Kreisliga C: Mariahof schlägt Kürenz im 5vier-Topspiel – VIDEO

Aus Kürenz berichten
Andreas Gniffke (Text und Fotos) und Holger Görgen (Video)

Auf dem Papier war es ein echtes Spitzenspiel: In der Kreisliga C (Trier/Eifel) empfing der Tabellendritte aus Kürenz den Spitzenreiter SSG Mariahof. Am Ende setzte sich auf dem Petrisberger Hartplatz der Favorit gegen enttäuschende Gastgeber souverän mit 2:0 durch und hat so einen wichtigen Schritt in Richtung Meisterschaft getan.

Von Beginn an machte Mariahof deutlich, dass man auch auswärts das Heft in die Hand nehmen wollte und drängte Kürenz weit in die eigene Hälfte hinein. Zählbares sprang aber bis zur 16. Minute nicht heraus. Dann war es aber der auffällige Klaus Schneemilch, der einen langen Einwurf von rechts weitgehend unbedrängt im Kasten der Gastgeber unterbringen konnte. Mariahof spielte nach der Führung weiter konsequent nach vorne, aber hochkarätige Torchancen blieben Mangelware. In der 24. Minute setzte Mike Schulz einen Distanzschuss aus aussichtsreicher Position links neben das Tor. Drei Minuten später war es Toptorjäger Michael Prison, der eine erneute Konfusion in der Kürenzer Defensive nicht ausnutzen konnte, sein Schuss ging direkt in die Arme von Torwart Heiko Fusenig.

Offensiv fand Kürenz bis dahin gar nicht statt. Kein einziger Torschuss konnte in der ersten Hälfte verzeichnet werden. Die einzige Gelegenheit vergab Sven Luxemburger in der 32. Minute, als er einen Freistoß knallhart in die Mauer drosch. Vorausgegangen war ein Foul von Florian Palm an Thomas Kraus. In der 36. Minute kamen dann wieder die Gäste zu einer guten Chance. Nach einer etwas unkonventionellen Abwehr von Torwart Fusenig kam erneut Schneemilch nach schöner Einzelleistung zum Abschluss. Sein Schuss verfehlte das Tor aber denkbar knapp. Nur eine Minute später machte es der auf dem rechten Flügel wirbelnde Rene Jahn besser. Er war über 90 Minuten von der Abwehr kaum zu kontrollieren und erzielte das 2:0.

Mit diesem Ergebnis ging es in die Pause, doch auch nach dem Seitenwechsel änderte sich an der Dominanz der Gäste nichts. Die Mannschaft von Trainer Josef Karthäuser war dem Gegner in allen Belangen klar überlegen, immerhin musste Torwart Patrick Ehmann in der 56. Minute zum ersten Mal eingreifen und einen harmlosen Freistoß von Sascha Körperich fangen. Ernsthafte Torgelegenheiten hatte bis zum Schluss ausschließlich die SSG Mariahof. Nach einer knappen Stunde foulte Thomas Kraus Schneemilch auf dem rechten Flügel. Den Freistoß setzte der Gefoulte aber links am Tor vorbei. Die beste Chance zum 3:0 hatten die Gäste in der 65. Minute. Torwart Fusenig unterschätzte einen hohen Ball, doch in der Folge konnten mehrere Mariahofer Spieler das Leder nicht im Tor unterbringen und scheiterten an Fusenig und dem Gebälk. Trotz kleinerer Proteste entschied der gute Schiedsrichter Michael Beck aus Palzem nicht auf Tor, der Ball hatte wohl auch nicht in vollem Umfang die Linie überquert.

Mariahof ließ es nun auch etwas langsamer angehen. Eine letzte Chance bereitete Rene Jahn in der 74. Minute mustergültig vor und narrte die gesamte Kürenzer Abwehr. Seinen scharfen Pass  vor das Tor verpasste Vincent Wick aber knapp.

So blieb es beim 2:0-Erfolg der SSG, die nun nur noch einen kleinen Schritt von der Meisterschaft entfernt ist. Bei noch zwei ausstehenden Spielen hat man vier Punkte Vorsprung auf die Trierer Alemannia, die Rang zwei belegt. Somit kann Mariahof am kommenden Samstag beim Heimspiel gegen Euren den Sack zu machen. Ein Endspiel gegen die Alemannia am letzten Spieltag will man sicher vermeiden. Für Kürenz ist der Meisterschaftszug abgefahren. Aber zumindest Platz zwei soll noch erreicht werden, wer weiß, was die komplexen Auf- und Abstiegsszenarien am Ende der Saison noch für Überraschungen bereithalten.

STIMMEN UND SPIELBERICHT

STATISTIK

FSV Trier-Kürenz (Trainer Alfred Bauer):

Fusenig – Kraus, Rigoni, Witz – Koch, Amlinger, Körperich, Knopp (ab 69. Bruder), Simon – Luxemburger, Hermann

SSG Mariahof Trier (Trainer Josef Karthäuser):

Ehmann – Fillies, Schott, Flesch (ab 80. Szameit), C. Jahn – Palm, Schulz, Wick, R. Jahn (ab 86. Kettermann) – Schneemilch, Prison (ab 68. Minden)

Tore:

0:1 Klaus Schneemilch (16.)
0:2 Rene Jahn (37.)

Schiedsrichter: Michael Beck (Palzem)

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Kommentare (1)

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  1. Julian sagt:

    Hallo 5-vier,

    Erstmal Danke für eure tollen Videos. Jedoch wollte ich euch nur kurz darauf hinweisen, dass ab 4:09 min Klaus Schneemilch als „Kapitän Eintracht Trier“ tituliert wird! 😉

    Grüße
    Julian

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