Kreisliga A: St. Matthias gewinnt Kellerduell – Trainer Blang im Gespräch

Am gestrigen Mittwochabend hat die DJK St.Matthias bei der SG Pellingen mit 4:0(1:0) gewonnen. Die Trierer Vorstädter zeigten sich den Gastgebern in allen Belangen überlegen und siegten verdient. Pellingen spielte eine Stunde in Unterzahl, da sich Ekrem Demaj in der 41.Minute wegen Meckerns und Schiedsrichterbeleidigung die rote Karte abgeholt hatte.

Foto: Hartplatzhelden – Es geht zur Sache auf schwierigem Geläuf

Ein typisches Hartplatz-Spiel sahen die 50 Unentwegten, die sich auf der Pellinger Höhe der Kälte ausgesetzt hatten. Pellingen als auch St.Matthias traten ersatzgeschwächt an, bei den Gastgebern fehlte ebenfalls Trainer Kugel. Die Partie begann gemächlich, die Trierer hatten leichte Feldvorteile und erwiesen sich als spielerisch stärker, Pellingen verteidigte geschickt, ohne jedoch für Entlastung in der Offensive sorgen zu können. Dennoch hatte die SG die erste Chance als der Ball nach einer von Demaj getretenen Ecke auf der Latte des DJK-Tores landete. Bis zur 32.Minute tat sich dann nicht mehr viel, dann jedoch die Doppelchance für St.Matthias: Richter kommt im 16er an den Ball, verpasst jedoch zunächst den Abschluss, erkämpft sich das Leder wieder und schlenzt aus zehn Metern vorbei. Glück für Pellingen. Fünf Minuten später dann auch die vorerst letzte Chance für die Gastgeber, als nach einem Konter Theis einen schönen Drehschuss knapp neben das Gehäuse setzt.

In der 41. Minute ereignete sich dann die vielleicht spielentscheidende Szene: nach einem Foul von Bulger entscheidet der sicher leitende Schiedsrichter Battista auf Strafstoss. Nicht einverstanden mit der Entscheidung zu sein schien der Spielmacher der Pellinger, Demaj, der den Referee mehrfach beleidigte und daher gelb sah. Demaj konnte sich nicht beruhigen, pöbelte weiter und sah die nächste gelbe Karte und flog mit gelb-rot vom Platz. Aber auch das reichte dem Pellinger Spielmacher nicht – er setzte noch ein paar Freundlichkeiten drauf und kassierte glatt rot. Der Mattheiser Dres ließ sich die Chance vom Elfmeterpunkt nicht nehmen und verwandelte sicher zum 1:0 für die Gäste (41.). Danach war Pause.

In der zweiten Halbzeit verpasste Schneider der SG Pellingen bereits in der 48.Minute den endgültigen Knockout: Zunächst klatschte sein Kopfball an die Latte, den Nachschuss zimmerte der Mattheiser dann unhaltbar in die Maschen. Damit war die Partie praktisch entschieden. Pellingen zeigte jedoch Moral und wollte zumindest noch den Ehrentreffer erzielen und kam zu der ein oder anderen Chance. Tore fielen jedoch nur noch für St.Matthias. In der 61.Minute versenkte der eingewechselte Schirmer einen herrlichen Drehschuss im Pellinger Kasten und in der 88.Minute setzte der starke Richter nach einem Konter den Schlusspunkt: nachdem er Pellingens Torwart Willger ausgespielt hatte, schob er zum 4:0 Endstand ein.

Die DJK St.Matthias fährt mit diesem Sieg wichtige drei Punkte im Abstiegskampf ein und kann erst einmal durchatmen. Für Pellingen wird es zunehmend schwer die nötigen Punkte für den Klassenverbleib zu sammeln, nachdem nun auch Spielmacher Demaj der SG nach seiner Undiszipliniertheit einige Spiele fehlen dürfte.

Nach dem Spiel sprach 5vier.de mit Franz-Josef Blang, dem Trainer der DJK St.Matthias.

Herr Blang, Glückwunsch zum Sieg. Wie sahen Sie das heutige Spiel?

Wir haben heute aus meiner Sicht ein sehr gutes Spiel abgeliefert und sicherlich verdient gewonnen. Entscheidend war natürlich auch der Elfmeter und die rote Karte für Pellingen.

Wie haben sie die Elfmetersituation gesehen?

