Miezen erstmals auf Platz 2

Nach souveränem Sieg gegen den BSV Sachsen-Zwickau

Mit 31:28 (18:12) setzten sich die Trierer Miezen verdient gegen den BSV Sachsen Zwickau durch und erkämpften sich somit den 2. Platz der 2. Handball Bundesliga der Frauen.

Trier. Beide Teams zeigten einen konzentrierten Anfang, den BSV-Akteurinnen steckte die sechseinhalb stündige Anreise keineswegs in den Knochen, vor allem der linke Zwickauer Rückraum um Silvia Sajbidor und Monika Odrowska ließ in den ersten 10 Minuten große Qualität aufblitzen. Dabei gelang den Gästen beim 1:2 (1.) allerdings die letztmalige Führung, die Miezen zeigten sich hungrig und lieferten die passende Antwort: Dóra Simon Varga mit ihrem 7-Meter-Tor zum 5:3 (5.).

Nach dem 10:9 (15.) durch MJC-Holländerin Houben konnten sich die Miezen erstmals entscheidend absetzen, so erhöhte erst Lucia Weibelova zum 11:9 (16.), ehe wiederum MJC-Nr. 66 Simon Varga mit 12:9 (17.) die 3-Tore-Führung besorgte. Die Stimmung in der Arena Trier passte, erst recht als Jessica Kockler mit einem Zuckerpass Tina Welter bediente, die Luxemburgerin war über die rechte Außenbahn bereits über die Mittellinie geschnellt und netzte unter dem Jubel der 900 Zuschauer souverän zum 14:10 (19.) ein.

Die MJC war nun in der Spur und wurde der Favoritenrolle vollauf gerecht, Jessica Kockler steigerte sich zwischen den Trierer Pfosten, parierte den Tempogegenstoß von BSV-Linksaußen Jenny Choinowski (23.) und legte so den Grundstein zur weiteren Führung. Das Team von der Mulde gelang in den letzten 10 Minuten der 1. Halbzeit lediglich zwei Treffer Choinowski (21.) und Hessel (28.), mit 18:12 ging es in die Halbzeit.

Auf Seiten der Miezen war es wiederum Jessica Kockler, die zu Anfang des zweiten Durchgangs einen starken Arbeitsnachweis lieferte: So hatte die 1,82m-große Nr. 16 bereits in den ersten fünf Minuten 6 Paraden. In Folge entschärfte Kockler erst den Strafwurf von Hessel (40.) und wenig später auch den von BSV-Shooterin Ordrowska (48.).

Innerhalb der Schlussphase wurde die Partie zunehmend umkämpft, in blauweiß erhöhte Dóra Simon Varga mit ihrem neunten Trefer zum 30:25 (54.). Begünstigt durch die 2 Minuten Strafe gegen Abwehrchefin Andrea Czanik, verkürzte Josepha Kallenberg in BSV-Überzahl zum 30:26 (55.).

Die Sächsinnen warfen nun alles nach vorne, doch die Miezen hielten stand, Trainer Andy Palm protestierte an der Seitenlinie nach Ansicht vom Gespann Heinz und Lenhardt etwas zu entschieden und wurde mit einer Verwarnung bedacht (56.).

Wenige Augenblicke später sorgte Maja Zrnec für die Entscheidung: Die Slowenin kam über einen langen Wechsel zur Mitte, stieg unbeeindruckt von der Größe des Zwickauer Mitelblocks hoch und schleuderte das Spielgerät zum 31:26 (57.) in die Maschen. Die Messe war gelesen, den Gästen gelang durch den hundertsten Saisontreffer von Sajbidor (57.) und Hessel (59.) lediglich noch Ergebniskosmetik.

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