Miezen fahren bei Werder die Krallen aus

Auswärtssieg in Bremen

Mit 29:38 (14:20) setzten die Trierer Miezen am gestrigen Abend, vor 280 Zuschauern in der Bremer Klaus-Dieter-Fischer-Halle, ein dickes Ausrufezeichen. Das Team, welches bekanntlich auf Houben, Sattler sowie Zrnec als Verletzte verzichten musste war ebenfalls ohne MJC-Eigengewächs Greinert in die Hansestadt gereist, und bleibt mit dem 9-Tore-Sieg beim SV Werder Bremen in der Ferne ungeschlagen.

Dora Simon Varga, Foto: DJK/MJC Trier Sportmanagement e.V.

Dora Simon Varga, Foto: DJK/MJC Trier Sportmanagement e.V.

Die Miezen schafften einen Anfang nach Maß, ein Doppelschlag durch die slowakischen Nationalspielerin Andrea Czanik und Trier führte bereits in der 3 Minute mit 0:2. Anschließend verstand es das Trierer Team die Führung zu halten – Czaniks Schwester Lucia Weibelova erzielte nach 10. Minuten das 3:6. Es folgten drei weitere Triertreffer, beim 3:9 in der 13. Spielminute sah sich der Bremer Trainer Patrice Giron zum Team-Timeout gezwungen.

Doch die in rot spielenden Miezen behielten die Überhand, die grünweißen Werderanerinnen fanden nicht recht ins Spiel. Dabei nutzten die Moselstädterinnen ihre Chancen eiskalt und zogen in Folge erstmals davon, so traf Joline Müller in der 21. Minute zum 7:14. Als nun 14 Tore auf der Anzeige blinkten, stotterte der Miezenmotor kurzzeitig, Werder schaffte einen vier Tore Lauf zum 10:14 Anschluß. Miezentrainerin Cabeza Gutiérrez legte die grüne Karte und zog das Team-Timeout, dabei fand die 39-jähige die richtigen Worte, ihre Mannschaft besann sich auf ihre Stärken und konnte innerhalb der verbleibenden sechs Spielminuten in Halbzeit 1. nochmal sechsfach zum 14:20 einnetzen.

Angela Petrovska, Foto: DJK/MJC Trier Sportmanagement e.V.

Angela Petrovska, Foto: DJK/MJC Trier Sportmanagement e.V.

 

Das Team von Patrice Giron hatte zwar in Merle Heidergott wiedermal die treffsicherste Schützin in den Reihen (9 Tore), aber auch in den zweiten 30. Minuten fand man keine passende Antwort auf die strukturierten und gefährlichen Trierer Angriffe. So konnte Dora Simon Varga in Minute 35. per Strafwurf die 6 Tore Führung wieder herstellen. Rund 15 Minuten vor Ende warf der grünweiße Gastgeber nochmals alles nach vorn und kam beim 23:27 wiedermals auf 4 Tore heran, wie sich zeigten sollte zum letzten Mal, Trier hielt stand und konnte 4 Minuten vor Schluss durch Linkshänderin Yevheniya Konoroz erstmals eine zweistellige Führung bejubeln (25:35).

Als nach 60 Minuten die Schlusssirene ertönte, waren auf MJC-Seite allseits glückliche Gesichter zu erkennen, „ich bin wirklich sehr zufrieden“, urteilte Trainerin Cristina Cabeza Gutiérrez, „mein Team hat ein enormes Engagement gezeigt, alle ziehen an einem Strang“. „Wir haben heute einfach eine konzentrierte und intelligente Leistung gezeigt“, so die Spanierin, die auch in Folge sehr angetan von ihrem Team war: „Für mich war es unglaublich wie wir heute gespielt haben, diese Mannschaft hat ihr ganzes Potential abgerufen – und das, obwohl wir mit lediglich 8 Feldspielerinnen angetreten sind“.

Ihr nächstes Spiel bestreiten die Trierer Miezen am Samstag, den 22.10 (Anwurf: 19.30 Uhr), gegen den TuS Lintfort.

Für die Miezen am Ball: Kockler, Eckelt – Constantinescu (1), Czanik (3), Knoroz (5), Müller (6), Petrovska (2), Simon Varga (11), Weibelova (9), Welter (1)

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