Das war eine klare Sache, Richter wird gefoult, der Schiedsrichter steht daneben – da gabs nichts zu deuteln. Unverständlich, wie man sich dann dem Schiedsrichter so gegenüber verhalten kann.

Das waren drei wichtige Zähler im Abstiegskampf, wie sieht die weitere Perspektive aus?

Wir haben sehr viele Verletzte und spielen mit einer sehr jungen Truppe. Die Jungs werden ins kalte Wasser geworfen, weil wir sonst keine anderen Möglichkeiten haben. So erklären sich die schwankenden Leistungen. Aber alle Spieler geben Gas und bringen sich voll ein. Es ist noch eine lange Saison und ich hoffe, dass wir bald wieder auf unseren kompletten Kader zurückgreifen können.

Die jungen Spieler haben heute hervorragend harmoniert. Generell scheint der Verein eine sehr gute Jugendarbeit zu betreiben.

Ja, das stimmt. Wir legen da sehr großen Wert drauf, ich selbst habe über 20 Jahre mit in der Jugendabteilung gearbeitet. Leider bleiben uns viele Spieler nicht erhalten. Vier Jungs spielen mittlerweile in Tarforst, zwei in Krettnach und vier weitere Spieler in Dörbach. Unter anderem auch mein Sohn Michael, er ist sogar Mannschaftskapitän dort.

Das ist natürlich einerseits schade für den ausbildenden Verein, wenn Spieler zu höherklassigen Vereinen abwandern, andererseits natürlich auch ein Lob.

Nur, von dem Lob können wir uns nichts kaufen. Eines unserer größten Probleme ist die schlechte Platzsituation in St.Matthias. Auf dem alten Braschenplatz hat kaum ein Spieler heute noch Lust zu spielen. Wenn wir in Zukunft vielleicht mal oben anklopfen wollen, müssen wir dieses Problem lösen. Denn wenn wir um den Aufstieg in die Bezirksliga mitspielen könnten, würde sicher auch der ein oder andere Spieler uns erhalten bleiben oder zurückkommen.

Wie siehts denn aus in punkto Platzsanierung oder Neubau?

Eventuell sind wir nächstes Jahr an der Reihe. Die Finanzlage in den Kommunen ist natürlich schwierig, aber wir stehen mit auf der Liste der zu sanierenden Sportplätze. Wir hoffen natürlich, dass es klappt. Am besten mit einem Kunstrasenplatz.

Herr Blang, vielen Dank für das Gespräch und weiterhin viel Erfolg!

Hier die weiteren Ergebnisse des gestrigen Spieltags der Kreisliga A Trier-Saarburg:

SV Konz II – SV Mehring II 3:0

FC Könen – SV Pölich-Schleich 0:2

SV Fortuna Fell – SV Morscheid 4:0

SV Langsur – TuS Schillingen 1:3

SG Franzenheim – DJK St. Matthias Trier 0:4

SG Ehrang – SV Tawern 3:1

SG Zerf – SPIELFREI

Fotos: Anna Lena Bauer


Stichworte:

Kommentare (4)

Antworten | Trackback URL | RSS

  1. Gusenburger sagt:

    Übrigens gibt es in Gusenburg auch Internet. 🙂

  2. D aus Kernscheid sagt:

    @ D aus Tawern: Neidisch ? Wie kommt man denn auf sowas ? In Kernscheid gibt’s halt Internet, im Gegensatz zu Tawern ?

  3. D aus Tawern sagt:

    Kernscheid wird bei allen Umfragen 1ster (Online-Meister, usw.) !!!
    Da fragt man sich doch, ob da immer alles mit rechten Dingen zugeht!

    Anmerkung der Redaktion: Alle Stimmen wurden von unterschiedlichen IP-Adressen abgegeben.

  4. Zuschauer sagt:

    Mit einem Kunstrasenplatz würde sich mit Sicherheit auch die Verletzungsanfälligkeit einiger Spieler reduzieren. War ein ordentliches Spiel der Mattheiser Hartplatzhelden. Toll dass die Artikel bereits so schnell geschrieben sind.

Antworten

Wir freuen uns über Kommentare und möchten allen Lesern die Möglichkeit geben, kritisch zu den Themen und Artikeln Stellung zu beziehen und ihre Meinung kundzutun. Wir behalten uns das Recht vor, jeden Kommentar vor Veröffentlichung redaktionell zu überprüfen und nur Kommentare freizuschalten, die sich sachlich mit dem Thema des Beitrags beschäftigen.
Spielregeln