Miezen treffen auf Sachsen Zwickau

Ex-Club von Miezen-Trainer Palm kommt nach Trier

Eine Woche nach der Niederlage in Halle-Neustadt und dem Ende der Erfolgsserie will die DJK/MJC Trier alles daran setzen, wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren. In der 2. Frauenhandball-Bundesliga treffen die Trierer Miezen am kommenden Samstag (15 Uhr) in der Arena Trier auf den BSV Sachsen Zwickau. Ein Sieg des Liga-Siebten gegen den Tabellen-14. ist zwar Pflicht, aber dennoch keineswegs eine Selbstverständlichkeit.

Zwickau liegt mit nur 5:21-Punkten auf dem drittletzten und damit einem Abstiegsplatz. „Sie haben nichts zu verlieren“, sagt Miezen-Coach Andy Palm. Der erste Fakt, der verdeutlicht, dass die Partie gegen die Sächsinnen kein Selbstläufer wird. Der zweite ist Palm selbst. Bis zum Ende der vergangenen Spielzeit war er der Coach des BSV. Es lässt sich leicht nachvollziehen, dass die Gäste ihrem Ex-Trainer beweisen wollen, dass sie besser sind, als es der Tabellenstand ausweist.

Der dritte Grund, der den Moselanerinnen den Heimsieg erschweren wird, ist ursächlich im Personal des Abstiegskandidaten zu suchen. Namentlich in zwei Spielerinnen, die vom Erstligisten Bad Wildungen den Weg nach Zwickau gefunden haben. An erster Stelle ist hier Nadja Bolze zu nennen, die vielleicht beste Kreisläuferin der Liga, die schon 70 Saisontreffer erzielt hat. Dann Petra Nagy, im Rückraum zu Hause, die auch bereits 45 mal ins Schwarze getroffen hat. Palm nennt mit Jenny Choinowski (56 Tore), die er „eine der besten Linksaußen der Liga“ nennt, noch eine dritte herausragende Spielerin.

Aber natürlich spricht auch einiges dafür, dass die Miezen ihrer Favoritenrolle gerecht werden können. „Wir sind insgesamt, vor allem in der Breite sicher besser besetzt“, sagt Palm. Mit diesem Argument konnte er bisher nur selten trumpfen, da fast immer drei Spielerinnen zu ersetzen waren. Das ist dieses Mal anders. Fehlen wird nur Ramona Constantinescu. Die größte Überraschung: Dora Simon-Varga wird spielen. Spielerin und der behandelnde Arzt haben grünes Licht gegeben – kurz vor der unumgänglichen Schulteroperation. Wieder im Kader sind nach einer Woche Pause Joline Müller, die nach langer Verletzungspause behutsam wieder aufgebaut wird und die luxemburgische Sportsoldatin Tina Welter, die in Halle ebenfalls fehlte.

„Wir wollen aufs Tempo drücken, um so unsere Vorteile optimal nutzen zu können“, gibt Palm die Marschroute vor. Das Duell mit Zwickau ist das erste von zwei aufeinanderfolgenden Heimspiel. Eine Woche später gibt Tabellenführer Buchholz-Rosengarten seine Visitenkarte in der Arena Trier ab.

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