Nachholbedarf in Elversberg, Konrad fehlt in Worms

Englische Wochen werden in der Regionalliga Südwest in den nächsten Monaten, angesichts der vielen witterungsbedingten Absagen im Winter, auf der Tagesordnung stehen. Unter der Woche standen neben dem Spiel der Eintracht vier weitere Partien der Regionalliga Südwest an. 5vier hat die aktuellsten Infos zur Lage der Liga.

Viel Schnee und eisige Temperaturen – die Wetterlage der letzten Wochen sorgt aktuell für ein sehr verzerrtes Tabellenbild in der Regionalliga Südwest.

Die U23 der TSG Hoffenheim ist mit dem 1:0-Heimsieg gegen Mainz II am SV Elversberg vorbeigezogen und hat mit zwei Punkten Vorsprung die Tabellenspitze übernommen. Doch der genaue Blick auf die Tabelle mutet kurios verzerrt an, denn Elversberg hat mit erst 17 Spielen ganze fünf weniger absolviert, als die Zweitvertretung der Kraichgauer. Es ist das Extrembeispiel als Konsequenz aus den zahlreichen Spielausfällen, die der Wintereinbruch unumgänglich machte. Bei fünf Siegen aus den verlegten Partien könnten die Saarländer im Optimalfall einen Zwei-Punkte-Rückstand in einen Dreizehn-Punkte-Vorsprung verwandeln. Die Frequenz der Auftritte wird in jedem Fall hoch sein, muss das Kiefer-Team doch bis Ende Mai noch 19 Spiele über die Bühne bringen, um dann in die erhoffte Relegation zu gehen.

Auch im sonstigen Tabellenbild wird es noch einige englische Wochen benötigen, um die Verhältnisse wieder einigermaßen zurecht zu rücken. Und vor weiteren Spielabsagen scheint man nicht gefeit zu sein, wurde doch die für heute Abend angesetzte Partie zwischen dem SC Pfullendorf und Eintracht Frankfurt II wegen schlechter Platzverhältnisse bereits annuliert.

Verzerrte Tabelle macht die Erwartungen sehr spekulativ

Das direkte Duell gegen Hoffenheim konnte Trier in der Hinrunde für sich entscheiden. Foto: 5vier.de

Dabei liegt Eintracht Trier mit 34 Punkten (22 Spiele) auf Tabellenplatz fünf, trotz des schleppenden Starts in die Restrückrunde immer noch zumindest in Lauerstellung auf die Relegationsplätze. Hoffenheim II konnte durch den Sieg gegen Mainz bei gleicher Spielanzahl auf sechs Punkte davonziehen. Ob weiter gehofft werden darf, werden die nächsten Wochen zeigen. Abhängig ist der Optimismus davon, inwieweit Hessen Kassel (zwei Spiele weniger, 36 Punkte), Waldhof Mannheim (zwei Spiele weniger, 33 Punkte) oder auch noch die SG Sonnenhof Großaspach (drei Spiele weniger, 29 Punkte) ihre Nachholpartien in Punkte ummünzen können.

Lautern II pirscht sich ran

Dazu gesellte sich gestern mit dem 1.FC Kaiserslautern II ein weiterer potenzieller Mitstreiter um die Relegationsplätze. Die Betze-Youngster konnten sich am Mittwochnachmittag vor 2.150 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion mit 1:0 gegen Waldhof Mannheim durchsetzen und stehen nun mit ebenfalls 22 Spielen einen Punkt vor Eintracht Trier vorübergehend auf Platz vier.

Worms unterliegt in Alzenau – Konrad fehlt gesperrt

Thomas Konrad (links im Bild) wird nach seiner fünften Gelben Karte pausieren müssen.

Drei Punkte im nächsten Duell bei der Wormatia aus Worms würden den zuletzt etwas leiser gewordenen Hoffnungen der Eintracht-Fans wieder ein Stück mehr an Nährboden verleihen. Die Wormser zeigten sich derweil am Mittwoch im Auswärtsspiel bei Bayern Alzenau nicht in Topform und zogen mit 1:2 den Kürzeren. Daneben fehlt ihnen am kommenden Sonntag mit Marco Steil ein wichtiger Innenverteidiger aufgrund einer Rotsperre. Auch das Team von Roland Seitz muss auf einen Spieler in Worms sicher verzichten, Thomas Konrad fehlt nach seiner fünften Gelben Karte gestern Abend gegen Freiburg II.

Weitere Regionalliga Südwest-News in Kürze

ULM. Im Mittelfeld-Duell zweier ehemaliger Bundesligisten hat der SSV Ulm am gestrigen Mittwochabend sein Heimspiel gegen den FC Homburg mit 2:0 gewonnen und den Kontrahenten im Tableau überholt. Ulm springt auf Position zehn, Homburg ist nun Elfter.

TRIER. Chhunly Pagenburg hat mit seinem 18. Saisontor gegen die U23 des SC Freiburg seine Führung in der Torjägerliste der Regionalliga Südwest ausgebaut. Andreas Ludwig von 1899 Hoffenheim II liegt mit 14 Toren nun vier Tore hinter dem Deutsch-Kambodschaner.

MANNHEIM. Der SV Waldhof Mannheim plant im Fall des Aufstiegs mit einem Vier-Millionen-Etat für die 3. Liga und würde mit einem Zuschauerschnitt von 6.000 Besuchern pro Heimspiel kalkulieren, heißt es in einer Pressemitteilung der Regionalliga Südwest.

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