Konferenz: „Präsentismus“ und krankheitsbedingtes Fehlen am Arbeitsplatz

Trotz Krankheit zu arbeiten kann teuer werden

Krankheitsbedingtes Fehlen am Arbeitsplatz (Absentismus) verursacht Kosten – ein bekannter Zusammenhang. Dass ein erheblicher Teil gesellschaftlicher und ökonomischer Kosten von Krankheiten aber durch Anwesenheit am Arbeitsplatz verursacht wird, wenn nämlich Arbeitnehmer krank zur Arbeit erscheinen (Präsentismus), darauf sind Wissenschaft und Öffentlichkeit erst in jüngster Vergangenheit verstärkt aufmerksam geworden. Ein Grund mehr, diese beiden Phänomene ins Zentrum einer Konferenz zu rücken.

Am 10. und 11. Oktober richtet die Ökonomische Abteilung des Instituts für Arbeitsrecht und Arbeitsbeziehungen in der Europäischen Union (IAAEU) an der Universität Trier dazu eine hochkarätige Konferenz aus.

Ziel der Veranstaltung ist es, sich über aktuelle Forschungsergebnisse auszutauschen und neue internationale und interdisziplinäre Forschungsprojekte auf den Weg zu bringen. Die Vorträge beschäftigen sich unter anderem mit den Fragen, ob Frauen oder Männer häufiger fehlen, ob es regionale Unterschiede gibt oder ob sich die Unternehmensform auf das Abwesenheitsverhalten auswirkt. Eine Studie geht der Frage nach, ob die erhöhten Fehlzeiten in wirtschaftlichen Boom-Phasen auf verschärfte Ansteckungsgefahr am Arbeitsplatz zurückzuführen ist, da aufgrund der guten Auftragslage auch kranke Arbeitnehmer zu Arbeit kommen (müssen).

Neben Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlern aus Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Österreich, Spanien und der Schweiz werden auch Vertreter aus Wirtschaft und Verwaltung erwartet.

Weitere Informationen: www.iaaeu.de

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