Miezen empfangen die TSG Ketsch

Der Tabellenführer kommt

Auf den Frauenhandball-Zweitligisten DJK/MJC Trier wartet am kommenden Samstag (19.30 Uhr) die bisher schwerste Aufgabe in der Saison 2017/18. Zu Gast in der Arena Trier ist die TSG Ketsch, in Insiderkreisen besser bekannt als „Kurpfalz Bären“. Mit 9:3 Punkten bei nur einer Saisonniederlage steht die TSG nach sechs Spielen an der Spitze der Liga. Nur einmal verließen die „Bären“ als Verliererinnen die Platte. Beim 23:32 gegen den Tabellenzweiten Rosengarten war für das Team nichts zu holen.

Für den gesamten Kader der Miezen ist das anstehende Spiel besonders, weil es gegen den Spitzenreiter geht. Für einige Spielerinnen kommt noch ein ganz spezieller Aspekt hinzu. Trainerin auf der Gegenseite ist die Ex-Triererin Katrin Schneider, die bei der MJC große Fußstapfen hinterlassen hat. Von 2006 bis 2011 und noch einmal von 2013 bis 2015 trug die wurfgewaltige Rückraumspielerin das Miezen-Trikot. Ihre beste Saison absolvierte sie dabei 2013/2014, als sie sich mit 239 Treffern die Torjägerinnen-Krone der 1. Bundesliga sicherte und ihr Team damit in der höchsten deutschen Spielklasse hielt. Nach der darauffolgenden Saison zog es sie dann aus beruflichen Gründen dann zum damaligen Drittligisten nach Ketsch.

Obwohl Schneider erst 27 Jahre alt ist, agiert sie in dieser Saison nur noch von der Bank. Grund dafür sind zwei Schulteroperationen, denen sich Schneider unterziehen musste.

MJC-Coach Andy Palm bescheinigt seinen Schützlingen im bisherigen Saisonverlauf „eine Steigerung von Spiel zu Spiel“. Besonders angetan war er von der kompakten Mannschaftsleistung beim klaren 35:29-Sieg am vergangenen Sonntag gegen Hannover. „Das war wieder ein Schritt nach vorne“, so Palm, der weiß, dass diese Entwicklung sich fortsetzen muss, wenn man gegen Ketsch mithalten will.

Palm ist auch mit der Entwicklung der Personallage zufrieden. Ausfallen werden gegen Ketsch „nur noch“ die beiden Langzeitverletzten Joline Müller und Ramona Constantinescu. Müller laboriert nach wie vor an den Folgen ihrer schweren Knieverletzung (Kreuzbandriss), hat aber bereits mit dem Lauftraining begonnen. Im Einzeltraining befindet sich auch Constantinescu, die an der Schulter operiert werden musste. Bis beide Stammspielerinnen allerdings zur echten Alternative werden, wird es noch ein paar Wochen dauern.

„Wir müssen uns auf eine Mannschaft einstellen, die schneller spielt als alle anderen Teams, mit denen wir es bisher zu tun hatten. Ketsch kommt aus einer sehr beweglichen und offensiven Abwehr immer wieder zu gefährlichen Tempogegenstößen über die schnellen Außen. Aber auch im Positionsspiel zählen die Gäste zu den Besten der Liga. Herausragende Spielerinnen sind Torfrau Sabine Stockhorst, die über internationale Erfahrung verfügt und die Torjägerinnen Carmen Moser (32 Saisontreffer) und Saskia Fackel (30).

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