Krippen aus Fernost

Krippenfreunde sollten bis zum 30. Januar einen Abstecher ins Bischöfliche Dom- und Diözesanmuseum in Trier machen: Dort sind 17 asiatische Krippen zu sehen.

Unter dem Titel „Jesus ein Gesicht geben“ stellt das Museum in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal Krippen aus und will dies in Zukunft als feste Ausstellungsreihe anbieten. Gezeigt werden Arbeiten aus fernöstlichen Ländern, wie Südkorea, China oder Nepal. Die Exponate sind hauptsächlich Leihgaben von Oda und Dr. Hans Strauß aus Trier.

„Unsere Ausstellung stellt die Frage nach dem Wie“, sagte Museumsleiter Markus Groß-Morgen bei der Eröffnung der Ausstellung am vergangenen Sonntag in den Räumen des Museums am Dom. „Die Frage ist, inwieweit sich das europäische Bild der Krippendarstellungen durchschlägt und wie die asiatische Kultur eingebracht wird.“

„Die Vielfalt der Darstellungen ist beeindruckend und hat uns schon seit unserer Kindheit fasziniert“, sagte Oda Strauß. Die unterschiedlichsten Materialien und Handwerkskünste würden für die Herstellung der Krippen verwendet. So seien einige der Ausstellungsstücke aus Papier, andere aus Holz, Ton, Jute oder Bambus gefertigt. Als „kulturellen Kompromiss“ bezeichnete Strauß die verschiedenen asiatischen Elemente, die in die bekannten Krippenszenen eingearbeitet würden. So stünden statt Ochs’ und Esel oft landestypische Tiere mit im Stall. Auch die Kleidung der Figuren und deren Ausgestaltung unterschieden sich von Land zu Land. Einige der Krippen seien außerdem in Frauen- oder Hilfsprojekten entstanden. „Die Beschäftigten können sich somit einen Teil ihres Lebensunterhaltes verdienen“, sagte Strauß.

O-Töne von Markus Groß-Morgen

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