tor von Dominik Kinscher mit 1:0. Im dritten Testspiel gelang der SVE damit der zweite Sieg – entsprechend zufrieden zeigte sich auch Cheftrainer Daniel Paulus über die Leistung seines Teams.

Trier. Die Partie, in der auf Seiten des SVE mit dem 20-Jährigen Schweizer Angreifer Srdjan Sudar auch ein Testspieler auf dem Feld stand, begann zunächst schleppend. Beide Mannschaften agierten taktisch auf einem guten Niveau, Chancen waren deshalb Mangelware. Die hohen Temperaturen machten beiden Teams sichtlich zu schaffen, die sich mitten in der kräfteraubenden Saisonvorbereitung befinden und entsprechend schwere Beine zu beklagen hatten. Für das erste Highlight der Partie sorgte dann auch keiner der 22 Akteure auf dem Feld, sondern ein automatischer Rasenmäher, der sich am Spielfeldrand verselbstständigt hatte und sich zielsicher auf die Düsseldorfer Bank zubewegte. Schiedsrichter Arianit Besiri nutzte die Unterbrechung nach gut 25 Minuten für eine erste Trinkpause, die bei den hohen Temperaturen von allen Akteuren begrüßt wurde. Gegen Ende des ersten Durchgangs wurde die Partie zwischen Eintracht und Fortuna dann nochmal etwas lebendiger. In der 44. Minute tankte sich Kevin Heinz auf der linken Seite zur bislang besten Torgelegenheit durch und stand nach Doppelpass mit Teststürmer Sudar plötzlich frei vor Düsseldorf-Keeper Schijns, der den Abschluss des Dauerbrenners aber stark parieren konnte.

Die Pause nutzte Eintracht-Chefcoach Daniel Paulus wie gewohnt zum durchwechseln und brachte insgesamt vier frische Akteure. Gleichzeitig änderte der Übungsleiter auch die Formation, der SVE agierte nun im 4-1-4-1-System. Die Blau-Schwarz-Weißen kamen zunächst mit viel Schwung aus der Kabine. Zunächst verfehlte ein Abschluss von Srdjan Sudar das Fortuna-Gehäuse (47.), dann probierte es der eingewechselte Dominik Kinscher mit einem Distanzschuss, der ebenfalls sein Ziel verfehlte (49.). Die Wechselorgie nahm in der Folge ihren Lauf, mit Ausnahme von Innenverteidiger Simon Maurer und Mittelfeldstratege Saky Noutsos durfte keiner der Akteure auf Seiten der Eintracht über 90 Minuten sein Können unter Beweis stellen. Das Tor des Tages gelang der Paulus-Elf dann gute zehn Minuten vor Schluss. Nach einer guten Einzelleistung von Nany Saim auf der rechten Seite gelangte das Leder ins Zentrum zum eingelaufenen Kinscher, der den Ball flach im Tor der Gäste aus Düsseldorf versenkte (78.). „Für uns war die Leistung heute wieder ein Schritt nach vorne. Nach dem 1:1 gegen Tarforst herrschte schon wieder ein bisschen Weltuntergangsstimmung. Nach 14 Tagen Training war das heute ein wirklich guter Test. Taktisch haben wir viele Dinge gut umgesetzt und haben viel Laufarbeit verrichtet. Ich bin sehr zufrieden. Wir sind auf einem guten Weg“, bilanzierte Eintracht-Coach Daniel Paulus nach Spielende.

Grundsätzlich hatte der 37-Jährige lobende Worte für die Einstellung seines Teams parat: „Ich muss sagen: Hut ab vor den Jungs. Es ziehen alle gut mit, die Mannschaft ist hochmotiviert und sehr ehrgeizig. Es gibt noch viel zu tun und wir werden weiter hart an uns arbeiten.“ Bereits am kommenden Wochenende warten die beiden nächsten Härtetests auf die Paulus-Elf. Am Freitag geht es in Krettnach gegen F91 Dudelange (19 Uhr) und am Samstag reisen die Blau-Schwarz-Weißen dann ins Nachbarland, wo Union Racing Luxemburg auf den SVE wartet (16 Uhr).

Statistik:

Tor: 1:0 Kinscher (78.)

Eintracht Trier: Popescu (63. München) – Engeldinger (46. Jakob), Cinar (60. Kahyaoglu), Maurer, Heinz (75. Iwakiri) – Fischer (46. Garnier), Mabouba (58. Schuwerack) – Brandscheid (46. Saim), Noutsos, Diefenbach (46. Kinscher) – Sudar (69. Heck)

Schiedsrichter: Arianit Besiri

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