Miezen kassieren deutliche Niederlage in der Hauptstadt

Keine Chance in Berlin

Die Miezen müssen einen Dämpfer im Kampf um den Klassenerhalt hinnehmen. Gegen die Füchse Berlin setzte es eine deftige Niederlage und diese bringt die Miezen wieder in akute Abstiegsnot.

Miezen liegen zur Pause deutlich hinten

Trier/Berlin. Außer Spesen nix gewesen. Von der längsten Auswärtsreise der Saison ist Frauenhandball-Zweitligist DJK/MJC Trier mit leeren Händen zurückgekehrt. Die Miezen unterlagen am Samstag bei den Füchsen Berlin deutlich mit 26:36 (9:17) und bleiben damit (vorerst) auf dem drittletzten Platz. Dabei wollten sich die Trierer Handballerinnen für die bittere Heimniederlage revanchieren (5vier.de berichtete unter der Überschrift: Miezen wollen sich revanchieren).

Die Partie begann mit einem verworfenen Siebenmeter von Joline Müller. Ein schlechtes Omen? Zunächst noch nicht. Denn die Miezen hielten gegen die körperbetont agierenden Gastgeberinnen dagegen, lagen nur knapp mit 3:4 (7.) und 4:6 (9.) hinten. Es folgte eine 0:4-Serie und die erste Auszeit von Trainer Ralf Martin – sie fruchtete nicht. Bis zur Halbzeit setzten sich die „Füxxe“ schon deutlich auf 17:9 ab – danach gelang es den Miezen nicht mehr, näher als auf sechs Tore an Berlin heranzurücken. Erstens, weil es Zeitstrafen gegen Gabriella Szabo und Vesna Tolic gab, zweitens, weil eine Spielerin auf den Plan trat, die im Hinspiel gar nicht dabei war: Vanessa Magg. Die Rechtsaußen avancierte mit acht Treffern zur besten Torschützin auf Berliner Seite.

Vorbereitung auf Heimspiel gegen Herrenberg

In der Leistung der 21-Jährigen wollte Martin aber nicht die Ursache für die Niederlage sehen. „Wir haben fast nichts von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben“, sagte der Coach. „Das hätte ich so niemals erwartet. Denn wir hatten gut trainiert. Probiert haben wir viel im Spiel, aber es hat wenig funktioniert.“ Loben konnte Martin nur Joline Müller, Ramona Constantinescu, die erst in der zweiten Halbzeit aufs Feld kam und Angela Petrovska, die sich am Kreis stark in Szene setzte. Für das erste Training in der kommenden Woche kündigte Martin eine Aussprache an.
Denn damit wird die Vorbereitung auf das danach anstehende Heimspiel gegen SG H2Ku Herrenberg (Samstag, 19.30 Uhr, Arena Trier) eingeläutet. (red/jr)

 

Statistik

Füchse Berlin: Juliane Hedermann, Natascha Faßold, Annabell Marie Krüger – Fabienne Kunde (2), Ria Estermann (6), Stefanie de Beer (3), Lucy Dunst (1), Anna Blödorn (4/1), Fabienne Büch, Bianca Trumpf (6), Samira Krakat (2), Sophie Mrozinski (1), Paula Förster (3), Susann Linke (1), Vanessa Magg (7), Anne Weier.
DJK/MJC Trier: Yuko Minami, Alexandra Krämer (bei einem Siebenmeter) – Angela Petrovska (1), Hannah Sattler, Linsey Houben (3), Andrea Czanik (2), Vesna Tolic (0), Aaricia Smits (2), Joline Müller (7), Gabriella Szabo (6/4), Maja Zrnec (2), Ramona Constantinescu (3).
Schiedsrichter: Manuel Borchardt/Lukas Grude – Zuschauer: 233

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