Locky kommt aus Troja und will Chaos

Virenwarnung

Nicht nur die Grippeviren ziehen derzeit umher (diesbezüglich ein paar Ratschläge), sondern auch Locky. Was nach dem Namen einer Zeichentrickfigur klingt, ist in Wahrheit ein gefährlicher Computervirus. Folgende Meldung der Polizeiinspektion Trier erreichte unsere Redaktion heute zum Thema „Locky“.

Trier/ Die Welt.„Oh nein, ich habe einen Virus auf meinem PC.“ – Wie oft haben Sie diesen Satz schon von Bekannten oder Freunden gehört? Zur Zeit ist dieses Thema dank des Trojaners „Locky“ wieder in aller Munde. Das Polizeipräsidium Trier möchte darum generell auf ein paar Tipps hinweisen, wie jeder seinen PC vor den (un-)heimlichen Besuchern aus dem Netz schützen kann.

Computerviren sind vielfältig. Generell sind hierunter Programme zu verstehen, die sich in Standard-Programme von PC oder Dateien kopieren und dadurch vervielfältigen. Die bekanntesten sind wohl die Trojanischen Pferde. Diese Sorte von Schadprogrammen verstecken sich i.d.R. in harmlosen und nützlichen Programmen und dienen dazu, weitere Schadprogramme auf dem Computer zu installieren. Damit wird es für Unbefugte möglich, auf Daten des PC zuzugreifen, ohne dass der Nutzer es bemerkt. Passwörter, Zugangs- oder Kreditkartennummern werden ausgespäht und missbraucht. Doch wie kommt ein solcher Trojaner auf meinen PC? Es gibt viele Wege für die Trojaner. Am Beispiel des Trojaners „Locky“ werden sog. Makroviren per E-Mail verschickt. Sie werden entweder in Word- oder Excel-Dokumenten versteckt. Öffnet man die per E-Mail versandten Anhänge, kann sich der Virus auf dem PC „einnisten“ und später den Trojaner installieren.

Im Bereich des Polizeipräsidiums Trier wurden bisher fünf Anzeigen mit Verdacht auf einen solchen Virus gemeldet. In vier dieser Fälle blieb es bei einem Versuch, da die Geschädigten die möglicherweise infizierten Dateien nicht öffneten.

Das Polizeipräsidium rät daher:

-Öffnen Sie NIEMALS UNGEPRÜFT Dateianhänge von E-Mails! Fragen Sie sicherheitshalber beim Absender nach.

– Klicken Sie NIEMALS auf LINKS in unaufgefordert zugesandten E-Mails! Geben Sie stattdessen die Internetadresse per Hand in die Adresszeile Ihres Browsers ein.

– Virenbehaftete E-Mails verraten sich oft durch leere oder sehr neugierig machende Betreffzeile.

– Seien Sie misstrauisch bei E-Mailsmit fremdsprachigem Betreff. Erhalten Sie diese unaufgefordert, löschen Sie sie sofort!

– Seien Sie kritisch bei Programm-Dateien mit den Endungen .exe, .bat, .com, .vbs!

–  Stellen Sie die Sicherheitseinstellungen Ihres E-Mail-Programms so ein, dass kein Script automatisch ausgeführt wird!

 – Löschen Sie verdächtige  E-Mails!

– Verschicken Sie keine aus unsicherer Quelle zugesandten Anhänge!

– Seien Sie auch in Sozialen Netzwerken bei Mitteilungen und Angeboten von unbekannten Teilnehmern skeptisch!

– Mit einem „Content-Filter“ können Sie verhindern, dass über Ihr Profil in Sozialen Netzwerken Schadsoftware verbreitet wird.

– Eine Virenschutz-Software kann helfen.

 

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