Mehr Energieeffizienz für Trier – Hauptklärwerk wird energieautark

5vier.de besuchte die Inbetriebnahme eines Klärwerk-BHKWs in der Trierer Metternichstraße

Bei der gestrigen Inbetriebnahme des Klärwerk-BHKWs fanden sich nicht nur Medienvertreter, Stadtratsmitglieder und Mitarbeiter der Stadtwerke Trier zusammen. Neben Oberbürgermeister Klaus Jensen, traf auch die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken ein, die das Blockheizkraftwerk in der Metternichstraße 50 einweihte und in Betrieb nahm.

Stadtwerke Trier_20

Klärwerke verbrauchen viel Strom. Umso innovativer und energiesparender ist es, wenn Stadtwerke den Strom im Klärwerk selber erzeugen und somit den Energiebedarf senken. Die neue Anlage erzeuge aus dem gewonnen Klärgas über „2800 Megawattstunden“, so die Ministerin, die die Energieeffizienz der SWT lobte. Das Projekt zur Energieneutralität sowie Energieoptimierung wurde vom Land mit einem Zuschuss in Höhe von 60.500 Euro gefördert.

Auf dem Weg zu einer energieneutralen Abwasserreinigung

Auch Oberbürgermeister Jensen hob in seiner Rede hervor, dass er auf die Energieautarkie der Stadtwerke Trier besonders stolz sei, da sie einen wichtigen Beitrag zur Energiewende beitrage. Darüber hinaus freue er sich über die Vorteile, die er für die Bürger sieht: „Die Energieeffizienzmaßnahmen und die Inbetriebnahme des neuen BHKWs reduzieren nicht nur den CO2-Ausstoß und verbessern die Klimabilanz, sondern sind auch im Sinne der Bürger, weil ein effizienter Betrieb der Kläranlage langfristig auch dazu beiträgt, die Abwassergebühren konstant zu halten.“

Die Stadtwerke haben beträchtliche Schritte eingeleitet, um ihren Stromverbrauch zu optimieren. So konnte z.B. der Energieverbrauch im Jahr 2005 durch „Optimierungen in der Schlammbehandlung“ um 200.000 Kilowattstunden gesenkt werden. Darüber hinaus konnten im Rahmen einer vom Umweltministerium geförderten Studie Effizienzmaßnahmen identifiziert werden, die den Stromverbrauch der SWT reduzieren.

Dieser „Energieweg“ ist in Form von Tafeln für Interessierte während der Besichtigungstermine auf dem Gelände des Hauptklärwerks nachvollziehbar.

Hier einige Eindrücke:

Fotos von Monika Pradelok

Weitere Informationen findet ihr auf der Seite der SWT.

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