Miezen auf dem Weg zur 3. Liga?

Nach zwölf Spielen immer noch im Tabellenkeller

Das Schicksal der Miezen in der 2. Bundesliga der Handballerinnen heißt in Permanenz: gut gespielt – fast gewonnen aber verloren. Mit Trainer/in oder ohne, mit Triers bester Werferin (Joline Müller) oder ohne – die Chancen werden bei den Spielen liegen gelassen, nicht aufgegriffen oder übersehen. Was fehlt ist ein Kampfgeist unter den Spielerinnen, der bei jeder Mannschaft das Wichtigste darstellt. Dazu braucht es einer/eines Trainers/in, die oder der diese Verbindung unter den Spielerinnen schafft, und Kräfte bündeln kann. Die Trierer Miezen hätten noch 18 Spiele um den Tabellenkeller zu verlassen…

Trier / Halle-Neustadt. Die Trierer Bundesliga-Handballerinnen warten nach der 29:35 (14:17)-Niederlage in Halle/Neustadt weiter auf den zweiten Saisonsieg. Auch unter Interimstrainer Dirk Florian gab es trotz einer starken ersten Halbzeit im letzten Auswärtsspiel des Jahres Nichts zu holen. Ohne Joline Müller fehlten den Moselstädterinnen vor allem im Rückraum die Alternativen. Vorstand Jürgen Brech richtet einen Appell an die Zuschauer.

Die erste Hiobsbotschaft ereilte die Miezen bereits im Abschlusstraining am Freitag: Joline Müller konnte die Reise nach Halle aus beruflichen Gründen erst gar nicht mit antreten und so fehlte im ohnehin schon kleinen Kader auch noch Triers beste Werferin. „Das sind die Dinge, die uns vor allem im Rückraum treffen, ohne Jammern zu wollen“, sagte MJC-Vorstand Jürgen Brech. Die am Ende erneut deutliche 29:35-Niederlage machte Brech aber nicht nur am Fehlen von Müller fest.

„Wir haben erneut zu viele Chancen liegen gelassen“, sagte Brech und ergänzte: „Zudem sind wir mit einigen Schiedsrichterentscheidungen in der zweiten Hälfte nicht zurechtgekommen.“ Bis zum 22:24 (43.) spielte die Mannschaft unter der Leitung von Interimstrainer Dirk Florian stark auf, brachte die heimstarken Gastgeberinnen immer wieder in Bedrängnis und hätte bei besserer Chancenauswertung durchaus führen können. Anders als in den Partien zuvor waren die Moselanerinnen gleich zu Beginn präsent und kauften Halle den Schneid ab.
Der Tabellenachte fing sich in der Folge allerdings und konnte zur Pause ein 17:14 vorlegen. Vor allem die 19-jährige Dänin Helena Mikkelsen bereitete der Defensive immer wieder Probleme, war mit elf Toren am Ende beste Werferin der Partie. Die Miezen aber kämpften, hielten die Partie bis zum besagten 22:24 durch Caroline Thomas offen, als in der Folge alle Dämme brachen.

Zeitstrafen, schwache Chancenauswertung, fehlende Kraft: Die Gründe für den 5:0-Lauf der Gastgeberinnen sind vielschichtig, die Partie beim 29:22 (50.) so gut wie entschieden. Halle spielte sich in einen Rausch, hatte beim 32:23 (53.) die Chance zur Zehn-Tore-Führung und für die Miezen schien sich ein Debakel anzubahnen. Passierte allerdings nicht, denn die Moselstädterinnen wehrten sich nach Kräften, mussten letztlich aber erneut eine Niederlag einstecken.

Mit zwei Punkten bleibt man Tabellenvorletzter, im letzten Heimspiel des Jahres am kommenden Sonntag (16 Uhr) empfangen die Miezen die HSG Bensheim-Auerbach. Brech appelliert trotz der schwierigen sportlichen Situation an die Fans: „Es geht nur mit den Fans und ich hoffe, dass sie den Weg in die Arena finden und dem Team dem Rücken stärken.“

// Danke an Franziska Garcia – Pressesprecherin DJK/MJC Trier – 2. Handball Bundesliga Frauen

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