Laura Marie Klein ist nicht vergessen

Zum Jahrestag der Ermordung treffen sich Nachbarn aus dem Trierer Beutelweg

Das Leben und das Schicksal von Laura Marie Klein gehören auch weiterhin zu den Geschichten und den Erinnerungen des Trierer Beutelweges. Vor allem Theo Löwen ist einer derjenigen, die sich intensiv um die Gedenkstätte für die am 13. März 2015 ermordete Laura Marie Klein kümmert.

Trier-Nord. „Der kleine Kreis“ an Menschen aus dem Beutelweg, der nicht nur vor zwei Jahren die Passage zwischen Wasserweg und Schönbornstraße (bzw. der Verlängerung von Metternich- und Kürenzer-Straße) entlang der Bahngleise gesäubert haben, die mit dabei waren als der große Trauermarsch am 18. März 2015 vom Trierer Domplatz bis zu dem Platz von Laura Marie Kleins Verbrennung zog, die diesen Platz bewachten, so dass auch Kerzen frei aufgestellt werden konnten und zum 30. Mai 2015 eine offizielle Gedenkstätte dort errichteten. Dieser „kleine Kreis“ lud heute – einen Tag vor dem „offiziellen“ Tag der Ermordung der sechzehnjährigen Laura Marie – zu einer Gedenkminute an die Gedenkstätte. (Der morgige Wahltag empfand man als „unpassend“).

„Wir hatten vor, die Porta in den Lieblingsfarben von Laura heute Abend anzustrahlen“, erfährt 5vier.de von Sabrina Schulz. „Die vier Seiten Antrag habe ich auch eingereicht, doch die GDKE, die Generaldirektor Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, hat es als zu persönlich abgelehnt.“

„Dennoch haben wir, haben all diejenigen die heute hierher kamen – wir haben es auf facebook veröffentlicht – Laura nicht vergessen,“ meint Theo Löwen, der sich freut, dass auch die Mutter und die Geschwister von Laura seinem Aufruf gefolgt sind.

Laura-Marie-Straße geplant

„Ob wir allerdings die Laura-Marie-Straße oder -Allee hier erleben werden – trotz der inzwischen platt gemachten Lagerhalle vor ihrer Gedenkstätte -, daran glaube ich nicht.“ Und Theo Löwen erinnert sich noch lebhaft an seinen eigenen Einsatz für die Geschwindigkeits-Beschränkung auf 30 km/h für die Strecke Franz-Georg- und Parkstraße. „Damals hat man uns eine Umgehung versprochen – inzwischen sind dreißig Jahre vergangen und wir haben immer noch dieselbe Situation“.

Gedenkstätte bleibt gepflegt

Dass die Laura-Marie-Klein-Gedenkstätte bisher und auch in Zukunft ein gepflegtes Bild vermittelt, dafür sorgen Theo Löwen – „Ich komme mindestens einmal pro Woche vorbei“ – aber auch Willi Prison oder Michael Wollmann, die fast jeden zweiten Tag einen Blick darauf werfen und das ein oder andere richtigstellen.

Für die heutigen Gedenkminuten war nicht nur einiges an roten, weißen oder rosa Rosen oder frischen Tulpen zu entdecken. Auch hatte der Blumenladen Wirsch aus Trier-Zewen einige Veilchen und Stiefmütterchen für die Gedenkstätte gespendet.

„Wir entdecken immer wieder neue Plüschtiere und eigentlich immer brennen sog. „Grabkerzen“ an der Gedenkstätte“, weiß der „kleine Kreis“ zu berichten.

Und alle tragen noch die Hoffnung, dass ein Gedenkstein oder eine Gedenktafel die Passage der Ermordung und darauf erfolgten Verbrennung von Laura Marie Klein dauerhaft prägen wird. – Aus Respekt vor dem Leben und aus Respekt vor dem nachbarschaftlichen Miteinander der Menschen in Trier-Nord.

Fotos: C. Maisenbacher

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