Mehring: Meeth mahnt gegen Schlusslicht zur Geduld

SV Mehring am Samstag gegen SVN Zweibrücken

Aufsteiger gegen Absteiger:  Samstag, 22. August, 15.30 Uhr, kommt es auf der Lay zum Duell des SV Mehring gegen den  SVN Zweibrücken. Obwohl die Teams beider Klubs in der vergangenen Saison noch zwei Spielklassen trennten, geht die Elf von Trainer Frank Meeth als Favorit in die Partie des vierten Spieltages der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar.

Mehring. Die Lage: Nach dem 0:0 am vergangenen Sonntag beim Mitaufsteiger FC Karbach hat der SV Mehring bereits sieben Punkte auf dem Konto und ist nach drei Runden Tabellenfünfter. Noch ohne Zähler steht die nach dem Abstieg aus der Regionalliga Südwest völlig umgekrempelte und nicht zuletzt aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten erst kurz vor Saisonstart formierte Mannschaft aus Zweibrücken da – 18. und letzter Tabellenplatz!. Immerhin gab es nach dem 0:4 zum Start gegen Hertha Wiesbach und dem anschließenden 1:6 bei der Sportvereinigung Burgbrohl zuletzt nach klarer Leistungssteigerung ein knappes 1:2 gegen den SV Gonsenheim. „Das war ein Schritt nach vorne“, wurde hinterher der frühere Mehringer und aktuelle SVN-Torhüter Philipp Rommelfanger zitiert. Erst ein in der 67. Minute verwandelter Foulelfmeter gab den Ausschlag zu Gunsten der Gäste aus der Landeshauptstadt Mainz. Trotzdem bilanzierte auch SVM-Trainer Frank Meeth als Augenzeuge, dass „Gonsenheim aufgrund des deutlichen Chancenplus höher hätte gewinnen müssen“. Er warnt ausdrücklich davor, Zweibrücken zu unterschätzen: „Jeder erwartet von uns einen Sieg – es wird das schwerste Spiel der Saison für uns.“ Die Marschroute ist  klar aus Sicht des Coachs: „Wir dürfen uns hinten keinen Fehler erlauben und müssen geduldig nach vorne spielen.“
Das Personal: Mit Andreas Hesslein steht eine Abwehr-Säule nicht zur Verfügung. Der Innenverteidiger hat sich im Mittwochs-Training eine Oberschenkelzerrung zugezogen. Mögliche Alternative ist Marcel Selmane. Nicht zur Verfügung steht auch Offensivmann Gjergj Prebreza (Bänderzerrung im Fuß). Noch zu früh käme ein Einsatz von Mittelfeldspieler Domenik Kohl, der nach einem Bänderriss im Fuß im Aufbautraining ist
Der Gegner:  Abstieg aus der Regionalliga, Insolvenzverfahren, lange Zeit keine Mannschaft, die sich auf die neue Oberliga-Saison vorbereiten konnte: Beim SVN Zweibrücken – das „N“ steht für den Stadtteil Niederauerbach – hatten und haben sie einige Klippen zu umschiffen. Wenig überraschend ging der Start in die neue Runde denn auch daneben. Dabei hatte Trainer Sorin Radu im Vorfeld des Gonsenheim-Spiels noch erklärt: „Ich akzeptiere keine Ausreden mehr.“ Zwei, drei Wochen könne er erzählen, dass seine Jungs nicht fit sind nach der kurzen Vorbereitung. Dass alle anderen Mannschaft demgegenüber auf ihrem besten Fitnesslevel und besser eingespielt sind – „und natürlich sind wir auch keine Roboter. Aber irgendwann muss da mehr kommen“, betonte der SVN-Coach gegenüber dem „Pfälzischen Merkur“. Der 40-jährige Radu, der einst fünf Jahre lang in seiner rumänischen Heimat erstklassig gespielt und in Deutschland zuletzt den B-Kreisligisten SV Weingarten und davor sechs Jahre lang die Frauen des Karlsruher SC trainiert hat, ist trotz der schwierigen Lage in Zweibrücken voller Ehrgeiz: „Ich bin nicht hierhergekommen, um zu sagen, wir sind eh schon abgestiegen.“ Er habe das Ziel, eine Mannschaft zu formen, die immer alles gibt. Wirtschaftlich scheint sich die Lage beim SVN stabilisiert zu haben.
Kurz vor dem Saisonstart bereits hatte nämlich der vorläufige Insolvenzverwalter Jürgen Roth verkündet: „Wir haben ausreichend Gelder zusammen, um den Oberliga-Spielbetrieb die gesamte Runde aufrechtzuerhalten. Wir haben einen Finanzplan bis zum Ende der Saison gemacht.“ Der Etat setze sich aus Mitgliedsbeiträgen, Zuschauereinnahmen, Spenden, Einnahmen aus der Gaststätte und Sponsorengeldern zusammen.
Der Schiedsrichter: Geleitet wird das zweite Saison-Heimspiel des SV Mehring am Samstag von Timo Klein. Der 26-Jährige aus dem saarländischen Kirkel-Limbach unweit von Homburg geht für den TuS Wiebelskirchen an den Start. Bereits seit 2013 leitet er Partien bis hinauf zur Regionalliga. Assistiert wird Klein von Julian Geid (Spiesen-Elversberg) und Lucas Jung (Neunkirchen).
Bisherige Duelle: Ehe sich der SVN Zweibrücken – damals trainiert vom heutigen Eintracht-Trier-Coach Peter Rubeck – Richtung Regionalliga verabschiedete, gab es in der Saison 2012/13 noch zwei Aufeinandertreffen zwischen den Westpfälzern und den Moselanern. Im Hinspiel am 25. August 2012 setzte sich der SVN knapp mit 1:0 durch. Im Rückspiel am 30. März 2013 hieß es nach 90 Minuten 0:0.

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